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	<title>IV1 - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-03T20:28:00Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=4504</id>
		<title>Tabellenkalkulationsmodelle</title>
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		<updated>2009-09-20T11:32:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;yambe:breadcrumb&amp;gt;Tabellenkalkulation|Tabellenkalkulation&amp;lt;/yambe:breadcrumb&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formularmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Grundtyp eines Tabellenkalkulationsmodells beschäftigt sich mit EINEM Objekt; es werden z. B. die Kosten eines Auftrags, die Rentabilität eines Investitionsprojekts, die Höhe der Einkommensteuer einer Person oder auch die Höhe der Studiengebühr einer/eines Studierenden berechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verwenden auch hier ein sehr einfaches Modell, das den MUSSS-Beitrag für ein Modul &amp;quot;Besser Schwindeln&amp;quot; errechnen soll. Das Modul weist 6 ECTS-Punkte auf, je ECTS-Punkt sind 12 € zu bezahlen. Mit dazu kann ein Buch &amp;quot;Optimal Schwindeln&amp;quot; in 7 Lektionen zum Hörerscheinpreis von 36 € erworben werden. Der Hörerscheinpreis steht allen MUSSS-Teilnehmer/inne/n automatisch zu. Für Bestellungen vor dem 14. September eines Jahres werden 10% Einführungsrabatt (auf den Gesamtbetrag bezogen) abgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine solche Aufgabenstellung lesen, sollte Ihnen klar sein, dass es sich hier um den Typ eines &amp;quot;Formularmodells&amp;quot; handelt. Ein Formular hat typischerweise Felder, in die man etwas eintragen muss - aus Sicht der Programmierung sind das die Inputvariablen. Diese Inputvariablen sind im vorliegenden Fall:&lt;br /&gt;
* Buch gewünscht (J/N): Der Datentyp dieser Eingabe ist ein Wahrheitswert - es kann nur ja oder nein als Antwort geben.&lt;br /&gt;
* Datum der Bestellung: Davon hängt ab, ob der Einführungsrabatt abzuziehen ist oder nicht.&lt;br /&gt;
Da das Datum der Bestellung automatisch durch das Programm bereitgestellt wird, verbleibt im konkreten Fall nur ein einziges Eingabefeld; wir haben also das &amp;quot;kleinstmögliche&amp;quot; Modell vor uns - und können das auf zwei völlig unterschiedliche Arten lösen:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Preiskalkulation gut schlecht.png]]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Abb. 1: Preiskalkulation - Vergleich verschiedener Lösungen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei beiden Lösungsvarianten sind alle erforderlichen Beziehungen durch Formeln abgebildet - rein von den Formeln her besteht zwischen beiden Modellen doch ein Unterschied, der Ihnen hoffentlich auffällt:&lt;br /&gt;
* Lösung A ist wie ein Papiertaschentuch - einmal gebraucht und dann wegzuwerfen. Wenn jemand anderer dieses Modell erhält, dann braucht er wahrscheinlich genau so lange, es zu verstehen wie es neu zu machen - und es wird Ihnen selbst auch nicht anders gehen, wenn Sie das Modell nach einem Monat wieder öffnen. Es lohnt sich gar nicht, ein solches Modell überhaupt zu speichern - es ist ein &amp;quot;Wegwerfmodell&amp;quot;. Auch Wegwerfmodelle können ausnahmsweise sinnvoll sein - aber Ausnahmen bestätigen nur die Regel, dass solche Lösungen nicht zweckmäßig sind.&lt;br /&gt;
* Lösung B dagegen ist deutlich übersichtlicher aufgebaut - und der Aufbau sollte ziemlich selbsterklärend sein. Der Endanwender des Modells kann nur eine Zelle eingeben - und daher sind alle anderen Zellen geschützt. Zur visuellen Kennzeichnung des Eingabefeldes ist dieses hier grau unterlegt. Das ist in diesem Fall ein geeignetes Attribut, kann aber in anderen Fällen unzweckmäßig sein, wenn dadurch ein &amp;quot;Fleckerlteppich&amp;quot; entsteht. Bei vielen Eingabefeldern wird daher ein dezenteres Attribut zur Kennzeichnung der Eingabefelder angezeigt sein.&lt;br /&gt;
** In dieser Eingabe ist zudem eine Gültigkeitsprüfung definiert; es sind nur die Werte Ja und Nein eingebbar, die zudem in einer Auswahlliste angezeigt werden.&lt;br /&gt;
** Bei der Formel in A6 sieht man zudem, dass die KostenJeECTS als Name angelegt wurden. Der Preis ist zwar laut Angabe fix - eine spätere Änderung aber wohl nicht auszuschließen. Durch die hier gewählte Vorgangsweise muss nur der Zellschutz deaktiviert, die entsprechende Zahl und der Konfigurationstabelle geändert und der Zellschutz wieder aktiviert werden.&lt;br /&gt;
** Ebenso ist dies beim Preis des Buches passiert - auch hier wurde ein Name verwendet. Der Preis ist dabei sowohl im Textfeld in Zelle B7 wie auch in der Formel in A6 durch den Namen repräsentiert.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle mit den beiden Angaben, die zwar für den Endanwender derzeit fix sind, aber für Modelländerungen leicht anpassbar sein sollen, ist in einem anderen Segment der Tabelle untergebracht - daher auch die Verwendung von Namen. Solche Werte, die das Verhalten des Modells steuern, werden oft als &amp;quot;Systemparameter&amp;quot; oder &amp;quot;Konfigurationsdaten&amp;quot; bezeichnet. Auch solche Systemparameter sollten nie fix in Formeln eingegeben werden, sondern durch Bezüge auf Zellen einbezogen werden.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle ist auch so aufgebaut, dass die Kalkulation für mehrere unterschiedliche Module angepasst werden kann. Es kommt dann einfach die Modulbezeichnung als zweites Eingabefeld hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn unser Beispiel so einfach wie möglich ist, sehen Sie daran die wesentlichen Kriterien für Formularmodelle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klarer Aufbau, der der Denklogik des Endanwenders folgt.&lt;br /&gt;
* Visuelle Signalisierung von Eingabezellen.&lt;br /&gt;
* Gültigkeitsprüfung von Eingaben, wenn nur bestimmte Wertebereiche zulässig sind.&lt;br /&gt;
* Schutz von Zellen vor unbeabsichtigter bzw. versehentlicher Eingabe.&lt;br /&gt;
* Auslagerung von Systemparametern abseits des Modells, mit sprechenden Namen aber dynamisch in das Modell eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Hinweise noch zu Faktoren, die aufgrund der Einfachheit des Modells nicht vorgekommen sind:&lt;br /&gt;
* Neben einer übersichtlichen Darstellung am Bildschirm sollten Sie auch auf eine entsprechende Darstellung am Drucker achten. Denken Sie daran: Nicht jede/r hat vielleicht einen so großen Bildschirm wie Sie am Desktop ihn möglicherweise besitzen - und vielleicht trifft Sie das schon selbst bei der Arbeit auf einem Notebook! Bevor Sie ein Modell als &amp;quot;fertig&amp;quot; ansehen, erstellen Sie stets ein PDF-Dokument und kontrollieren Sie, ob ihr Modell auch dann noch den richtigen &amp;quot;Eindruck&amp;quot; macht. &lt;br /&gt;
* Sind die Anweisungen für Eingabefelder komplizierter als es der Platz am Formular erlaubt (und Zeilenumbruch allein nicht reicht), können Sie auch Kommentare hinterlegen; das gilt ebenso für komplizierte Formeln, die sonst nur langwierig durchschaubar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Listenmodell ==&lt;br /&gt;
Ein Listenmodell haben Sie schon kennengelernt: Unser Beispiel in Abschnitt [[Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung#Wie_sonst.3F | Analysieren als Entscheidungsvorbereitung - Wie sonst?]] war ein Listenmodell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Listenmodelle enthalten viele gleichartige Objekte, die in der Regel zeilenweise aufgebaut sind. Listenmodelle weisen daher eine gewisse Verwandtschaft zu jenen Daten auf, die typischerweise in Datenbanken gespeichert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorteil von Tabellenkalkulationsmodellen ist dabei, dass es flexiblere Möglichkeiten der Auswertung und Analyse der Daten gibt als dies mit üblichen Datenbank-Abfragesprachen möglich ist. Vielfach werden Daten daher zwar in Datenbanken verwaltet - aber in Tabellenkalkulationsprogrammen ausgewertet. Viele Daten zu verwalten, ist nämlich die Stärke von Datenbanken. Tabellenkalkulationsprogramme zur Verwaltung von Daten einzusetzen, wird nur ausnahmsweise sinnvoll sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Listenmodelle ist daher auch der Datenaustausch zwischen Datenbank und Tabellenkalkulation eine ganz wesentliche Voraussetzung. Die dafür erforderlichen Dateiformate haben Sie bereits kennen gelernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau von Listenmodellen ist weitgehend durch die Spaltengliederung vorgegeben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang eine entsprechende Formatierung, die sowohl am Bildschirm wie auch am Drucker zu einer übersichtlichen Darstellung führt. Instrumente dazu sind insbesondere:&lt;br /&gt;
* Die Festlegung passender Spaltenbreiten; durch die Verwendung schmaler Fonts und Zeilenumbrüchen in Textfeldern kann eine sinnvolle Breitenbegrenzung erreicht werden.&lt;br /&gt;
* Überschriften sollten durch Teilung des Fensters und Fixierung des Überschriftsbereichs sowohl am Bildschirm wie auch am Drucker (Drucktitel) auf jeder Seite sichtbar sein.&lt;br /&gt;
* Beim Drucklayout bietet sich üblicherweise eine Formatierung auf Querformat an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei Listenmodellen kann die Aktivierung des Zellschutzes sowie die Gültigkeitsprüfung von Eingabewerten zweckmäßig sein. Ein besonders interessantes Feature im Zusammenhang mit Listenmodellen ist die &amp;quot;Bedingte Formatierung&amp;quot;. Man kann damit interessante Abweichungen bzw. Zustände einzelner Zellen bzw. Zellbereiche höchst effektiv visuell ersichtlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach werden bei Listenmodellen den eingegebenen bzw. aus Datenbanken importieren Daten noch zusätzliche Spalten durch Berechnungsvorgänge hinzugefügt. Dafür sind in aller Regel Systemparameter erforderlich. Wenn die Liste nach unten wachsen können soll, dann bietet es sich an, diese Systemparameter auf ein eigenes Tabellenblatt auszulagern. Wenn es sich um sehr wenige Daten handelt, können die Daten ggf. im Bereich über der Liste angeordnet (und beim Druckbereich außer Acht gelassen) werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typischerweise finden sich auf Listenmodellen auch noch zusätzliche Auswertungen; im einfachsten Fall nur die Summe einzelner Spalten. Normalerweise sind aber Auswertungen enthalten, die sich nicht auf die gesamte Liste beziehen, sondern nur auf (einen oder mehrere) Teilbereiche der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktionen, die sich speziell der Auswertung von Listenmodellen widmen, sind im vergangenen Jahrzehnt extrem angewachsen - und werden daher in den folgenden Abschnitten gesondert dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzerrollen ==&lt;br /&gt;
Wer den vorstehenden Text aufmerksam gelesen hat, wird die hier vorzustellenden drei Rollen schon identifiziert haben. Als Rolle soll hier eine Klassifizierung von Benutzeraktionen verstanden werden, die mit einem Tabellenkalkulationsmodell erledigt werden.&lt;br /&gt;
* Endanwender arbeiten mit einem &amp;quot;fertigen&amp;quot; Modell; sie ändern daran nichts, sondern füllen nur die definierten Eingabezellen aus. Sie müssen, wenn Sie ein solches Modell öffnen, schnell erkennen können, was dessen Aufgabe ist und die entsprechenden Ergebnisse erhalten, wenn Sie die erfordlichen Daten eingegeben haben. Endanweder sollten - weder absichtlich noch unabsichtlich - das Modell verändern können. Wenn Sie selbst ein früher erstelltes Modell wieder anwenden, dann sind Sie auch selbst in der Rolle des Endanwenders. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Modellverwalter können zusätzlich auch die Systemparameter verändern und damit die Funktion des Modells beeinflussen - aber eben nur insoweit, als solche Änderungen bereits vorgedacht und durch entsprechende Eingaben in Konfigurationstabellen explizit gemacht sind. Ein Modellverwalter muss daher geschützte Tabellen entsperren können, um diese Systemparameter zu ändern. Will man die Funktion klar vom Modellersteller trennen, so müssen diese Konfigurationsdaten auf ein eigenes Tabellenblatt ausgelagert und zusammengefasst werden, damit dafür ein eigenes Kennwort vergeben werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Modellersteller haben das gesamte Modell erstellt und können es auch in jeder Richtung wieder abändern. Sie haben auch die Entscheidungsgewalt, auf die Festlegung von Rechtebeschränkungen für Modellverwalter und Endanwender zu verzichten und damit auch jedem anderen die Rolle als Modellersteller zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur zur Klarstellung: Diese Unterscheidung in drei Rollen ist keine Funktion, die Sie in irgendeinem Tabellenkalkulationsprogramm finden - es ist selbst ein Modell. Sie sollten sich klar werden, für welche Rolle Sie eine Lösung erarbeiten - und erst aufgrund dieser Entscheidung wird beurteilbar, ob Ihre Lösung als gut oder weniger gut anzusehen ist. Wenn Sie eine Lösung nur für sich selbst erstellen und diese auch selten benutzen werden, dann wird die Ausgestaltung der Rollen sehr rudimentär bleiben und sich wohl auf die des Modellerstellers beschränken. Soll Ihre Lösung dagegen auch anderen als Unterstützung dienen, dann müssen Sie sehr viel mehr Gedanken in die Rollenanforderungen investieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Tabellenkalkulationsmodelle#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4500</id>
		<title>Archivieren</title>
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		<updated>2009-09-20T11:04:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;yambe:breadcrumb&amp;gt;Hauptseite|Hauptseite&amp;lt;/yambe:breadcrumb&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Wenn man einen Brief oder ein E-Mail schreibt, einen Finanzbericht mit einem Tabellenkalkulationsprogramm erstellt oder ein Fax, eine elektronische Rechnung erhält, immer stellt sich die Frage, wo sollen diese Informationen abgelegt werden und wie können sie bei Bedarf möglichst schnell wiedergefunden werden. In modernen Unternehmen und Verwaltungen entstehen heute die meisten Dokumente bereits in digitaler Form und was noch in Papierform vorliegt, wird immer häufiger eingescannt und digital weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
Ein entscheidender Faktor ist die Menge an Informationen, die es zu verwalten gilt. Bereits bei kleineren Unternehmen kommen jährlich leicht mehrere tausend Dokumente zusammen; bei größeren Organisationen geht es letztlich um viele Millionen von Dokumenten, die jährlich anfallen und in digitaler Form verwaltet und aufbewahrt werden müssen. Der nachfolgende Beitrag geht nun der Frage nach, wie und unter welchen Rahmenbedingungen die elektronische Archivierung dieser Informationsflut erfolgen soll.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Englisch|No matter whether you write a letter or an e-mail, establish a financial report using spreadsheet, write a fax or receive an electronic invoice, there is always the question, where to file these pieces of information and how to find them most rapidly if they are needed. Nowadays modern companies and administrations make up most of their documents only digitally anyway and documents which are still in a hardcopy form are more and more often scanned and subsequently processed digitally.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
One decisive factor is the amount of information that has to be administered. Even small enterprises amass thousands of documents each year; in case of bigger organisations the number of documents that has to be governed and stored in a digital form exceeds several millions. Thus the following entry deals with the question how and under which framework conditions the electronic storage of this information flood shall be achieved.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Einstieg: Ablage und Archiv aus Anwendersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den betrieblichen Anwender, der ein physisches oder elektronisches Dokument erzeugt oder erhält (wie z. B. Angebot, Rechnung, Bestellmail, Mahnschreiben, Vertrag, Liquiditätsplan etc.), stellt sich relativ rasch die Frage, was mit diesem Dokument weiter geschehen soll, sobald seine Erstellungs- und/oder Bearbeitungsaktivitäten beendet sind. Unter vorläufiger Außerachtlassung aller organisatorischen oder auch rechtlichen Regelungen stellen sich beispielsweise folgende Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wo und wie werden die Dokumente abgelegt, damit man sie später wieder leicht findet?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sehr oft keine einfache Fragestellung, da die Antwort von vielen Detailfakten abhängen kann. Handelt es sich beispielsweise bei einem Dokument um ein Papierdokument (z. B. um eine schriftliche Bestellung), so kann das Dokument einerseits nach einem entsprechend geordneten System abgelegt werden (Papierarchiv) oder andererseits auch eingescannt und in ein elektronisches Archiv übergeführt werden. Wesentlich ist in beiden Fällen, dass eine einheitliche logische Struktur der Archivierung besteht und vor allem im elektronischen Archiv auch eindeutige Kriterien für eine Beschlagwortung (= Suchkriterien) vorhanden sind.&lt;br /&gt;
Es ist also von großer Bedeutung, dass es für die Organisationseinheit klare und eindeutige Regelungen hinsichtlich der Ablage von Dokumenten und Unterlagen aller Art gibt. Würden diese nicht existieren, so wäre mittelfristig ein organisatorisches Chaos die Folge. Daneben ist noch anzumerken, dass man damit auch gegen gesetzliche und regulatorische Vorgaben verstoßen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Dokumente sind wie lange aufzubewahren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Fragestellung ist der „normale“ Anwender in der Regel überfordert, da die Beantwortung auch von der Art des Dokuments abhängt. Ganz generell kann man dazu sagen, dass aufgrund der regulatorischen Verschärfungen der letzten Jahre sämtliche Dokumente, die in irgendeiner Weise mit der betrieblichen Leistungserstellung im Zusammenhang stehen, auch aufzubewahren und zu archivieren sind. Dies trifft beispielsweise auch auf E-Mails zu. Die Aufbewahrungsfristen können branchen- und dokumentenbezogen unterschiedlich sein; in der Regel kann man allerdings von vielen Jahren ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann erreicht werden, dass man auf Dokumente aus unterschiedlichen Quellen, die zu einem Geschäftsvorfall gehören, zugreifen kann?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Unternehmen ist es üblich und auch notwendig, dass man für die Dokumente eines Geschäftsfalles einen sogenannten „Akt“ erstellt (Verkaufsakte, Transportakte, Patientenakte, Akt für ein Bauansuchen etc.). In diesem „Akt“ sollten letztendlich sämtliche Dokumente, die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Geschäftsfall stehen, landen. Diese Logik muss natürlich auch beibehalten werden, wenn Dokumente elektronisch archiviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Können, sollen oder müssen auch andere Mitarbeiter auf diese Dokumente zugreifen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel wird es so sein, dass einerseits eine ganze Reihe von Personen einen Zugriff auf die Dokumente zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt und es andererseits natürlich auch sein kann, dass andere Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Gründen diese Dokumente nicht sehen dürfen. Es bedarf also entsprechender Regelungen, wer zu was berechtigt ist oder eben nicht. Wenn Dokumente elektronisch archiviert werden, so ist diese Berechtigungsstruktur natürlich auch elektronisch abzubilden.&lt;br /&gt;
Weiters müssen in bestimmten Fällen Unterlagen auch externen Personen zugänglich gemacht werden (z. B. dem Finanzamt im Rahmen der Betriebsprüfung, dem Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom &amp;quot;Papierarchiv&amp;quot; zum &amp;quot;Elektronischen Archiv&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe &#039;&#039;„Archiv“&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;„archivieren“&#039;&#039; sind keine neuen Wortschöpfungen. Ganz im Gegenteil – die sprachlichen Wurzeln liegen in der lateinischen Sprache &#039;&#039;(archivum)&#039;&#039;, die wiederum auf griechische Ursprünge &#039;&#039;(archeίo)&#039;&#039; zurückzuführen ist. Dort verstand man darunter (meist öffentliche) Einrichtungen, in denen wichtige Dokumente und Gegenstände aufbewahrt worden sind.&lt;br /&gt;
Das Aufbewahren und natürlich auch das Wiederfinden von in Archiven abgelegten Dokumenten sind also seit Jahrtausenden von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren Vergangenheit vollzog sich rund um das Thema Archivierung eine ganz wesentliche Erweiterung und Veränderung. Durch das Faktum, dass Informationen nun seit einigen Jahrzehnten neben dem Papieroriginal auch in elektronischer Form vorliegen können, ergab sich die Möglichkeit, diese Dokumente auch in elektronischer Form zu archivieren (&#039;&#039;&#039;elektronisches Archiv&#039;&#039;&#039;). Diese Möglichkeit zur elektronischen Archivierung wurde auch immer häufiger genutzt, da sie zahlreiche Vorteile für das Unternehmen bringt. Inzwischen ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass es möglich ist, dass überhaupt kein Papieroriginal mehr existiert, sondern das Original ausschließlich in elektronischer Form vorliegt (z. B. digital signierte elektronische Rechnung). In diesem Fall besteht keine Wahlmöglichkeit mehr, ob man elektronisch archivieren will oder nicht, hier MUSS elektronisch archiviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind also die wesentlichen &amp;quot;Treiber&amp;quot; für die Verbreitung der elektronischen Archivierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*das explosive Datenwachstum,&lt;br /&gt;
*die zunehmende Digitalisierung der Dokumente,&lt;br /&gt;
*die immer tiefer gehende Automationsunterstützung aller Geschäftsprozesse,&lt;br /&gt;
*die Zentralisierung und Konsolidierung der IT-Landschaften,&lt;br /&gt;
*die einfache abteilungs-, geschäftsbereich- und länderübergreifende Dokumentenrecherche,&lt;br /&gt;
*die immer penibler werdenden internen und externen Nachweispflichten,&lt;br /&gt;
*die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der elektronischen Archivierung wird allerdings einerseits sehr unterschiedlich genutzt und andererseits auch durch Funktionalitäten erweitert, die weit über das Ablegen und Wiederfinden von Informationen hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum hat sich die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Dokumenten-Management-System (DMS)&#039;&#039;&#039; für jene Softwarelösungen durchgesetzt, die die Verwaltung ursprünglich meist papiergebundener Dokumente in elektronischen Systemen umfasst. In solchen Systemen ist das elektronische Archiv allerdings nur ein Teilbereich jener Funktionalitäten, die ein DMS auszeichnen. Typische DMS-Softwaremodule sind beispielsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;COLD&#039;&#039;&#039; (Computer Output on Laserdisk) ist ein Verfahren zur automatisierten Übernahme von Computer-Ausgabedatenströmen (meist Druckdaten) in ein Archivsystem. Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von Spoolfilearchivierung. Die Bezeichnung „on Laserdisk“ hat historische Gründe; heute wird in der Regel auf Magnetplatten abgespeichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;SCAN&#039;&#039;&#039;-Module digitalisieren Papierbelege mittels Scanner (verbunden mit einer automatischen und/oder benutzergeführten Indexierung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das &#039;&#039;&#039;ARCHIV&#039;&#039;&#039;-Modul zur Ablage, Aufbereitung und Verwaltung der Dokumente in einer Datenbank (elektronisches Archiv im engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Dokumenten-Management-System zum Enterprise-Content-Management (ECM) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das klassische elektronische Dokumentenarchiv für sich alleine gesehen nur eine Teilfunktion dessen ist, was moderne Organisationseinheiten zur Erfüllung Ihrer Aufgaben benötigen. Ein DMS ist heute nur mehr eine integrierte Komponente von weitaus mächtigeren Systemen mit Workflow, Collaboration, E-Mail-Management, Webintegration, Business Process Management, Auditing etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Unter Enterprise-Content-Management (ECM) versteht man alle Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu auch den Branchenverband AIIM (Association for Information and Image Management) für ECM (http://www.aiim.org) (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bedeutung ist in dieser Definition der Begriff &#039;&#039;„Content“&#039;&#039;. Content (engl.) mit dem deutschen Wort „Inhalt“ zu übersetzen, greift nicht weit genug. Unter Content wird in diesem Zusammenhang alles verstanden, was an inhaltlicher elektronischer Information in Systemen bereitgehalten wird, unabhängig davon, ob es sich um strukturierte, schwach strukturierte oder unstrukturierte Daten handelt. Beispielsweise kann es sich hier um Rechnungen, gescannte Frachtpapiere, E-Mails, Briefe, Faxnachrichten, Finanzanalysen, Dokumente aus ERP-Systemen aber auch um Fotos, Videos oder Audios handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigen ECM-Komponenten und –Technologien lassen sich in fünf Hauptkategorien einordnen&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management_System (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;CAPTURE&#039;&#039;&#039; (Erfassung): Bildbearbeitung, Formularverarbeitung, COLD, Indexierung, Kategorisierung&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;MANAGE&#039;&#039;&#039; (Verwaltung, Bearbeitung, Nutzung): Dokumentenmanagement, Collaboration, Web-Content-Management, Ablage- und Archivverwaltung, Workflow, Business-Process-Management&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;STORE&#039;&#039;&#039; (Speicherung): Repositories (Speicherorte, Datenspeichersysteme), Library-Services (Search/Retrieval), Speichertechnologien/Medien&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PRESERVE&#039;&#039;&#039; (Erhalten, Bewahren, Archivieren): Langzeitarchivierung, Migration&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;DELIVER&#039;&#039;&#039; (Liefern, Bereitstellen, Ausgeben): Transformations-Techniken, Sicherheits-Techniken, Verteilung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die technischen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Information Lifecycle Management ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangssituation, mit der heute ein Unternehmen konfrontiert ist, sieht häufig so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jährliches Datenwachstum im hohen zweistelligen Prozentbereich und damit oft ungeplantes und teures Wachstum bei den vorhandenen Storagesystemen.&lt;br /&gt;
*Historisch bedingt werden zumeist alle Daten, unabhängig von Art und Wert der Daten, speichertechnologisch gleich behandelt (die Fachabteilungen möchten meist alle Daten so lange wie möglich speichern).&lt;br /&gt;
*Neue und immer schärfere rechtliche Vorschriften führen dazu, dass niemand mehr für das Löschen von Daten verantwortlich sein will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel von Information Lifecycle Management (ILM) ist das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Speichern von Informationen entsprechend ihrem &#039;&#039;Wert&#039;&#039; (Wichtigkeit, Wertigkeit, Kosten),&lt;br /&gt;
*auf dem jeweils &#039;&#039;günstigsten Speichermedium&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
*basierend auf &#039;&#039;Regeln&#039;&#039; und &#039;&#039;Prozessen&#039;&#039; (Klassifizierung der Daten, Quellen und Speichersysteme) zur entsprechenden Behandlung der Information (Automatismen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ILM ist also weder Hardware noch Software, sondern ein organisatorischer Prozess, an dem allerdings mittelfristig kein Unternehmen vorbeikommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenformate / Archivformate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
……… ADB, ADF, ANI, ARC, AVI, BAK, BAT, BIN, BMP, CAT, CBI, CGI, CLL, CSS, CSV, DBF, DGN, DOC, DRM, DRW, DTF, EMD, EXE, FBK, FFX, FRT, GDB, GFX, GKS, HEX, HTM, ICL, IGF, JFIF, JMP, JPEG, LDL, MAD, MBX, MP3, OCX, OLE, OTL, PBR, PRJ, QDT, RAR, RAW, REG, RMD, RTF, SCF, SCV, ………&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Speicherung digitaler Informationen gibt es historisch gesehen unzählige Datenformate, die mehr oder weniger Bedeutung erlangt haben. Es handelt sich dabei teils um proprietäre Datenformate, die meist von großen Hard- oder Softwareanbietern entwickelt wurden und teils um freie, teilweise auch genormte Datenformate, die sich am Markt etabliert haben. Was fehlt, sind einheitliche Standards, die weltweit und langfristig anerkannt und eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Diese, für den IT-Markt nicht unübliche Situation, erschwert natürlich das Thema Archivierung und vor allem die Langzeitarchivierung enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datenformate, die für die Langzeitarchivierung geeignet erscheinen, können auch als Archivformate bezeichnet werden und sollten folgenden Anforderungen genügen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hersteller-, System- und Geräteunabhängigkeit (nicht proprietär);&lt;br /&gt;
*Aufbau der Datenformate ist öffentlich bekannt und dokumentiert;&lt;br /&gt;
*international genormter und öffentlicher Standard;&lt;br /&gt;
*Verzicht auf Komprimierung der Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus derzeitiger Sicht kommen beispielsweise folgende Archivformate, die obige Anforderungen zumindest teilweise erfüllen, in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;TIFF&#039;&#039;&#039; (Tagged Image File Format): sehr gebräuchliches Grafik-Rasterformat&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format): proprietäres ADOBE-Dokumentenformat mit diversen Subformaten	&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF/A&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format/Archiv) : gezielt für die Langzeitarchivierung entwickeltes, international normiertes Dokumentenformat basierend auf PDF (ISO 19005-1 :2005)&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;XML&#039;&#039;&#039; (Extensible Markup Language): Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematischer ist die Situation im Bereich der Archivierung von Audio- und Videodaten, da hier der Normierungs- und Standardisierungsgrad noch geringer ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Speichermedien (Hierarchisches Speichermanagement) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kommen für die Archivierung alle heute üblichen Extern-Speichermedien in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Solid State Disk&#039;&#039;&#039; (SSD): sehr schnell und sehr teuer&lt;br /&gt;
*Konventionelle &#039;&#039;&#039;Festplatten&#039;&#039;&#039; (HDD): schnell und relativ teuer&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Magnetbänder&#039;&#039;&#039; (Tape): langsam und billig	&lt;br /&gt;
*(&#039;&#039;&#039;Optische Speichersysteme&#039;&#039;&#039; (Optical): relativ schnell und relativ billig, bei  neueren Lösungen allerdings nicht mehr gebräuchlich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Medien bzw. welche Kombination von Speichermedien für die Archivierung im Einzelfall tatsächlich verwendet werden, sollte letztlich einer Analyse auf Basis TCO (Total Cost of Ownership) vorbehalten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem &#039;&#039;hierarchischen Speichermanagement (HSM)&#039;&#039; spricht man dann, wenn Datenbestände, auf welche über längere Zeit nicht zugegriffen wurde, automationsgestützt auf ein Speichermedium niedrigerer Hierarchiestufe (billig, dafür aber langsamer Zugriff) ausgelagert werden (beispielsweise von der Festplatte auf ein Magnetband). Greift ein Benutzer auf eine solche ausgelagerte Datei zu, so wird die Datei wieder auf das schnellere Speichermedium zurückkopiert. Für den Benutzer ist diese Aus- bzw. Rücklagerung nicht transparent – er bemerkt höchstens die längere Zugriffszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probleme der Langzeitarchivierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Langzeitarchivierung digitaler Informationen bedeutet, dass sich Unternehmen mit der Problemstellung auseinandersetzen müssen, wie trotz des gerade vom Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie verursachten ständigen technischen Wandels sichergestellt werden kann, dass Informationen möglicherweise auch noch nach vielen Jahrzehnten einwandfrei und eindeutig gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während alte Papierdokumente oft viele Jahrhunderte haltbar sind, trifft dies gerade auf neue Speichermedien nicht zu. Disketten, CDs, Bandkassetten etc. sind oft schon nach wenigen Jahren nicht mehr lesbar. Aber selbst wenn sie lesbar wären, gibt es dann oft die notwendigen Hardwarekomponenten nicht mehr, die solche Medien noch verarbeiten können (z. B. Diskettenlaufwerke, Laufwerke für Wechselplatten). Und sollten selbst diese Hardwarekomponenten verfügbar sein, so sind es dann oft die alten Datenformate, die von den heute verwendeten Applikationen nicht mehr unterstützt werden und daher nicht gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft wird übersehen, dass diese Probleme der Langzeitarchivierung letztendlich sehr bald für einen Großteil der Unternehmen und Verwaltungen relevant wird. Man braucht nur die heute bereits bestehenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die Aufbewahrung von Dokumenten unterschiedlichster Art betrachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Belege aus dem Rechnungswesen sind in Österreich sieben Jahre und in Deutschland zehn Jahre aufzubewahren (zum Teil auch länger).&lt;br /&gt;
*Krankenakte sind zehn bzw. dreißig Jahre und zukünftig lebenslang aufzubewahren.&lt;br /&gt;
*Unterlagen über Lebensversicherungen sind sogar über den Tod des Versicherten hinaus aufzubewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den schnellen Medien- und Systemwandel im IT-Bereich sind folgende Maßnahmen sinnvoll, um die langfristige Verfügbarkeit digitaler Informationen zu gewährleisten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Einsatz offener Standards&#039;&#039;&#039; wie z. B. freier Dokumentenformate, die als relativ langlebig betrachten werden und deren Aufbau öffentlich bekannt ist;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Regelmäßiges Umkopieren&#039;&#039;&#039; von einem alten Speichermedium auf neue Datenträger, um den Verlust von Daten durch die Alterung von Datenträgern zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Softwarelösungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die steigende Bedeutung des Themas „Elektronische Archivierung“ hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren unzählige Archivierungslösungen entwickelt und am Markt angeboten worden sind. Große Softwarehersteller konkurrieren mit kleinen Anbietern, komplette ECM-Suiten mit Speziallösungen für bestimmte Branchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECM-Lösungen werden in den verschiedensten Formen und Varianten angeboten: als einzelne Programmmodule, Komponenten, Baukästen, geschlossene Komplettlösung oder integriert als „Suite“. Dabei kann der Umfang von ECM-Systemen ebenso variieren wie die Zusammenstellung der Komponenten oder die Ausrichtung auf bestimmte Branchen oder Problemfelder.&lt;br /&gt;
Die Weiterentwicklung der reinen Archivierungslösungen in Richtung ECM einerseits und die immer komplexer und restriktiver werdenden regulatorischen Rahmenbedingungen andererseits, werden auch in dieser Branche dazu führen, dass die Zahl der Softwareanbieter sich wieder auf eine überschaubare Anzahl konsolidieren wird. Keiner der großen ERP-System-Anbieter kann es sich heute leisten, keine Lösung für Enterprise Content Management in seinem Portfolio zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgangsweise bei der Auswahl einer ECM-Lösung unterscheidet sich allerdings nicht von jenen Vorgangsweisen, die bei der Auswahl anderer komplexer Softwarelösungen eingehalten werden sollen. Es wird daher hier verzichtet, darauf näher einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die rechtlichen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Die nachfolgenden Themen sind nur als kurzer Exkurs über die inzwischen sehr komplexen und für den &amp;quot;normalen&amp;quot; Anwender schwer überschaubaren rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die die elektronische Archivierung begleiten, gedacht. Vor allem sollen einige wichtige Begriffe erläutert werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== IT-Compliance / IT-Governance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;Compliance&#039;&#039; (engl.) versteht man die Übereinstimmung mit und Erfüllung von rechtlichen und regulativen Vorgaben. Ein entsprechendes regelkonformes Verhalten soll sicherstellen, dass die unternehmerischen Risiken erkannt, bewertet und durch die Implementierung technischer Lösungen erfüllt werden können. Die &#039;&#039;IT-Compliance&#039;&#039; behandelt eben jene Themenbereiche, die in Zusammenhang mit den erforderlichen IT-Landschaften von Organisationseinheiten stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit eng in Zusammenhang steht der Begriff der &#039;&#039;IT-Governance&#039;&#039;. Das Hauptziel von IT-Governance ist es, die Anforderungen an die IT sowie die strategische Bedeutung von IT aus Sicht der Kern- und Führungsprozesse im Unternehmen zu verstehen, um den optimalen Betrieb zur Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen. IT-Governance balanciert damit zwei Bereiche, nämlich das Schaffen von Unternehmenswert und das Minimieren von IT-Risiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was versteht man unter Revisionssicherheit? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der elektronischen Archivierung taucht sehr oft der Begriff der &#039;&#039;„Revisionssicherheit“&#039;&#039; auf. Neben gesetzlicher Vorgaben haben auch verschiedene Organisationen und Verbände Regeln bzw. Merksätze zu diesem Thema aufgestellt. Zum besseren Verständnis werden nachfolgend die wesentlichen &#039;&#039;&#039;Leitsätze zur revisionssicheren elektronischen Archivierung&#039;&#039;&#039; aufgelistet&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.voi.de/phocadownload/voi_merksaetze_der_archivierung.pdf Der VOI - Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. ist der Verband der Anbieter für Enterprise Content Management (ECM) und Dokumenten-Management- Systeme (DMS) in Deutschland (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss nach Maßgabe der rechtlichen und organisatorischen Anforderungen ordnungsgemäß aufbewahrt werden.&lt;br /&gt;
*Die Archivierung hat vollständig zu erfolgen – kein Dokument darf auf dem Weg ins Archiv oder im Archiv selbst verloren gehen.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument ist zum organisatorisch frühestmöglichen Zeitpunkt zu archivieren.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss mit seinem Original übereinstimmen und unveränderbar archiviert werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf nur von entsprechend berechtigten Benutzern eingesehen werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss in angemessener Zeit wiedergefunden und reproduziert werden können.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf frühestens nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet, d.h. aus dem Archiv gelöscht werden.&lt;br /&gt;
*Jede verändernde Aktion im elektronischen Archivsystem muss für Berechtigte nachvollziehbar protokolliert werden.&lt;br /&gt;
*Das gesamte organisatorische und technische Verfahren der Archivierung kann von einem sachverständigen Dritten jederzeit geprüft werden.&lt;br /&gt;
*Bei allen Migrationen und Änderungen im Archivsystem muss die Einhaltung aller zuvor aufgeführten Grundsätze sichergestellt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtliche Vorgaben und Regelwerke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Vielzahl von Rechtsvorschriften und sonstigen Regularien, die Einfluss auf die elektronische Archivierung haben, werden nachfolgend nur einige beispielhaft angeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UGB / BAO – Unternehmensgesetzbuch / Bundesabgabenordnung&lt;br /&gt;
*SigG / SigV – Signaturgesetz / Signaturverordnung&lt;br /&gt;
*InfoSig / InfoSiV – Informationssicherheitsgesetz / -verordnung&lt;br /&gt;
*Basel II&lt;br /&gt;
*SOX (oder SOA) - Sarbanes-Oxley-Act (USA)&lt;br /&gt;
*8. EU-Richtlinie (Euro-SOX)&lt;br /&gt;
*GDPdU – Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (Deutschland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CobiT und ITIL ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die IT-Governance kommen immer mehr Verfahrensmodelle und Werkzeuge, wie CobiT, ITIL und andere in Gebrauch, die Transparenz und Überprüfbarkeit der IT-Landschaft im Unternehmen ermöglichen sollen und somit auch Einfluss auf das Thema ECM haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;CobiT (Control Objectives for Information and Related Technology):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
CobiT ist das international anerkannte Framework zur IT-Governance und gliedert die Aufgaben der IT in Prozesse und Control Objectives. CobiT war ursprünglich als Werkzeug für IT-Prüfer entwickelt worden und hat sich zu einem Werkzeug für die Steuerung der IT aus Unternehmenssicht und für die Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;ITIL (Infrastructure Library):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
ITIL ist eine Sammlung von Good Practices, die die für den Betrieb einer IT-Infrastruktur notwendigen Prozesse beschreiben und ist inzwischen international ein De-fakto-Standard geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;KAMPFFMEYER, Ulrich&#039;&#039;: ECM Enterprise Content Management, Hamburg 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SCHWALM, Steffen / ULLRICH, Rainer&#039;&#039;: Lexikon Dokumentenmanagement und Archivierung, Berlin 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ZÖLLER, Berhard et al.&#039;&#039;: Dokumenten-Management - vom Archiv zum Enterprise Content Management. Code of Practice, Schriftenreihe des VOI e.V., Juni 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SPEHR, Michael&#039;&#039;: Langzeitarchivierung. Das digitale Daten-Desaster, FAZ 2009 http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E1360349FD57942A3871D5308C2F149B4~ATpl~Ecommon~Scontent.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bodenwinkler&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I (21.9.2009), Archivieren#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4496</id>
		<title>Archivieren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4496"/>
		<updated>2009-09-20T10:59:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Was versteht man unter Revisionssicherheit? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;yambe:breadcrumb&amp;gt;Hauptseite|Hauptseite&amp;lt;/yambe:breadcrumb&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Wenn man einen Brief oder ein Email schreibt, einen Finanzbericht mit einem Tabellenkalkulationsprogramm erstellt oder ein Fax, eine elektronische Rechnung erhält, immer stellt sich die Frage, wo sollen diese Informationen abgelegt werden und wie können sie bei Bedarf möglichst schnell wiedergefunden werden. In modernen Unternehmen und Verwaltungen entstehen heute die meisten Dokumente bereits in digitaler Form und was noch in Papierform vorliegt, wird immer häufiger eingescannt und digital weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
Ein entscheidender Faktor ist die Menge an Informationen, die es zu verwalten gilt. Bereits bei kleineren Unternehmen kommen jährlich leicht mehrere tausend Dokumente zusammen; bei größeren Organisationen geht es letztlich um viele Millionen von Dokumenten, die jährlich anfallen und in digitaler Form verwaltet und aufbewahrt werden müssen. Der nachfolgende Beitrag geht nun der Frage nach, wie und unter welchen Rahmenbedingungen die elektronische Archivierung dieser Informationsflut erfolgen soll.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Englisch|No matter whether you write a letter or an email, establish a financial report using spreadsheet, write a fax or receive an electronic invoice, there is always the question, where to file these pieces of information and how to find them most rapidly if they are needed. Nowadays modern companies and administrations make up most of their documents only digitally anyway and documents which are still in a hardcopy form are more and more often scanned and subsequently processed digitally.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
One decisive factor is the amount of information that has to be administered. Even small enterprises amass thousands of documents each year; in case of bigger organisations the number of documents that has to be governed and stored in a digital form exceeds several millions. Thus the following entry deals with the question how and under which framework conditions the electronic storage of this information flood shall be achieved.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Einstieg: Ablage und Archiv aus Anwendersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den betrieblichen Anwender, der ein physisches oder elektronisches Dokument erzeugt oder erhält (wie z. B. Angebot, Rechnung, Bestellmail, Mahnschreiben, Vertrag, Liquiditätsplan etc.), stellt sich relativ rasch die Frage, was mit diesem Dokument weiter geschehen soll, sobald seine Erstellungs- und/oder Bearbeitungsaktivitäten beendet sind. Unter vorläufiger Außerachtlassung aller organisatorischen oder auch rechtlichen Regelungen stellen sich beispielsweise folgende Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wo und wie werden die Dokumente abgelegt, damit man sie später wieder leicht findet?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sehr oft keine einfache Fragestellung, da die Antwort von vielen Detailfakten abhängen kann. Handelt es sich beispielsweise bei einem Dokument um ein Papierdokument (z. B. um eine schriftliche Bestellung), so kann das Dokument einerseits nach einem entsprechend geordneten System abgelegt werden (Papierarchiv) oder andererseits auch eingescannt und in ein elektronisches Archiv übergeführt werden. Wesentlich ist in beiden Fällen, dass eine einheitliche logische Struktur der Archivierung besteht und vor allem im elektronischen Archiv auch eindeutige Kriterien für eine Beschlagwortung (= Suchkriterien) vorhanden sind.&lt;br /&gt;
Es ist also von großer Bedeutung, dass es für die Organisationseinheit klare und eindeutige Regelungen hinsichtlich der Ablage von Dokumenten und Unterlagen aller Art gibt. Würden diese nicht existieren, so wäre mittelfristig ein organisatorisches Chaos die Folge. Daneben ist noch anzumerken, dass man damit auch gegen gesetzliche und regulatorische Vorgaben verstoßen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Dokumente sind wie lange aufzubewahren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Fragestellung ist der „normale“ Anwender in der Regel überfordert, da die Beantwortung auch von der Art des Dokuments abhängt. Ganz generell kann man dazu sagen, dass aufgrund der regulatorischen Verschärfungen der letzten Jahre sämtliche Dokumente, die in irgendeiner Weise mit der betrieblichen Leistungserstellung im Zusammenhang stehen, auch aufzubewahren und zu archivieren sind. Dies trifft beispielsweise auch auf Emails zu. Die Aufbewahrungsfristen können branchen- und dokumentenbezogen unterschiedlich sein; in der Regel kann man allerdings von vielen Jahren ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann erreicht werden, dass man auf Dokumente aus unterschiedlichen Quellen, die zu einem Geschäftsvorfall gehören, zugreifen kann?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Unternehmen ist es üblich und auch notwendig, dass man für die Dokumente eines Geschäftsfalles einen sogenannten „Akt“ erstellt (Verkaufsakte, Transportakte, Patientenakte, Akt für ein Bauansuchen etc.). In diesem „Akt“ sollten letztendlich sämtliche Dokumente, die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Geschäftsfall stehen, landen. Diese Logik muss natürlich auch beibehalten werden, wenn Dokumente elektronisch archiviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Können, sollen oder müssen auch andere Mitarbeiter auf diese Dokumente zugreifen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel wird es so sein, dass einerseits eine ganze Reihe von Personen einen Zugriff auf die Dokumente zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt und es andererseits natürlich auch sein kann, dass andere Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Gründen diese Dokumente nicht sehen dürfen. Es bedarf also entsprechender Regelungen, wer zu was berechtigt ist oder eben nicht. Wenn Dokumente elektronisch archiviert werden, so ist diese Berechtigungsstruktur natürlich auch elektronisch abzubilden.&lt;br /&gt;
Weiters müssen in bestimmten Fällen Unterlagen auch externen Personen zugänglich gemacht werden (z. B. dem Finanzamt im Rahmen der Betriebsprüfung, dem Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom &amp;quot;Papierarchiv&amp;quot; zum &amp;quot;Elektronischen Archiv&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe &#039;&#039;„Archiv“&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;„archivieren“&#039;&#039; sind keine neuen Wortschöpfungen. Ganz im Gegenteil – die sprachlichen Wurzeln liegen in der lateinischen Sprache &#039;&#039;(archivum)&#039;&#039;, die wiederum auf griechische Ursprünge &#039;&#039;(archeίo)&#039;&#039; zurückzuführen ist. Dort verstand man darunter (meist öffentliche) Einrichtungen, in denen wichtige Dokumente und Gegenstände aufbewahrt worden sind.&lt;br /&gt;
Das Aufbewahren und natürlich auch das Wiederfinden von in Archiven abgelegten Dokumenten sind also seit Jahrtausenden von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren Vergangenheit vollzog sich rund um das Thema Archivierung eine ganz wesentliche Erweiterung und Veränderung. Durch das Faktum, dass Informationen nun seit einigen Jahrzehnten neben dem Papieroriginal auch in elektronischer Form vorliegen können, ergab sich die Möglichkeit, diese Dokumente auch in elektronischer Form zu archivieren (&#039;&#039;&#039;elektronisches Archiv&#039;&#039;&#039;). Diese Möglichkeit zur elektronischen Archivierung wurde auch immer häufiger genutzt, da sie zahlreiche Vorteile für das Unternehmen bringt. Inzwischen ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass es möglich ist, dass überhaupt kein Papieroriginal mehr existiert, sondern das Original ausschließlich in elektronischer Form vorliegt (z. B. digital signierte elektronische Rechnung). In diesem Fall besteht keine Wahlmöglichkeit mehr, ob man elektronisch archivieren will oder nicht, hier MUSS elektronisch archiviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind also die wesentlichen &amp;quot;Treiber&amp;quot; für die Verbreitung der elektronischen Archivierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*das explosive Datenwachstum,&lt;br /&gt;
*die zunehmende Digitalisierung der Dokumente,&lt;br /&gt;
*die immer tiefer gehende Automationsunterstützung aller Geschäftsprozesse,&lt;br /&gt;
*die Zentralisierung und Konsolidierung der IT-Landschaften,&lt;br /&gt;
*die einfache abteilungs-, geschäftsbereich- und länderübergreifende Dokumentenrecherche,&lt;br /&gt;
*die immer penibler werdenden internen und externen Nachweispflichten,&lt;br /&gt;
*die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der elektronischen Archivierung wird allerdings einerseits sehr unterschiedlich genutzt und andererseits auch durch Funktionalitäten erweitert, die weit über das Ablegen und Wiederfinden von Informationen hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum hat sich die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Dokumenten-Management-System (DMS)&#039;&#039;&#039; für jene Softwarelösungen durchgesetzt, die die Verwaltung ursprünglich meist papiergebundener Dokumente in elektronischen Systemen umfasst. In solchen Systemen ist das elektronische Archiv allerdings nur ein Teilbereich jener Funktionalitäten, die ein DMS auszeichnen. Typische DMS-Softwaremodule sind beispielsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;COLD&#039;&#039;&#039; (Computer Output on Laserdisk) ist ein Verfahren zur automatisierten Übernahme von Computer-Ausgabedatenströmen (meist Druckdaten) in ein Archivsystem. Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von Spoolfilearchivierung. Die Bezeichnung „on Laserdisk“ hat historische Gründe; heute wird in der Regel auf Magnetplatten abgespeichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;SCAN&#039;&#039;&#039;-Module digitalisieren Papierbelege mittels Scanner (verbunden mit einer automatischen und/oder benutzergeführten Indexierung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das &#039;&#039;&#039;ARCHIV&#039;&#039;&#039;-Modul zur Ablage, Aufbereitung und Verwaltung der Dokumente in einer Datenbank (elektronisches Archiv im engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Dokumenten-Management-System zum Enterprise-Content-Management (ECM) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das klassische elektronische Dokumentenarchiv für sich alleine gesehen nur eine Teilfunktion dessen ist, was moderne Organisationseinheiten zur Erfüllung Ihrer Aufgaben benötigen. Ein DMS ist heute nur mehr eine integrierte Komponente von weitaus mächtigeren Systemen mit Workflow, Collaboration, Email-Management, Webintegration, Business Process Management, Auditing etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Unter Enterprise-Content-Management (ECM) versteht man alle Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu auch den Branchenverband AIIM (Association for Information and Image Management) für ECM (http://www.aiim.org) (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bedeutung ist in dieser Definition der Begriff &#039;&#039;„Content“&#039;&#039;. Content (engl.) mit dem deutschen Wort „Inhalt“ zu übersetzen, greift nicht weit genug. Unter Content wird in diesem Zusammenhang alles verstanden, was an inhaltlicher elektronischer Information in Systemen bereitgehalten wird, unabhängig davon, ob es sich um strukturierte, schwach strukturierte oder unstrukturierte Daten handelt. Beispielsweise kann es sich hier um Rechnungen, gescannte Frachtpapiere, Emails, Briefe, Faxnachrichten, Finanzanalysen, Dokumente aus ERP-Systemen aber auch um Fotos, Videos oder Audios handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigen ECM-Komponenten und –Technologien lassen sich in fünf Hauptkategorien einordnen&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management_System (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;CAPTURE&#039;&#039;&#039; (Erfassung): Bildbearbeitung, Formularverarbeitung, COLD, Indexierung, Kategorisierung&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;MANAGE&#039;&#039;&#039; (Verwaltung, Bearbeitung, Nutzung): Dokumentenmanagement, Collaboration, Web-Content-Management, Ablage- und Archivverwaltung, Workflow, Business-Process-Management&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;STORE&#039;&#039;&#039; (Speicherung): Repositories (Speicherorte, Datenspeichersysteme), Library-Services (Search/Retrieval), Speichertechnologien/Medien&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PRESERVE&#039;&#039;&#039; (Erhalten, Bewahren, Archivieren): Langzeitarchivierung, Migration&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;DELIVER&#039;&#039;&#039; (Liefern, Bereitstellen, Ausgeben): Transformations-Techniken, Sicherheits-Techniken, Verteilung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die technischen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Information Lifecycle Management ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangssituation, mit der heute ein Unternehmen konfrontiert ist, sieht häufig so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jährliches Datenwachstum im hohen zweistelligen Prozentbereich und damit oft ungeplantes und teures Wachstum bei den vorhandenen Storagesystemen.&lt;br /&gt;
*Historisch bedingt werden zumeist alle Daten, unabhängig von Art und Wert der Daten, speichertechnologisch gleich behandelt (die Fachabteilungen möchten meist alle Daten so lange wie möglich speichern).&lt;br /&gt;
*Neue und immer schärfere rechtliche Vorschriften führen dazu, dass niemand mehr für das Löschen von Daten verantwortlich sein will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel von Information Lifecycle Management (ILM) ist das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Speichern von Informationen entsprechend ihrem &#039;&#039;Wert&#039;&#039; (Wichtigkeit, Wertigkeit, Kosten),&lt;br /&gt;
*auf dem jeweils &#039;&#039;günstigsten Speichermedium&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
*basierend auf &#039;&#039;Regeln&#039;&#039; und &#039;&#039;Prozessen&#039;&#039; (Klassifizierung der Daten, Quellen und Speichersysteme) zur entsprechenden Behandlung der Information (Automatismen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ILM ist also weder Hardware noch Software, sondern ein organisatorischer Prozess, an dem allerdings mittelfristig kein Unternehmen vorbeikommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenformate / Archivformate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
……… ADB, ADF, ANI, ARC, AVI, BAK, BAT, BIN, BMP, CAT, CBI, CGI, CLL, CSS, CSV, DBF, DGN, DOC, DRM, DRW, DTF, EMD, EXE, FBK, FFX, FRT, GDB, GFX, GKS, HEX, HTM, ICL, IGF, JFIF, JMP, JPEG, LDL, MAD, MBX, MP3, OCX, OLE, OTL, PBR, PRJ, QDT, RAR, RAW, REG, RMD, RTF, SCF, SCV, ………&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Speicherung digitaler Informationen gibt es historisch gesehen unzählige Datenformate, die mehr oder weniger Bedeutung erlangt haben. Es handelt sich dabei teils um proprietäre Datenformate, die meist von großen Hard- oder Softwareanbietern entwickelt wurden und teils um freie, teilweise auch genormte Datenformate, die sich am Markt etabliert haben. Was fehlt, sind einheitliche Standards, die weltweit und langfristig anerkannt und eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Diese, für den IT-Markt nicht unübliche Situation, erschwert natürlich das Thema Archivierung und vor allem die Langzeitarchivierung enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datenformate, die für die Langzeitarchivierung geeignet erscheinen, können auch als Archivformate bezeichnet werden und sollten folgenden Anforderungen genügen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hersteller-, System- und Geräteunabhängigkeit (nicht proprietär);&lt;br /&gt;
*Aufbau der Datenformate ist öffentlich bekannt und dokumentiert;&lt;br /&gt;
*international genormter und öffentlicher Standard;&lt;br /&gt;
*Verzicht auf Komprimierung der Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus derzeitiger Sicht kommen beispielsweise folgende Archivformate, die obige Anforderungen zumindest teilweise erfüllen, in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;TIFF&#039;&#039;&#039; (Tagged Image File Format): sehr gebräuchliches Grafik-Rasterformat&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format): proprietäres ADOBE-Dokumentenformat mit diversen Subformaten	&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF/A&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format/Archiv) : gezielt für die Langzeitarchivierung entwickeltes, international normiertes Dokumentenformat basierend auf PDF (ISO 19005-1 :2005)&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;XML&#039;&#039;&#039; (Extensible Markup Language): Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematischer ist die Situation im Bereich der Archivierung von Audio- und Videodaten, da hier der Normierungs- und Standardisierungsgrad noch geringer ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Speichermedien (Hierarchisches Speichermanagement) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kommen für die Archivierung alle heute üblichen Extern-Speichermedien in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Solid State Disk&#039;&#039;&#039; (SSD): sehr schnell und sehr teuer&lt;br /&gt;
*Konventionelle &#039;&#039;&#039;Festplatten&#039;&#039;&#039; (HDD): schnell und relativ teuer&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Magnetbänder&#039;&#039;&#039; (Tape): langsam und billig	&lt;br /&gt;
*(&#039;&#039;&#039;Optische Speichersysteme&#039;&#039;&#039; (Optical): relativ schnell und relativ billig, bei  neueren Lösungen allerdings nicht mehr gebräuchlich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Medien bzw. welche Kombination von Speichermedien für die Archivierung im Einzelfall tatsächlich verwendet werden, sollte letztlich einer Analyse auf Basis TCO (Total Cost of Ownership) vorbehalten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem &#039;&#039;hierarchischen Speichermanagement (HSM)&#039;&#039; spricht man dann, wenn Datenbestände, auf welche über längere Zeit nicht zugegriffen wurde, automationsgestützt auf ein Speichermedium niedrigerer Hierarchiestufe (billig, dafür aber langsamer Zugriff) ausgelagert werden (beispielsweise von der Festplatte auf ein Magnetband). Greift ein Benutzer auf eine solche ausgelagerte Datei zu, so wird die Datei wieder auf das schnellere Speichermedium zurückkopiert. Für den Benutzer ist diese Aus- bzw. Rücklagerung nicht transparent – er bemerkt höchstens die längere Zugriffszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probleme der Langzeitarchivierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Langzeitarchivierung digitaler Informationen bedeutet, dass sich Unternehmen mit der Problemstellung auseinandersetzen müssen, wie trotz des gerade vom Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie verursachten ständigen technischen Wandels sichergestellt werden kann, dass Informationen möglicherweise auch noch nach vielen Jahrzehnten einwandfrei und eindeutig gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während alte Papierdokumente oft viele Jahrhunderte haltbar sind, trifft dies gerade auf neue Speichermedien nicht zu. Disketten, CDs, Bandkassetten etc. sind oft schon nach wenigen Jahren nicht mehr lesbar. Aber selbst wenn sie lesbar wären, gibt es dann oft die notwendigen Hardwarekomponenten nicht mehr, die solche Medien noch verarbeiten können (z. B. Diskettenlaufwerke, Laufwerke für Wechselplatten). Und sollten selbst diese Hardwarekomponenten verfügbar sein, so sind es dann oft die alten Datenformate, die von den heute verwendeten Applikationen nicht mehr unterstützt werden und daher nicht gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft wird übersehen, dass diese Probleme der Langzeitarchivierung letztendlich sehr bald für einen Großteil der Unternehmen und Verwaltungen relevant wird. Man braucht nur die heute bereits bestehenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die Aufbewahrung von Dokumenten unterschiedlichster Art betrachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Belege aus dem Rechnungswesen sind in Österreich sieben Jahre und in Deutschland zehn Jahre aufzubewahren (zum Teil auch länger)&lt;br /&gt;
*Krankenakte sind zehn bzw. dreißig Jahre und zukünftig lebenslang aufzubewahren&lt;br /&gt;
*Unterlagen über Lebensversicherungen sind sogar über den Tod des Versicherten hinaus aufzubewahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den schnellen Medien- und Systemwandel im IT-Bereich sind folgende Maßnahmen sinnvoll, um die langfristige Verfügbarkeit digitaler Informationen zu gewährleisten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Einsatz offener Standards&#039;&#039;&#039; wie z. B. freier Dokumentenformate, die als relativ langlebig betrachten werden und deren Aufbau öffentlich bekannt ist&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Regelmäßiges Umkopieren&#039;&#039;&#039; von einem alten Speichermedium auf neue Datenträger, um den Verlust von Daten durch die Alterung von Datenträgern zu verhindern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Softwarelösungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die steigende Bedeutung des Themas „Elektronische Archivierung“ hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren unzählige Archivierungslösungen entwickelt und am Markt angeboten worden sind. Große Softwarehersteller konkurrieren mit kleinen Anbietern, komplette ECM-Suiten mit Speziallösungen für bestimmte Branchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECM-Lösungen werden in den verschiedensten Formen und Varianten angeboten: Als einzelne Programmmodule, Komponenten, Baukästen, geschlossene Komplettlösung oder integriert als „Suite“. Dabei kann der Umfang von ECM-Systemen ebenso variieren wie die Zusammenstellung der Komponenten oder die Ausrichtung auf bestimmte Branchen oder Problemfelder.&lt;br /&gt;
Die Weiterentwicklung der reinen Archivierungslösungen in Richtung ECM einerseits und die immer komplexer und restriktiver werdenden regulatorischen Rahmenbedingungen andererseits, werden auch in dieser Branche dazu führen, dass die Zahl der Softwareanbieter sich wieder auf eine überschaubare Anzahl konsolidieren wird. Keiner der großen ERP-System-Anbieter kann es sich heute leisten, keine Lösung für Enterprise Content Management in seinem Portfolio zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgangsweise bei der Auswahl einer ECM-Lösung unterscheidet sich allerdings nicht von jenen Vorgangsweisen, die bei der Auswahl anderer komplexer Softwarelösungen eingehalten werden sollen. Es wird daher hier verzichtet, darauf näher einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die rechtlichen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Die nachfolgenden Themen sind nur als kurzer Exkurs über die inzwischen sehr komplexen und für den &amp;quot;normalen&amp;quot; Anwender schwer überschaubaren rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die die elektronische Archivierung begleiten, gedacht. Vor allem sollen einige wichtige Begriffe erläutert werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== IT-Compliance / IT-Governance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;Compliance&#039;&#039; (engl.) versteht man die Übereinstimmung mit und Erfüllung von rechtlichen und regulativen Vorgaben. Ein entsprechendes regelkonformes Verhalten soll sicherstellen, dass die unternehmerischen Risiken erkannt, bewertet und durch die Implementierung technischer Lösungen erfüllt werden können. Die &#039;&#039;IT-Compliance&#039;&#039; behandelt eben jene Themenbereiche, die in Zusammenhang mit den erforderlichen IT-Landschaften von Organisationseinheiten stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit eng in Zusammenhang steht der Begriff der &#039;&#039;IT-Governance&#039;&#039;. Das Hauptziel von IT-Governance ist es, die Anforderungen an die IT sowie die strategische Bedeutung von IT aus Sicht der Kern- und Führungsprozesse im Unternehmen zu verstehen, um den optimalen Betrieb zur Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen. IT-Governance balanciert damit zwei Bereiche, nämlich das Schaffen von Unternehmenswert und das Minimieren von IT-Risiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was versteht man unter Revisionssicherheit? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der elektronischen Archivierung taucht sehr oft der Begriff der &#039;&#039;„Revisionssicherheit“&#039;&#039; auf. Neben gesetzlicher Vorgaben haben auch verschiedene Organisationen und Verbände Regeln bzw. Merksätze zu diesem Thema aufgestellt. Zum besseren Verständnis werden nachfolgend die wesentlichen &#039;&#039;&#039;Leitsätze zur revisionssicheren elektronischen Archivierung&#039;&#039;&#039; aufgelistet&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.voi.de/phocadownload/voi_merksaetze_der_archivierung.pdf Der VOI - Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. ist der Verband der Anbieter für Enterprise Content Management (ECM) und Dokumenten-Management- Systeme (DMS) in Deutschland (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss nach Maßgabe der rechtlichen und organisatorischen Anforderungen ordnungsgemäß aufbewahrt werden.&lt;br /&gt;
*Die Archivierung hat vollständig zu erfolgen – kein Dokument darf auf dem Weg ins Archiv oder im Archiv selbst verloren gehen.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument ist zum organisatorisch frühestmöglichen Zeitpunkt zu archivieren.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss mit seinem Original übereinstimmen und unveränderbar archiviert werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf nur von entsprechend berechtigten Benutzern eingesehen werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss in angemessener Zeit wiedergefunden und reproduziert werden können.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf frühestens nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet, d.h. aus dem Archiv gelöscht werden.&lt;br /&gt;
*Jede verändernde Aktion im elektronischen Archivsystem muss für Berechtigte nachvollziehbar protokolliert werden.&lt;br /&gt;
*Das gesamte organisatorische und technische Verfahren der Archivierung kann von einem sachverständigen Dritten jederzeit geprüft werden.&lt;br /&gt;
*Bei allen Migrationen und Änderungen im Archivsystem muss die Einhaltung aller zuvor aufgeführten Grundsätze sichergestellt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtliche Vorgaben und Regelwerke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Vielzahl von Rechtsvorschriften und sonstigen Regularien, die Einfluss auf die elektronische Archivierung haben, werden nachfolgend nur einige beispielhaft angeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UGB / BAO – Unternehmensgesetzbuch / Bundesabgabenordnung&lt;br /&gt;
*SigG / SigV – Signaturgesetz / Signaturverordnung&lt;br /&gt;
*InfoSig / InfoSiV – Informationssicherheitsgesetz / -verordnung&lt;br /&gt;
*Basel II&lt;br /&gt;
*SOX (oder SOA) - Sarbanes-Oxley-Act (USA)&lt;br /&gt;
*8. EU-Richtlinie (Euro-SOX)&lt;br /&gt;
*GDPdU – Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (Deutschland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CobiT und ITIL ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die IT-Governance kommen immer mehr Verfahrensmodelle und Werkzeuge, wie CobiT, ITIL und andere in Gebrauch, die Transparenz und Überprüfbarkeit der IT-Landschaft im Unternehmen ermöglichen sollen und somit auch Einfluss auf das Thema ECM haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;CobiT (Control Objectives for Information and Related Technology):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
CobiT ist das international anerkannte Framework zur IT-Governance und gliedert die Aufgaben der IT in Prozesse und Control Objectives. CobiT war ursprünglich als Werkzeug für IT-Prüfer entwickelt worden und hat sich zu einem Werkzeug für die Steuerung der IT aus Unternehmenssicht und für die Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;ITIL (Infrastructure Library):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
ITIL ist eine Sammlung von Good Practices, die die für den Betrieb einer IT-Infrastruktur notwendigen Prozesse beschreiben und ist inzwischen international ein De-fakto-Standard geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;KAMPFFMEYER, Ulrich&#039;&#039;: ECM Enterprise Content Management, Hamburg 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SCHWALM, Steffen / ULLRICH, Rainer&#039;&#039;: Lexikon Dokumentenmanagement und Archivierung, Berlin 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ZÖLLER, Berhard et al.&#039;&#039;: Dokumenten-Management - vom Archiv zum Enterprise Content Management. Code of Practice, Schriftenreihe des VOI e.V., Juni 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SPEHR, Michael&#039;&#039;: Langzeitarchivierung. Das digitale Daten-Desaster, FAZ 2009 http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E1360349FD57942A3871D5308C2F149B4~ATpl~Ecommon~Scontent.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bodenwinkler&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I (21.9.2009), Archivieren#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4494</id>
		<title>Archivieren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4494"/>
		<updated>2009-09-20T10:58:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Vom Dokumenten-Management-System zum Enterprise-Content-Management (ECM) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;yambe:breadcrumb&amp;gt;Hauptseite|Hauptseite&amp;lt;/yambe:breadcrumb&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Wenn man einen Brief oder ein Email schreibt, einen Finanzbericht mit einem Tabellenkalkulationsprogramm erstellt oder ein Fax, eine elektronische Rechnung erhält, immer stellt sich die Frage, wo sollen diese Informationen abgelegt werden und wie können sie bei Bedarf möglichst schnell wiedergefunden werden. In modernen Unternehmen und Verwaltungen entstehen heute die meisten Dokumente bereits in digitaler Form und was noch in Papierform vorliegt, wird immer häufiger eingescannt und digital weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
Ein entscheidender Faktor ist die Menge an Informationen, die es zu verwalten gilt. Bereits bei kleineren Unternehmen kommen jährlich leicht mehrere tausend Dokumente zusammen; bei größeren Organisationen geht es letztlich um viele Millionen von Dokumenten, die jährlich anfallen und in digitaler Form verwaltet und aufbewahrt werden müssen. Der nachfolgende Beitrag geht nun der Frage nach, wie und unter welchen Rahmenbedingungen die elektronische Archivierung dieser Informationsflut erfolgen soll.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Englisch|No matter whether you write a letter or an email, establish a financial report using spreadsheet, write a fax or receive an electronic invoice, there is always the question, where to file these pieces of information and how to find them most rapidly if they are needed. Nowadays modern companies and administrations make up most of their documents only digitally anyway and documents which are still in a hardcopy form are more and more often scanned and subsequently processed digitally.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
One decisive factor is the amount of information that has to be administered. Even small enterprises amass thousands of documents each year; in case of bigger organisations the number of documents that has to be governed and stored in a digital form exceeds several millions. Thus the following entry deals with the question how and under which framework conditions the electronic storage of this information flood shall be achieved.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Einstieg: Ablage und Archiv aus Anwendersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den betrieblichen Anwender, der ein physisches oder elektronisches Dokument erzeugt oder erhält (wie z. B. Angebot, Rechnung, Bestellmail, Mahnschreiben, Vertrag, Liquiditätsplan etc.), stellt sich relativ rasch die Frage, was mit diesem Dokument weiter geschehen soll, sobald seine Erstellungs- und/oder Bearbeitungsaktivitäten beendet sind. Unter vorläufiger Außerachtlassung aller organisatorischen oder auch rechtlichen Regelungen stellen sich beispielsweise folgende Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wo und wie werden die Dokumente abgelegt, damit man sie später wieder leicht findet?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sehr oft keine einfache Fragestellung, da die Antwort von vielen Detailfakten abhängen kann. Handelt es sich beispielsweise bei einem Dokument um ein Papierdokument (z. B. um eine schriftliche Bestellung), so kann das Dokument einerseits nach einem entsprechend geordneten System abgelegt werden (Papierarchiv) oder andererseits auch eingescannt und in ein elektronisches Archiv übergeführt werden. Wesentlich ist in beiden Fällen, dass eine einheitliche logische Struktur der Archivierung besteht und vor allem im elektronischen Archiv auch eindeutige Kriterien für eine Beschlagwortung (= Suchkriterien) vorhanden sind.&lt;br /&gt;
Es ist also von großer Bedeutung, dass es für die Organisationseinheit klare und eindeutige Regelungen hinsichtlich der Ablage von Dokumenten und Unterlagen aller Art gibt. Würden diese nicht existieren, so wäre mittelfristig ein organisatorisches Chaos die Folge. Daneben ist noch anzumerken, dass man damit auch gegen gesetzliche und regulatorische Vorgaben verstoßen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Dokumente sind wie lange aufzubewahren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Fragestellung ist der „normale“ Anwender in der Regel überfordert, da die Beantwortung auch von der Art des Dokuments abhängt. Ganz generell kann man dazu sagen, dass aufgrund der regulatorischen Verschärfungen der letzten Jahre sämtliche Dokumente, die in irgendeiner Weise mit der betrieblichen Leistungserstellung im Zusammenhang stehen, auch aufzubewahren und zu archivieren sind. Dies trifft beispielsweise auch auf Emails zu. Die Aufbewahrungsfristen können branchen- und dokumentenbezogen unterschiedlich sein; in der Regel kann man allerdings von vielen Jahren ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann erreicht werden, dass man auf Dokumente aus unterschiedlichen Quellen, die zu einem Geschäftsvorfall gehören, zugreifen kann?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Unternehmen ist es üblich und auch notwendig, dass man für die Dokumente eines Geschäftsfalles einen sogenannten „Akt“ erstellt (Verkaufsakte, Transportakte, Patientenakte, Akt für ein Bauansuchen etc.). In diesem „Akt“ sollten letztendlich sämtliche Dokumente, die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Geschäftsfall stehen, landen. Diese Logik muss natürlich auch beibehalten werden, wenn Dokumente elektronisch archiviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Können, sollen oder müssen auch andere Mitarbeiter auf diese Dokumente zugreifen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel wird es so sein, dass einerseits eine ganze Reihe von Personen einen Zugriff auf die Dokumente zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt und es andererseits natürlich auch sein kann, dass andere Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Gründen diese Dokumente nicht sehen dürfen. Es bedarf also entsprechender Regelungen, wer zu was berechtigt ist oder eben nicht. Wenn Dokumente elektronisch archiviert werden, so ist diese Berechtigungsstruktur natürlich auch elektronisch abzubilden.&lt;br /&gt;
Weiters müssen in bestimmten Fällen Unterlagen auch externen Personen zugänglich gemacht werden (z. B. dem Finanzamt im Rahmen der Betriebsprüfung, dem Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom &amp;quot;Papierarchiv&amp;quot; zum &amp;quot;Elektronischen Archiv&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe &#039;&#039;„Archiv“&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;„archivieren“&#039;&#039; sind keine neuen Wortschöpfungen. Ganz im Gegenteil – die sprachlichen Wurzeln liegen in der lateinischen Sprache &#039;&#039;(archivum)&#039;&#039;, die wiederum auf griechische Ursprünge &#039;&#039;(archeίo)&#039;&#039; zurückzuführen ist. Dort verstand man darunter (meist öffentliche) Einrichtungen, in denen wichtige Dokumente und Gegenstände aufbewahrt worden sind.&lt;br /&gt;
Das Aufbewahren und natürlich auch das Wiederfinden von in Archiven abgelegten Dokumenten sind also seit Jahrtausenden von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren Vergangenheit vollzog sich rund um das Thema Archivierung eine ganz wesentliche Erweiterung und Veränderung. Durch das Faktum, dass Informationen nun seit einigen Jahrzehnten neben dem Papieroriginal auch in elektronischer Form vorliegen können, ergab sich die Möglichkeit, diese Dokumente auch in elektronischer Form zu archivieren (&#039;&#039;&#039;elektronisches Archiv&#039;&#039;&#039;). Diese Möglichkeit zur elektronischen Archivierung wurde auch immer häufiger genutzt, da sie zahlreiche Vorteile für das Unternehmen bringt. Inzwischen ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass es möglich ist, dass überhaupt kein Papieroriginal mehr existiert, sondern das Original ausschließlich in elektronischer Form vorliegt (z. B. digital signierte elektronische Rechnung). In diesem Fall besteht keine Wahlmöglichkeit mehr, ob man elektronisch archivieren will oder nicht, hier MUSS elektronisch archiviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind also die wesentlichen &amp;quot;Treiber&amp;quot; für die Verbreitung der elektronischen Archivierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*das explosive Datenwachstum,&lt;br /&gt;
*die zunehmende Digitalisierung der Dokumente,&lt;br /&gt;
*die immer tiefer gehende Automationsunterstützung aller Geschäftsprozesse,&lt;br /&gt;
*die Zentralisierung und Konsolidierung der IT-Landschaften,&lt;br /&gt;
*die einfache abteilungs-, geschäftsbereich- und länderübergreifende Dokumentenrecherche,&lt;br /&gt;
*die immer penibler werdenden internen und externen Nachweispflichten,&lt;br /&gt;
*die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der elektronischen Archivierung wird allerdings einerseits sehr unterschiedlich genutzt und andererseits auch durch Funktionalitäten erweitert, die weit über das Ablegen und Wiederfinden von Informationen hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum hat sich die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Dokumenten-Management-System (DMS)&#039;&#039;&#039; für jene Softwarelösungen durchgesetzt, die die Verwaltung ursprünglich meist papiergebundener Dokumente in elektronischen Systemen umfasst. In solchen Systemen ist das elektronische Archiv allerdings nur ein Teilbereich jener Funktionalitäten, die ein DMS auszeichnen. Typische DMS-Softwaremodule sind beispielsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;COLD&#039;&#039;&#039; (Computer Output on Laserdisk) ist ein Verfahren zur automatisierten Übernahme von Computer-Ausgabedatenströmen (meist Druckdaten) in ein Archivsystem. Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von Spoolfilearchivierung. Die Bezeichnung „on Laserdisk“ hat historische Gründe; heute wird in der Regel auf Magnetplatten abgespeichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;SCAN&#039;&#039;&#039;-Module digitalisieren Papierbelege mittels Scanner (verbunden mit einer automatischen und/oder benutzergeführten Indexierung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das &#039;&#039;&#039;ARCHIV&#039;&#039;&#039;-Modul zur Ablage, Aufbereitung und Verwaltung der Dokumente in einer Datenbank (elektronisches Archiv im engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Dokumenten-Management-System zum Enterprise-Content-Management (ECM) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das klassische elektronische Dokumentenarchiv für sich alleine gesehen nur eine Teilfunktion dessen ist, was moderne Organisationseinheiten zur Erfüllung Ihrer Aufgaben benötigen. Ein DMS ist heute nur mehr eine integrierte Komponente von weitaus mächtigeren Systemen mit Workflow, Collaboration, Email-Management, Webintegration, Business Process Management, Auditing etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Unter Enterprise-Content-Management (ECM) versteht man alle Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu auch den Branchenverband AIIM (Association for Information and Image Management) für ECM (http://www.aiim.org) (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bedeutung ist in dieser Definition der Begriff &#039;&#039;„Content“&#039;&#039;. Content (engl.) mit dem deutschen Wort „Inhalt“ zu übersetzen, greift nicht weit genug. Unter Content wird in diesem Zusammenhang alles verstanden, was an inhaltlicher elektronischer Information in Systemen bereitgehalten wird, unabhängig davon, ob es sich um strukturierte, schwach strukturierte oder unstrukturierte Daten handelt. Beispielsweise kann es sich hier um Rechnungen, gescannte Frachtpapiere, Emails, Briefe, Faxnachrichten, Finanzanalysen, Dokumente aus ERP-Systemen aber auch um Fotos, Videos oder Audios handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigen ECM-Komponenten und –Technologien lassen sich in fünf Hauptkategorien einordnen&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management_System (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;CAPTURE&#039;&#039;&#039; (Erfassung): Bildbearbeitung, Formularverarbeitung, COLD, Indexierung, Kategorisierung&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;MANAGE&#039;&#039;&#039; (Verwaltung, Bearbeitung, Nutzung): Dokumentenmanagement, Collaboration, Web-Content-Management, Ablage- und Archivverwaltung, Workflow, Business-Process-Management&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;STORE&#039;&#039;&#039; (Speicherung): Repositories (Speicherorte, Datenspeichersysteme), Library-Services (Search/Retrieval), Speichertechnologien/Medien&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PRESERVE&#039;&#039;&#039; (Erhalten, Bewahren, Archivieren): Langzeitarchivierung, Migration&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;DELIVER&#039;&#039;&#039; (Liefern, Bereitstellen, Ausgeben): Transformations-Techniken, Sicherheits-Techniken, Verteilung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die technischen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Information Lifecycle Management ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangssituation, mit der heute ein Unternehmen konfrontiert ist, sieht häufig so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jährliches Datenwachstum im hohen zweistelligen Prozentbereich und damit oft ungeplantes und teures Wachstum bei den vorhandenen Storagesystemen.&lt;br /&gt;
*Historisch bedingt werden zumeist alle Daten, unabhängig von Art und Wert der Daten, speichertechnologisch gleich behandelt (die Fachabteilungen möchten meist alle Daten so lange wie möglich speichern).&lt;br /&gt;
*Neue und immer schärfere rechtliche Vorschriften führen dazu, dass niemand mehr für das Löschen von Daten verantwortlich sein will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel von Information Lifecycle Management (ILM) ist das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Speichern von Informationen entsprechend ihrem &#039;&#039;Wert&#039;&#039; (Wichtigkeit, Wertigkeit, Kosten),&lt;br /&gt;
*auf dem jeweils &#039;&#039;günstigsten Speichermedium&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
*basierend auf &#039;&#039;Regeln&#039;&#039; und &#039;&#039;Prozessen&#039;&#039; (Klassifizierung der Daten, Quellen und Speichersysteme) zur entsprechenden Behandlung der Information (Automatismen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ILM ist also weder Hardware noch Software, sondern ein organisatorischer Prozess, an dem allerdings mittelfristig kein Unternehmen vorbeikommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenformate / Archivformate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
……… ADB, ADF, ANI, ARC, AVI, BAK, BAT, BIN, BMP, CAT, CBI, CGI, CLL, CSS, CSV, DBF, DGN, DOC, DRM, DRW, DTF, EMD, EXE, FBK, FFX, FRT, GDB, GFX, GKS, HEX, HTM, ICL, IGF, JFIF, JMP, JPEG, LDL, MAD, MBX, MP3, OCX, OLE, OTL, PBR, PRJ, QDT, RAR, RAW, REG, RMD, RTF, SCF, SCV, ………&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Speicherung digitaler Informationen gibt es historisch gesehen unzählige Datenformate, die mehr oder weniger Bedeutung erlangt haben. Es handelt sich dabei teils um proprietäre Datenformate, die meist von großen Hard- oder Softwareanbietern entwickelt wurden und teils um freie, teilweise auch genormte Datenformate, die sich am Markt etabliert haben. Was fehlt, sind einheitliche Standards, die weltweit und langfristig anerkannt und eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Diese, für den IT-Markt nicht unübliche Situation, erschwert natürlich das Thema Archivierung und vor allem die Langzeitarchivierung enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datenformate, die für die Langzeitarchivierung geeignet erscheinen, können auch als Archivformate bezeichnet werden und sollten folgenden Anforderungen genügen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hersteller-, System- und Geräteunabhängigkeit (nicht proprietär);&lt;br /&gt;
*Aufbau der Datenformate ist öffentlich bekannt und dokumentiert;&lt;br /&gt;
*international genormter und öffentlicher Standard;&lt;br /&gt;
*Verzicht auf Komprimierung der Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus derzeitiger Sicht kommen beispielsweise folgende Archivformate, die obige Anforderungen zumindest teilweise erfüllen, in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;TIFF&#039;&#039;&#039; (Tagged Image File Format): sehr gebräuchliches Grafik-Rasterformat&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format): proprietäres ADOBE-Dokumentenformat mit diversen Subformaten	&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF/A&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format/Archiv) : gezielt für die Langzeitarchivierung entwickeltes, international normiertes Dokumentenformat basierend auf PDF (ISO 19005-1 :2005)&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;XML&#039;&#039;&#039; (Extensible Markup Language): Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematischer ist die Situation im Bereich der Archivierung von Audio- und Videodaten, da hier der Normierungs- und Standardisierungsgrad noch geringer ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Speichermedien (Hierarchisches Speichermanagement) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kommen für die Archivierung alle heute üblichen Extern-Speichermedien in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Solid State Disk&#039;&#039;&#039; (SSD): sehr schnell und sehr teuer&lt;br /&gt;
*Konventionelle &#039;&#039;&#039;Festplatten&#039;&#039;&#039; (HDD): schnell und relativ teuer&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Magnetbänder&#039;&#039;&#039; (Tape): langsam und billig	&lt;br /&gt;
*(&#039;&#039;&#039;Optische Speichersysteme&#039;&#039;&#039; (Optical): relativ schnell und relativ billig, bei  neueren Lösungen allerdings nicht mehr gebräuchlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Medien bzw. welche Kombination von Speichermedien für die Archivierung im Einzelfall tatsächlich verwendet werden, sollte letztlich einer Analyse auf Basis TCO (Total Cost of Ownership) vorbehalten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem &#039;&#039;hierarchischen Speichermanagement (HSM)&#039;&#039; spricht man dann, wenn Datenbestände, auf welche über längere Zeit nicht zugegriffen wurde, automationsgestützt auf ein Speichermedium niedrigerer Hierarchiestufe (billig, dafür aber langsamer Zugriff) ausgelagert werden (beispielsweise von der Festplatte auf ein Magnetband). Greift ein Benutzer auf eine solche ausgelagerte Datei zu, so wird die Datei wieder auf das schnellere Speichermedium zurückkopiert. Für den Benutzer ist diese Aus- bzw. Rücklagerung nicht transparent – er bemerkt höchstens die längere Zugriffszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probleme der Langzeitarchivierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Langzeitarchivierung digitaler Informationen bedeutet, dass sich Unternehmen mit der Problemstellung auseinandersetzen müssen, wie trotz des gerade vom Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie verursachten ständigen technischen Wandels sichergestellt werden kann, dass Informationen möglicherweise auch noch nach vielen Jahrzehnten einwandfrei und eindeutig gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während alte Papierdokumente oft viele Jahrhunderte haltbar sind, trifft dies gerade auf neue Speichermedien nicht zu. Disketten, CDs, Bandkassetten etc. sind oft schon nach wenigen Jahren nicht mehr lesbar. Aber selbst wenn sie lesbar wären, gibt es dann oft die notwendigen Hardwarekomponenten nicht mehr, die solche Medien noch verarbeiten können (z. B. Diskettenlaufwerke, Laufwerke für Wechselplatten). Und sollten selbst diese Hardwarekomponenten verfügbar sein, so sind es dann oft die alten Datenformate, die von den heute verwendeten Applikationen nicht mehr unterstützt werden und daher nicht gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft wird übersehen, dass diese Probleme der Langzeitarchivierung letztendlich sehr bald für einen Großteil der Unternehmen und Verwaltungen relevant wird. Man braucht nur die heute bereits bestehenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die Aufbewahrung von Dokumenten unterschiedlichster Art betrachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Belege aus dem Rechnungswesen sind in Österreich sieben Jahre und in Deutschland zehn Jahre aufzubewahren (zum Teil auch länger)&lt;br /&gt;
*Krankenakte sind zehn bzw. dreißig Jahre und zukünftig lebenslang aufzubewahren&lt;br /&gt;
*Unterlagen über Lebensversicherungen sind sogar über den Tod des Versicherten hinaus aufzubewahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den schnellen Medien- und Systemwandel im IT-Bereich sind folgende Maßnahmen sinnvoll, um die langfristige Verfügbarkeit digitaler Informationen zu gewährleisten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Einsatz offener Standards&#039;&#039;&#039; wie z. B. freier Dokumentenformate, die als relativ langlebig betrachten werden und deren Aufbau öffentlich bekannt ist&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Regelmäßiges Umkopieren&#039;&#039;&#039; von einem alten Speichermedium auf neue Datenträger, um den Verlust von Daten durch die Alterung von Datenträgern zu verhindern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Softwarelösungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die steigende Bedeutung des Themas „Elektronische Archivierung“ hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren unzählige Archivierungslösungen entwickelt und am Markt angeboten worden sind. Große Softwarehersteller konkurrieren mit kleinen Anbietern, komplette ECM-Suiten mit Speziallösungen für bestimmte Branchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECM-Lösungen werden in den verschiedensten Formen und Varianten angeboten: Als einzelne Programmmodule, Komponenten, Baukästen, geschlossene Komplettlösung oder integriert als „Suite“. Dabei kann der Umfang von ECM-Systemen ebenso variieren wie die Zusammenstellung der Komponenten oder die Ausrichtung auf bestimmte Branchen oder Problemfelder.&lt;br /&gt;
Die Weiterentwicklung der reinen Archivierungslösungen in Richtung ECM einerseits und die immer komplexer und restriktiver werdenden regulatorischen Rahmenbedingungen andererseits, werden auch in dieser Branche dazu führen, dass die Zahl der Softwareanbieter sich wieder auf eine überschaubare Anzahl konsolidieren wird. Keiner der großen ERP-System-Anbieter kann es sich heute leisten, keine Lösung für Enterprise Content Management in seinem Portfolio zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgangsweise bei der Auswahl einer ECM-Lösung unterscheidet sich allerdings nicht von jenen Vorgangsweisen, die bei der Auswahl anderer komplexer Softwarelösungen eingehalten werden sollen. Es wird daher hier verzichtet, darauf näher einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die rechtlichen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Die nachfolgenden Themen sind nur als kurzer Exkurs über die inzwischen sehr komplexen und für den &amp;quot;normalen&amp;quot; Anwender schwer überschaubaren rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die die elektronische Archivierung begleiten, gedacht. Vor allem sollen einige wichtige Begriffe erläutert werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== IT-Compliance / IT-Governance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;Compliance&#039;&#039; (engl.) versteht man die Übereinstimmung mit und Erfüllung von rechtlichen und regulativen Vorgaben. Ein entsprechendes regelkonformes Verhalten soll sicherstellen, dass die unternehmerischen Risiken erkannt, bewertet und durch die Implementierung technischer Lösungen erfüllt werden können. Die &#039;&#039;IT-Compliance&#039;&#039; behandelt eben jene Themenbereiche, die in Zusammenhang mit den erforderlichen IT-Landschaften von Organisationseinheiten stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit eng in Zusammenhang steht der Begriff der &#039;&#039;IT-Governance&#039;&#039;. Das Hauptziel von IT-Governance ist es, die Anforderungen an die IT sowie die strategische Bedeutung von IT aus Sicht der Kern- und Führungsprozesse im Unternehmen zu verstehen, um den optimalen Betrieb zur Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen. IT-Governance balanciert damit zwei Bereiche, nämlich das Schaffen von Unternehmenswert und das Minimieren von IT-Risiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was versteht man unter Revisionssicherheit? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der elektronischen Archivierung taucht sehr oft der Begriff der &#039;&#039;„Revisionssicherheit“&#039;&#039; auf. Neben gesetzlicher Vorgaben haben auch verschiedene Organisationen und Verbände Regeln bzw. Merksätze zu diesem Thema aufgestellt. Zum besseren Verständnis werden nachfolgend die wesentlichen &#039;&#039;&#039;Leitsätze zur revisionssicheren elektronischen Archivierung&#039;&#039;&#039; aufgelistet&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.voi.de/phocadownload/voi_merksaetze_der_archivierung.pdf Der VOI - Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. ist der Verband der Anbieter für Enterprise Content Management (ECM) und Dokumenten-Management- Systeme (DMS) in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss nach Maßgabe der rechtlichen und organisatorischen Anforderungen ordnungsgemäß aufbewahrt werden.&lt;br /&gt;
*Die Archivierung hat vollständig zu erfolgen – kein Dokument darf auf dem Weg ins Archiv oder im Archiv selbst verloren gehen.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument ist zum organisatorisch frühestmöglichen Zeitpunkt zu archivieren.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss mit seinem Original übereinstimmen und unveränderbar archiviert werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf nur von entsprechend berechtigten Benutzern eingesehen werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss in angemessener Zeit wiedergefunden und reproduziert werden können.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf frühestens nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet, d.h. aus dem Archiv gelöscht werden.&lt;br /&gt;
*Jede verändernde Aktion im elektronischen Archivsystem muss für Berechtigte nachvollziehbar protokolliert werden.&lt;br /&gt;
*Das gesamte organisatorische und technische Verfahren der Archivierung kann von einem sachverständigen Dritten jederzeit geprüft werden.&lt;br /&gt;
*Bei allen Migrationen und Änderungen im Archivsystem muss die Einhaltung aller zuvor aufgeführten Grundsätze sichergestellt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtliche Vorgaben und Regelwerke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Vielzahl von Rechtsvorschriften und sonstigen Regularien, die Einfluss auf die elektronische Archivierung haben, werden nachfolgend nur einige beispielhaft angeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UGB / BAO – Unternehmensgesetzbuch / Bundesabgabenordnung&lt;br /&gt;
*SigG / SigV – Signaturgesetz / Signaturverordnung&lt;br /&gt;
*InfoSig / InfoSiV – Informationssicherheitsgesetz / -verordnung&lt;br /&gt;
*Basel II&lt;br /&gt;
*SOX (oder SOA) - Sarbanes-Oxley-Act (USA)&lt;br /&gt;
*8. EU-Richtlinie (Euro-SOX)&lt;br /&gt;
*GDPdU – Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (Deutschland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CobiT und ITIL ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die IT-Governance kommen immer mehr Verfahrensmodelle und Werkzeuge, wie CobiT, ITIL und andere in Gebrauch, die Transparenz und Überprüfbarkeit der IT-Landschaft im Unternehmen ermöglichen sollen und somit auch Einfluss auf das Thema ECM haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;CobiT (Control Objectives for Information and Related Technology):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
CobiT ist das international anerkannte Framework zur IT-Governance und gliedert die Aufgaben der IT in Prozesse und Control Objectives. CobiT war ursprünglich als Werkzeug für IT-Prüfer entwickelt worden und hat sich zu einem Werkzeug für die Steuerung der IT aus Unternehmenssicht und für die Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;ITIL (Infrastructure Library):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
ITIL ist eine Sammlung von Good Practices, die die für den Betrieb einer IT-Infrastruktur notwendigen Prozesse beschreiben und ist inzwischen international ein De-fakto-Standard geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;KAMPFFMEYER, Ulrich&#039;&#039;: ECM Enterprise Content Management, Hamburg 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SCHWALM, Steffen / ULLRICH, Rainer&#039;&#039;: Lexikon Dokumentenmanagement und Archivierung, Berlin 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ZÖLLER, Berhard et al.&#039;&#039;: Dokumenten-Management - vom Archiv zum Enterprise Content Management. Code of Practice, Schriftenreihe des VOI e.V., Juni 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SPEHR, Michael&#039;&#039;: Langzeitarchivierung. Das digitale Daten-Desaster, FAZ 2009 http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E1360349FD57942A3871D5308C2F149B4~ATpl~Ecommon~Scontent.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bodenwinkler&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I (21.9.2009), Archivieren#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4492</id>
		<title>Archivieren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4492"/>
		<updated>2009-09-20T10:58:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Vom Dokumenten-Management-System zum Enterprise-Content-Management (ECM) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;yambe:breadcrumb&amp;gt;Hauptseite|Hauptseite&amp;lt;/yambe:breadcrumb&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Wenn man einen Brief oder ein Email schreibt, einen Finanzbericht mit einem Tabellenkalkulationsprogramm erstellt oder ein Fax, eine elektronische Rechnung erhält, immer stellt sich die Frage, wo sollen diese Informationen abgelegt werden und wie können sie bei Bedarf möglichst schnell wiedergefunden werden. In modernen Unternehmen und Verwaltungen entstehen heute die meisten Dokumente bereits in digitaler Form und was noch in Papierform vorliegt, wird immer häufiger eingescannt und digital weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
Ein entscheidender Faktor ist die Menge an Informationen, die es zu verwalten gilt. Bereits bei kleineren Unternehmen kommen jährlich leicht mehrere tausend Dokumente zusammen; bei größeren Organisationen geht es letztlich um viele Millionen von Dokumenten, die jährlich anfallen und in digitaler Form verwaltet und aufbewahrt werden müssen. Der nachfolgende Beitrag geht nun der Frage nach, wie und unter welchen Rahmenbedingungen die elektronische Archivierung dieser Informationsflut erfolgen soll.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Englisch|No matter whether you write a letter or an email, establish a financial report using spreadsheet, write a fax or receive an electronic invoice, there is always the question, where to file these pieces of information and how to find them most rapidly if they are needed. Nowadays modern companies and administrations make up most of their documents only digitally anyway and documents which are still in a hardcopy form are more and more often scanned and subsequently processed digitally.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
One decisive factor is the amount of information that has to be administered. Even small enterprises amass thousands of documents each year; in case of bigger organisations the number of documents that has to be governed and stored in a digital form exceeds several millions. Thus the following entry deals with the question how and under which framework conditions the electronic storage of this information flood shall be achieved.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Einstieg: Ablage und Archiv aus Anwendersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den betrieblichen Anwender, der ein physisches oder elektronisches Dokument erzeugt oder erhält (wie z. B. Angebot, Rechnung, Bestellmail, Mahnschreiben, Vertrag, Liquiditätsplan etc.), stellt sich relativ rasch die Frage, was mit diesem Dokument weiter geschehen soll, sobald seine Erstellungs- und/oder Bearbeitungsaktivitäten beendet sind. Unter vorläufiger Außerachtlassung aller organisatorischen oder auch rechtlichen Regelungen stellen sich beispielsweise folgende Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wo und wie werden die Dokumente abgelegt, damit man sie später wieder leicht findet?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sehr oft keine einfache Fragestellung, da die Antwort von vielen Detailfakten abhängen kann. Handelt es sich beispielsweise bei einem Dokument um ein Papierdokument (z. B. um eine schriftliche Bestellung), so kann das Dokument einerseits nach einem entsprechend geordneten System abgelegt werden (Papierarchiv) oder andererseits auch eingescannt und in ein elektronisches Archiv übergeführt werden. Wesentlich ist in beiden Fällen, dass eine einheitliche logische Struktur der Archivierung besteht und vor allem im elektronischen Archiv auch eindeutige Kriterien für eine Beschlagwortung (= Suchkriterien) vorhanden sind.&lt;br /&gt;
Es ist also von großer Bedeutung, dass es für die Organisationseinheit klare und eindeutige Regelungen hinsichtlich der Ablage von Dokumenten und Unterlagen aller Art gibt. Würden diese nicht existieren, so wäre mittelfristig ein organisatorisches Chaos die Folge. Daneben ist noch anzumerken, dass man damit auch gegen gesetzliche und regulatorische Vorgaben verstoßen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Dokumente sind wie lange aufzubewahren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Fragestellung ist der „normale“ Anwender in der Regel überfordert, da die Beantwortung auch von der Art des Dokuments abhängt. Ganz generell kann man dazu sagen, dass aufgrund der regulatorischen Verschärfungen der letzten Jahre sämtliche Dokumente, die in irgendeiner Weise mit der betrieblichen Leistungserstellung im Zusammenhang stehen, auch aufzubewahren und zu archivieren sind. Dies trifft beispielsweise auch auf Emails zu. Die Aufbewahrungsfristen können branchen- und dokumentenbezogen unterschiedlich sein; in der Regel kann man allerdings von vielen Jahren ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann erreicht werden, dass man auf Dokumente aus unterschiedlichen Quellen, die zu einem Geschäftsvorfall gehören, zugreifen kann?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Unternehmen ist es üblich und auch notwendig, dass man für die Dokumente eines Geschäftsfalles einen sogenannten „Akt“ erstellt (Verkaufsakte, Transportakte, Patientenakte, Akt für ein Bauansuchen etc.). In diesem „Akt“ sollten letztendlich sämtliche Dokumente, die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Geschäftsfall stehen, landen. Diese Logik muss natürlich auch beibehalten werden, wenn Dokumente elektronisch archiviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Können, sollen oder müssen auch andere Mitarbeiter auf diese Dokumente zugreifen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel wird es so sein, dass einerseits eine ganze Reihe von Personen einen Zugriff auf die Dokumente zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt und es andererseits natürlich auch sein kann, dass andere Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Gründen diese Dokumente nicht sehen dürfen. Es bedarf also entsprechender Regelungen, wer zu was berechtigt ist oder eben nicht. Wenn Dokumente elektronisch archiviert werden, so ist diese Berechtigungsstruktur natürlich auch elektronisch abzubilden.&lt;br /&gt;
Weiters müssen in bestimmten Fällen Unterlagen auch externen Personen zugänglich gemacht werden (z. B. dem Finanzamt im Rahmen der Betriebsprüfung, dem Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom &amp;quot;Papierarchiv&amp;quot; zum &amp;quot;Elektronischen Archiv&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe &#039;&#039;„Archiv“&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;„archivieren“&#039;&#039; sind keine neuen Wortschöpfungen. Ganz im Gegenteil – die sprachlichen Wurzeln liegen in der lateinischen Sprache &#039;&#039;(archivum)&#039;&#039;, die wiederum auf griechische Ursprünge &#039;&#039;(archeίo)&#039;&#039; zurückzuführen ist. Dort verstand man darunter (meist öffentliche) Einrichtungen, in denen wichtige Dokumente und Gegenstände aufbewahrt worden sind.&lt;br /&gt;
Das Aufbewahren und natürlich auch das Wiederfinden von in Archiven abgelegten Dokumenten sind also seit Jahrtausenden von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren Vergangenheit vollzog sich rund um das Thema Archivierung eine ganz wesentliche Erweiterung und Veränderung. Durch das Faktum, dass Informationen nun seit einigen Jahrzehnten neben dem Papieroriginal auch in elektronischer Form vorliegen können, ergab sich die Möglichkeit, diese Dokumente auch in elektronischer Form zu archivieren (&#039;&#039;&#039;elektronisches Archiv&#039;&#039;&#039;). Diese Möglichkeit zur elektronischen Archivierung wurde auch immer häufiger genutzt, da sie zahlreiche Vorteile für das Unternehmen bringt. Inzwischen ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass es möglich ist, dass überhaupt kein Papieroriginal mehr existiert, sondern das Original ausschließlich in elektronischer Form vorliegt (z. B. digital signierte elektronische Rechnung). In diesem Fall besteht keine Wahlmöglichkeit mehr, ob man elektronisch archivieren will oder nicht, hier MUSS elektronisch archiviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind also die wesentlichen &amp;quot;Treiber&amp;quot; für die Verbreitung der elektronischen Archivierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*das explosive Datenwachstum,&lt;br /&gt;
*die zunehmende Digitalisierung der Dokumente,&lt;br /&gt;
*die immer tiefer gehende Automationsunterstützung aller Geschäftsprozesse,&lt;br /&gt;
*die Zentralisierung und Konsolidierung der IT-Landschaften,&lt;br /&gt;
*die einfache abteilungs-, geschäftsbereich- und länderübergreifende Dokumentenrecherche,&lt;br /&gt;
*die immer penibler werdenden internen und externen Nachweispflichten,&lt;br /&gt;
*die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der elektronischen Archivierung wird allerdings einerseits sehr unterschiedlich genutzt und andererseits auch durch Funktionalitäten erweitert, die weit über das Ablegen und Wiederfinden von Informationen hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum hat sich die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Dokumenten-Management-System (DMS)&#039;&#039;&#039; für jene Softwarelösungen durchgesetzt, die die Verwaltung ursprünglich meist papiergebundener Dokumente in elektronischen Systemen umfasst. In solchen Systemen ist das elektronische Archiv allerdings nur ein Teilbereich jener Funktionalitäten, die ein DMS auszeichnen. Typische DMS-Softwaremodule sind beispielsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;COLD&#039;&#039;&#039; (Computer Output on Laserdisk) ist ein Verfahren zur automatisierten Übernahme von Computer-Ausgabedatenströmen (meist Druckdaten) in ein Archivsystem. Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von Spoolfilearchivierung. Die Bezeichnung „on Laserdisk“ hat historische Gründe; heute wird in der Regel auf Magnetplatten abgespeichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;SCAN&#039;&#039;&#039;-Module digitalisieren Papierbelege mittels Scanner (verbunden mit einer automatischen und/oder benutzergeführten Indexierung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das &#039;&#039;&#039;ARCHIV&#039;&#039;&#039;-Modul zur Ablage, Aufbereitung und Verwaltung der Dokumente in einer Datenbank (elektronisches Archiv im engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Dokumenten-Management-System zum Enterprise-Content-Management (ECM) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das klassische elektronische Dokumentenarchiv für sich alleine gesehen nur eine Teilfunktion dessen ist, was moderne Organisationseinheiten zur Erfüllung Ihrer Aufgaben benötigen. Ein DMS ist heute nur mehr eine integrierte Komponente von weitaus mächtigeren Systemen mit Workflow, Collaboration, Email-Management, Webintegration, Business Process Management, Auditing etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Unter Enterprise-Content-Management (ECM) versteht man alle Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu auch den Branchenverband AIIM (Association for Information and Image Management) für ECM (http://www.aiim.org) (30.8.2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bedeutung ist in dieser Definition der Begriff &#039;&#039;„Content“&#039;&#039;. Content (engl.) mit dem deutschen Wort „Inhalt“ zu übersetzen, greift nicht weit genug. Unter Content wird in diesem Zusammenhang alles verstanden, was an inhaltlicher elektronischer Information in Systemen bereitgehalten wird, unabhängig davon, ob es sich um strukturierte, schwach strukturierte oder unstrukturierte Daten handelt. Beispielsweise kann es sich hier um Rechnungen, gescannte Frachtpapiere, Emails, Briefe, Faxnachrichten, Finanzanalysen, Dokumente aus ERP-Systemen aber auch um Fotos, Videos oder Audios handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigen ECM-Komponenten und –Technologien lassen sich in fünf Hauptkategorien einordnen&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management_System&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;CAPTURE&#039;&#039;&#039; (Erfassung): Bildbearbeitung, Formularverarbeitung, COLD, Indexierung, Kategorisierung&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;MANAGE&#039;&#039;&#039; (Verwaltung, Bearbeitung, Nutzung): Dokumentenmanagement, Collaboration, Web-Content-Management, Ablage- und Archivverwaltung, Workflow, Business-Process-Management&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;STORE&#039;&#039;&#039; (Speicherung): Repositories (Speicherorte, Datenspeichersysteme), Library-Services (Search/Retrieval), Speichertechnologien/Medien&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PRESERVE&#039;&#039;&#039; (Erhalten, Bewahren, Archivieren): Langzeitarchivierung, Migration&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;DELIVER&#039;&#039;&#039; (Liefern, Bereitstellen, Ausgeben): Transformations-Techniken, Sicherheits-Techniken, Verteilung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die technischen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Information Lifecycle Management ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangssituation, mit der heute ein Unternehmen konfrontiert ist, sieht häufig so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jährliches Datenwachstum im hohen zweistelligen Prozentbereich und damit oft ungeplantes und teures Wachstum bei den vorhandenen Storagesystemen.&lt;br /&gt;
*Historisch bedingt werden zumeist alle Daten, unabhängig von Art und Wert der Daten, speichertechnologisch gleich behandelt (die Fachabteilungen möchten meist alle Daten so lange wie möglich speichern).&lt;br /&gt;
*Neue und immer schärfere rechtliche Vorschriften führen dazu, dass niemand mehr für das Löschen von Daten verantwortlich sein will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel von Information Lifecycle Management (ILM) ist das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Speichern von Informationen entsprechend ihrem &#039;&#039;Wert&#039;&#039; (Wichtigkeit, Wertigkeit, Kosten),&lt;br /&gt;
*auf dem jeweils &#039;&#039;günstigsten Speichermedium&#039;&#039;,&lt;br /&gt;
*basierend auf &#039;&#039;Regeln&#039;&#039; und &#039;&#039;Prozessen&#039;&#039; (Klassifizierung der Daten, Quellen und Speichersysteme) zur entsprechenden Behandlung der Information (Automatismen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ILM ist also weder Hardware noch Software, sondern ein organisatorischer Prozess, an dem allerdings mittelfristig kein Unternehmen vorbeikommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenformate / Archivformate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
……… ADB, ADF, ANI, ARC, AVI, BAK, BAT, BIN, BMP, CAT, CBI, CGI, CLL, CSS, CSV, DBF, DGN, DOC, DRM, DRW, DTF, EMD, EXE, FBK, FFX, FRT, GDB, GFX, GKS, HEX, HTM, ICL, IGF, JFIF, JMP, JPEG, LDL, MAD, MBX, MP3, OCX, OLE, OTL, PBR, PRJ, QDT, RAR, RAW, REG, RMD, RTF, SCF, SCV, ………&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Speicherung digitaler Informationen gibt es historisch gesehen unzählige Datenformate, die mehr oder weniger Bedeutung erlangt haben. Es handelt sich dabei teils um proprietäre Datenformate, die meist von großen Hard- oder Softwareanbietern entwickelt wurden und teils um freie, teilweise auch genormte Datenformate, die sich am Markt etabliert haben. Was fehlt, sind einheitliche Standards, die weltweit und langfristig anerkannt und eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Diese, für den IT-Markt nicht unübliche Situation, erschwert natürlich das Thema Archivierung und vor allem die Langzeitarchivierung enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datenformate, die für die Langzeitarchivierung geeignet erscheinen, können auch als Archivformate bezeichnet werden und sollten folgenden Anforderungen genügen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hersteller-, System- und Geräteunabhängigkeit (nicht proprietär);&lt;br /&gt;
*Aufbau der Datenformate ist öffentlich bekannt und dokumentiert;&lt;br /&gt;
*international genormter und öffentlicher Standard;&lt;br /&gt;
*Verzicht auf Komprimierung der Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus derzeitiger Sicht kommen beispielsweise folgende Archivformate, die obige Anforderungen zumindest teilweise erfüllen, in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;TIFF&#039;&#039;&#039; (Tagged Image File Format): sehr gebräuchliches Grafik-Rasterformat&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format): proprietäres ADOBE-Dokumentenformat mit diversen Subformaten	&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF/A&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format/Archiv) : gezielt für die Langzeitarchivierung entwickeltes, international normiertes Dokumentenformat basierend auf PDF (ISO 19005-1 :2005)&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;XML&#039;&#039;&#039; (Extensible Markup Language): Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematischer ist die Situation im Bereich der Archivierung von Audio- und Videodaten, da es hier der Normierungs- und Standardisierungsgrad noch geringer ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Speichermedien (Hierarchisches Speichermanagement) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kommen für die Archivierung alle heute üblichen Extern-Speichermedien in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Solid State Disk&#039;&#039;&#039; (SSD): sehr schnell und sehr teuer&lt;br /&gt;
*Konventionelle &#039;&#039;&#039;Festplatten&#039;&#039;&#039; (HDD): schnell und relativ teuer&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Magnetbänder&#039;&#039;&#039; (Tape): langsam und billig	&lt;br /&gt;
*(&#039;&#039;&#039;Optische Speichersysteme&#039;&#039;&#039; (Optical): relativ schnell und relativ billig, bei  neueren Lösungen allerdings nicht mehr gebräuchlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Medien bzw. welche Kombination von Speichermedien für die Archivierung im Einzelfall tatsächlich verwendet werden, sollte letztlich einer Analyse auf Basis TCO (Total Cost of Ownership) vorbehalten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem &#039;&#039;hierarchischen Speichermanagement (HSM)&#039;&#039; spricht man dann, wenn Datenbestände, auf welche über längere Zeit nicht zugegriffen wurde, automationsgestützt auf ein Speichermedium niedrigerer Hierarchiestufe (billig, dafür aber langsamer Zugriff) ausgelagert werden (beispielsweise von der Festplatte auf ein Magnetband). Greift ein Benutzer auf eine solche ausgelagerte Datei zu, so wird die Datei wieder auf das schnellere Speichermedium zurückkopiert. Für den Benutzer ist diese Aus- bzw. Rücklagerung nicht transparent – er bemerkt höchstens die längere Zugriffszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probleme der Langzeitarchivierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Langzeitarchivierung digitaler Informationen bedeutet, dass sich Unternehmen mit der Problemstellung auseinandersetzen müssen, wie trotz des gerade vom Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie verursachten ständigen technischen Wandels sichergestellt werden kann, dass Informationen möglicherweise auch noch nach vielen Jahrzehnten einwandfrei und eindeutig gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während alte Papierdokumente oft viele Jahrhunderte haltbar sind, trifft dies gerade auf neue Speichermedien nicht zu. Disketten, CDs, Bandkassetten etc. sind oft schon nach wenigen Jahren nicht mehr lesbar. Aber selbst wenn sie lesbar wären, gibt es dann oft die notwendigen Hardwarekomponenten nicht mehr, die solche Medien noch verarbeiten können (z. B. Diskettenlaufwerke, Laufwerke für Wechselplatten). Und sollten selbst diese Hardwarekomponenten verfügbar sein, so sind es dann oft die alten Datenformate, die von den heute verwendeten Applikationen nicht mehr unterstützt werden und daher nicht gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft wird übersehen, dass diese Probleme der Langzeitarchivierung letztendlich sehr bald für einen Großteil der Unternehmen und Verwaltungen relevant wird. Man braucht nur die heute bereits bestehenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die Aufbewahrung von Dokumenten unterschiedlichster Art betrachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Belege aus dem Rechnungswesen sind in Österreich sieben Jahre und in Deutschland zehn Jahre aufzubewahren (zum Teil auch länger)&lt;br /&gt;
*Krankenakte sind zehn bzw. dreißig Jahre und zukünftig lebenslang aufzubewahren&lt;br /&gt;
*Unterlagen über Lebensversicherungen sind sogar über den Tod des Versicherten hinaus aufzubewahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den schnellen Medien- und Systemwandel im IT-Bereich sind folgende Maßnahmen sinnvoll, um die langfristige Verfügbarkeit digitaler Informationen zu gewährleisten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Einsatz offener Standards&#039;&#039;&#039; wie z. B. freier Dokumentenformate, die als relativ langlebig betrachten werden und deren Aufbau öffentlich bekannt ist&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Regelmäßiges Umkopieren&#039;&#039;&#039; von einem alten Speichermedium auf neue Datenträger, um den Verlust von Daten durch die Alterung von Datenträgern zu verhindern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Softwarelösungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die steigende Bedeutung des Themas „Elektronische Archivierung“ hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren unzählige Archivierungslösungen entwickelt und am Markt angeboten worden sind. Große Softwarehersteller konkurrieren mit kleinen Anbietern, komplette ECM-Suiten mit Speziallösungen für bestimmte Branchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECM-Lösungen werden in den verschiedensten Formen und Varianten angeboten: Als einzelne Programmmodule, Komponenten, Baukästen, geschlossene Komplettlösung oder integriert als „Suite“. Dabei kann der Umfang von ECM-Systemen ebenso variieren wie die Zusammenstellung der Komponenten oder die Ausrichtung auf bestimmte Branchen oder Problemfelder.&lt;br /&gt;
Die Weiterentwicklung der reinen Archivierungslösungen in Richtung ECM einerseits und die immer komplexer und restriktiver werdenden regulatorischen Rahmenbedingungen andererseits, werden auch in dieser Branche dazu führen, dass die Zahl der Softwareanbieter sich wieder auf eine überschaubare Anzahl konsolidieren wird. Keiner der großen ERP-System-Anbieter kann es sich heute leisten, keine Lösung für Enterprise Content Management in seinem Portfolio zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgangsweise bei der Auswahl einer ECM-Lösung unterscheidet sich allerdings nicht von jenen Vorgangsweisen, die bei der Auswahl anderer komplexer Softwarelösungen eingehalten werden sollen. Es wird daher hier verzichtet, darauf näher einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die rechtlichen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Die nachfolgenden Themen sind nur als kurzer Exkurs über die inzwischen sehr komplexen und für den &amp;quot;normalen&amp;quot; Anwender schwer überschaubaren rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die die elektronische Archivierung begleiten, gedacht. Vor allem sollen einige wichtige Begriffe erläutert werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== IT-Compliance / IT-Governance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;Compliance&#039;&#039; (engl.) versteht man die Übereinstimmung mit und Erfüllung von rechtlichen und regulativen Vorgaben. Ein entsprechendes regelkonformes Verhalten soll sicherstellen, dass die unternehmerischen Risiken erkannt, bewertet und durch die Implementierung technischer Lösungen erfüllt werden können. Die &#039;&#039;IT-Compliance&#039;&#039; behandelt eben jene Themenbereiche, die in Zusammenhang mit den erforderlichen IT-Landschaften von Organisationseinheiten stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit eng in Zusammenhang steht der Begriff der &#039;&#039;IT-Governance&#039;&#039;. Das Hauptziel von IT-Governance ist es, die Anforderungen an die IT sowie die strategische Bedeutung von IT aus Sicht der Kern- und Führungsprozesse im Unternehmen zu verstehen, um den optimalen Betrieb zur Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen. IT-Governance balanciert damit zwei Bereiche, nämlich das Schaffen von Unternehmenswert und das Minimieren von IT-Risiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was versteht man unter Revisionssicherheit? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der elektronischen Archivierung taucht sehr oft der Begriff der &#039;&#039;„Revisionssicherheit“&#039;&#039; auf. Neben gesetzlicher Vorgaben haben auch verschiedene Organisationen und Verbände Regeln bzw. Merksätze zu diesem Thema aufgestellt. Zum besseren Verständnis werden nachfolgend die wesentlichen &#039;&#039;&#039;Leitsätze zur revisionssicheren elektronischen Archivierung&#039;&#039;&#039; aufgelistet&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.voi.de/phocadownload/voi_merksaetze_der_archivierung.pdf Der VOI - Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. ist der Verband der Anbieter für Enterprise Content Management (ECM) und Dokumenten-Management- Systeme (DMS) in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss nach Maßgabe der rechtlichen und organisatorischen Anforderungen ordnungsgemäß aufbewahrt werden.&lt;br /&gt;
*Die Archivierung hat vollständig zu erfolgen – kein Dokument darf auf dem Weg ins Archiv oder im Archiv selbst verloren gehen.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument ist zum organisatorisch frühestmöglichen Zeitpunkt zu archivieren.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss mit seinem Original übereinstimmen und unveränderbar archiviert werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf nur von entsprechend berechtigten Benutzern eingesehen werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss in angemessener Zeit wiedergefunden und reproduziert werden können.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf frühestens nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet, d.h. aus dem Archiv gelöscht werden.&lt;br /&gt;
*Jede verändernde Aktion im elektronischen Archivsystem muss für Berechtigte nachvollziehbar protokolliert werden.&lt;br /&gt;
*Das gesamte organisatorische und technische Verfahren der Archivierung kann von einem sachverständigen Dritten jederzeit geprüft werden.&lt;br /&gt;
*Bei allen Migrationen und Änderungen im Archivsystem muss die Einhaltung aller zuvor aufgeführten Grundsätze sichergestellt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtliche Vorgaben und Regelwerke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Vielzahl von Rechtsvorschriften und sonstigen Regularien, die Einfluss auf die elektronische Archivierung haben, werden nachfolgend nur einige beispielhaft angeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UGB / BAO – Unternehmensgesetzbuch / Bundesabgabenordnung&lt;br /&gt;
*SigG / SigV – Signaturgesetz / Signaturverordnung&lt;br /&gt;
*InfoSig / InfoSiV – Informationssicherheitsgesetz / -verordnung&lt;br /&gt;
*Basel II&lt;br /&gt;
*SOX (oder SOA) - Sarbanes-Oxley-Act (USA)&lt;br /&gt;
*8. EU-Richtlinie (Euro-SOX)&lt;br /&gt;
*GDPdU – Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (Deutschland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CobiT und ITIL ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die IT-Governance kommen immer mehr Verfahrensmodelle und Werkzeuge, wie CobiT, ITIL und andere in Gebrauch, die Transparenz und Überprüfbarkeit der IT-Landschaft im Unternehmen ermöglichen sollen und somit auch Einfluss auf das Thema ECM haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;CobiT (Control Objectives for Information and Related Technology):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
CobiT ist das international anerkannte Framework zur IT-Governance und gliedert die Aufgaben der IT in Prozesse und Control Objectives. CobiT war ursprünglich als Werkzeug für IT-Prüfer entwickelt worden und hat sich zu einem Werkzeug für die Steuerung der IT aus Unternehmenssicht und für die Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;ITIL (Infrastructure Library):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
ITIL ist eine Sammlung von Good Practices, die die für den Betrieb einer IT-Infrastruktur notwendigen Prozesse beschreiben und ist inzwischen international ein De-fakto-Standard geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;KAMPFFMEYER, Ulrich&#039;&#039;: ECM Enterprise Content Management, Hamburg 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SCHWALM, Steffen / ULLRICH, Rainer&#039;&#039;: Lexikon Dokumentenmanagement und Archivierung, Berlin 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ZÖLLER, Berhard et al.&#039;&#039;: Dokumenten-Management - vom Archiv zum Enterprise Content Management. Code of Practice, Schriftenreihe des VOI e.V., Juni 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SPEHR, Michael&#039;&#039;: Langzeitarchivierung. Das digitale Daten-Desaster, FAZ 2009 http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E1360349FD57942A3871D5308C2F149B4~ATpl~Ecommon~Scontent.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bodenwinkler&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I (21.9.2009), Archivieren#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4474</id>
		<title>Archivieren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4474"/>
		<updated>2009-09-20T09:45:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;yambe:breadcrumb&amp;gt;Hauptseite|Hauptseite&amp;lt;/yambe:breadcrumb&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Wenn man einen Brief oder ein Email schreibt, einen Finanzbericht mit einem Tabellenkalkulationsprogramm erstellt oder ein Fax, eine elektronische Rechnung erhält, immer stellt sich die Frage, wo sollen diese Informationen abgelegt werden und wie können sie bei Bedarf möglichst schnell wiedergefunden werden. In modernen Unternehmen und Verwaltungen entstehen heute die meisten Dokumente bereits in digitaler Form und was noch in Papierform vorliegt, wird immer häufiger eingescannt und digital weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
Ein entscheidender Faktor ist die Menge an Informationen, die es zu verwalten gilt. Bereits bei kleineren Unternehmen kommen jährlich leicht mehrere tausend Dokumente zusammen; bei größeren Organisationen geht es letztlich um viele Millionen von Dokumenten, die jährlich anfallen und in digitaler Form verwaltet und aufbewahrt werden müssen. Der nachfolgende Beitrag geht nun der Frage nach, wie und unter welchen Rahmenbedingungen die elektronische Archivierung dieser Informationsflut erfolgen soll.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Englisch|No matter whether you write a letter or an email, establish a financial report using spreadsheet, write a fax or receive an electronic invoice, there is always the question, where to file these pieces of information and how to find them most rapidly if they are needed. Nowadays modern companies and administrations make up most of their documents only digitally anyway and documents which are still in a hardcopy form are more and more often scanned and subsequently processed digitally.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
One decisive factor is the amount of information that has to be administered. Even small enterprises amass thousands of documents each year; in case of bigger organisations the number of documents that has to be governed and stored in a digital form exceeds several millions. Thus the following entry deals with the question how and under which framework conditions the electronic storage of this information flood shall be achieved.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Einstieg: Ablage und Archiv aus Anwendersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den betrieblichen Anwender, der ein physisches oder elektronisches Dokument erzeugt oder erhält (wie z. B. Angebot, Rechnung, Bestellmail, Mahnschreiben, Vertrag, Liquiditätsplan etc.), stellt sich relativ rasch die Frage, was mit diesem Dokument weiter geschehen soll, sobald seine Erstellungs- und/oder Bearbeitungsaktivitäten beendet sind. Unter vorläufiger Außerachtlassung aller organisatorischen oder auch rechtlichen Regelungen stellen sich beispielsweise folgende Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wo und wie werden die Dokumente abgelegt, damit man sie später wieder leicht findet?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sehr oft keine einfache Fragestellung, da die Antwort von vielen Detailfakten abhängen kann. Handelt es sich beispielsweise bei einem Dokument um ein Papierdokument (z. B. um eine schriftliche Bestellung), so kann das Dokument einerseits nach einem entsprechend geordneten System abgelegt werden (Papierarchiv) oder andererseits auch eingescannt und in ein elektronisches Archiv übergeführt werden. Wesentlich ist in beiden Fällen, dass eine einheitliche logische Struktur der Archivierung besteht und vor allem im elektronischen Archiv auch eindeutige Kriterien für eine Beschlagwortung (= Suchkriterien) vorhanden sind.&lt;br /&gt;
Es ist also von großer Bedeutung, dass es für die Organisationseinheit klare und eindeutige Regelungen hinsichtlich der Ablage von Dokumenten und Unterlagen aller Art gibt. Würden diese nicht existieren, so wäre mittelfristig ein organisatorisches Chaos die Folge. Daneben ist noch anzumerken, dass man damit auch gegen gesetzliche und regulatorische Vorgaben verstoßen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Dokumente sind wie lange aufzubewahren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Fragestellung ist der „normale“ Anwender in der Regel überfordert, da die Beantwortung auch von der Art des Dokuments abhängt. Ganz generell kann man dazu sagen, dass aufgrund der regulatorischen Verschärfungen der letzten Jahre sämtliche Dokumente, die in irgendeiner Weise mit der betrieblichen Leistungserstellung im Zusammenhang stehen, auch aufzubewahren und zu archivieren sind. Dies trifft beispielsweise auch auf Emails zu. Die Aufbewahrungsfristen können branchen- und dokumentenbezogen unterschiedlich sein; in der Regel kann man allerdings von vielen Jahren ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann erreicht werden, dass man auf Dokumente aus unterschiedlichen Quellen, die zu einem Geschäftsvorfall gehören, zugreifen kann?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Unternehmen ist es üblich und auch notwendig, dass man für die Dokumente eines Geschäftsfalles einen sogenannten „Akt“ erstellt (Verkaufsakte, Transportakte, Patientenakte, Akt für ein Bauansuchen etc.). In diesem „Akt“ sollten letztendlich sämtliche Dokumente, die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Geschäftsfall stehen, landen. Diese Logik muss natürlich auch beibehalten werden, wenn Dokumente elektronisch archiviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Können, sollen oder müssen auch andere Mitarbeiter auf diese Dokumente zugreifen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel wird es so sein, dass einerseits eine ganze Reihe von Personen einen Zugriff auf die Dokumente zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt und es andererseits natürlich auch sein kann, dass andere Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Gründen diese Dokumente nicht sehen dürfen. Es bedarf also entsprechender Regelungen, wer zu was berechtigt ist oder eben nicht. Wenn Dokumente elektronisch archiviert werden, so ist diese Berechtigungsstruktur natürlich auch elektronisch abzubilden.&lt;br /&gt;
Weiters müssen in bestimmten Fällen Unterlagen auch externen Personen zugänglich gemacht werden (z. B. dem Finanzamt im Rahmen der Betriebsprüfung, dem Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom &amp;quot;Papierarchiv&amp;quot; zum &amp;quot;Elektronischen Archiv&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe &#039;&#039;„Archiv“&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;„archivieren“&#039;&#039; sind keine neuen Wortschöpfungen. Ganz im Gegenteil – die sprachlichen Wurzeln liegen in der lateinischen Sprache &#039;&#039;(archivum)&#039;&#039;, die wiederum auf griechische Ursprünge &#039;&#039;(archeίo)&#039;&#039; zurückzuführen ist. Dort verstand man darunter (meist öffentliche) Einrichtungen, in denen wichtige Dokumente und Gegenstände aufbewahrt worden sind.&lt;br /&gt;
Das Aufbewahren und natürlich auch das Wiederfinden von in Archiven abgelegten Dokumenten sind also seit Jahrtausenden von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren Vergangenheit vollzog sich rund um das Thema Archivierung eine ganz wesentliche Erweiterung und Veränderung. Durch das Faktum, dass Informationen nun seit einigen Jahrzehnten neben dem Papieroriginal auch in elektronischer Form vorliegen können, ergab sich die Möglichkeit, diese Dokumente auch in elektronischer Form zu archivieren (&#039;&#039;&#039;elektronisches Archiv&#039;&#039;&#039;). Diese Möglichkeit zur elektronischen Archivierung wurde auch immer häufiger genutzt, da sie zahlreiche Vorteile für das Unternehmen bringt. Inzwischen ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass es möglich ist, dass überhaupt kein Papieroriginal mehr existiert, sondern das Original ausschließlich in elektronischer Form vorliegt (z. B. digital signierte elektronische Rechnung). In diesem Fall besteht keine Wahlmöglichkeit mehr, ob man elektronisch archivieren will oder nicht, hier MUSS elektronisch archiviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind also die wesentlichen &amp;quot;Treiber&amp;quot; für die Verbreitung der elektronischen Archivierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*das explosive Datenwachstum,&lt;br /&gt;
*die zunehmende Digitalisierung der Dokumente,&lt;br /&gt;
*die immer tiefer gehende Automationsunterstützung aller Geschäftsprozesse,&lt;br /&gt;
*die Zentralisierung und Konsolidierung der IT-Landschaften,&lt;br /&gt;
*die einfache abteilungs-, geschäftsbereich- und länderübergreifende Dokumentenrecherche,&lt;br /&gt;
*die immer penibler werdenden internen und externen Nachweispflichten,&lt;br /&gt;
*die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der elektronischen Archivierung wird allerdings einerseits sehr unterschiedlich genutzt und andererseits auch durch Funktionalitäten erweitert, die weit über das Ablegen und Wiederfinden von Informationen hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum hat sich die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Dokumenten-Management-System (DMS)&#039;&#039;&#039; für jene Softwarelösungen durchgesetzt, die die Verwaltung ursprünglich meist papiergebundener Dokumente in elektronischen Systemen umfasst. In solchen Systemen ist das elektronische Archiv allerdings nur ein Teilbereich jener Funktionalitäten, die ein DMS auszeichnen. Typische DMS-Softwaremodule sind beispielsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;COLD&#039;&#039;&#039; (Computer Output on Laserdisk) ist ein Verfahren zur automatisierten Übernahme von Computer-Ausgabedatenströmen (meist Druckdaten) in ein Archivsystem. Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von Spoolfilearchivierung. Die Bezeichnung „on Laserdisk“ hat historische Gründe; heute wird in der Regel auf Magnetplatten abgespeichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;SCAN&#039;&#039;&#039;-Module digitalisieren Papierbelege mittels Scanner (verbunden mit einer automatischen und/oder benutzergeführten Indexierung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das &#039;&#039;&#039;ARCHIV&#039;&#039;&#039;-Modul zur Ablage, Aufbereitung und Verwaltung der Dokumente in einer Datenbank (elektronisches Archiv im engeren Sinne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Dokumenten-Management-System zum Enterprise-Content-Management (ECM) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das klassische elektronische Dokumentenarchiv für sich alleine gesehen nur eine Teilfunktion dessen ist, was moderne Organisationseinheiten zur Erfüllung Ihrer Aufgaben benötigen. Ein DMS ist heute nur mehr eine integrierte Komponente von weitaus mächtigeren Systemen mit Workflow, Collaboration, Email-Management, Webintegration, Business Process Management, Auditing, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Unter Enterprise Content Management (ECM) versteht man alle Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu auch den Branchenverband AIIM (Association for Information and Image Management) für ECM (http://www.aiim.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bedeutung ist in dieser Definition der Begriff &#039;&#039;„Content“&#039;&#039;. Content (engl.) mit dem deutschen Wort „Inhalt“ zu übersetzen, greift nicht weit genug. Unter Content wird in diesem Zusammenhang alles verstanden, was an inhaltlicher elektronischer Information in Systemen bereitgehalten wird, unabhängig davon, ob es sich um strukturierte, schwach strukturierte oder unstrukturierte Daten handelt. Beispielsweise kann es sich hier um Rechnungen, gescannte Frachtpapiere, Emails, Briefe, Faxnachrichten, Finanzanalysen, Dokumente aus ERP-Systemen aber auch Fotos, Videos oder Audios handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigen ECM-Komponenten und –Technologien lassen sich in fünf Hauptkategorien einordnen&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management_System&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;CAPTURE&#039;&#039;&#039; (Erfassung): Bildbearbeitung, Formularverarbeitung, COLD, Indexierung, Kategorisierung&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;MANAGE&#039;&#039;&#039; (Verwaltung, Bearbeitung, Nutzung): Dokumentenmanagement, Collaboration, Web-Content-Management, Ablage- und Archivverwaltung, Workflow, Business-Process-Management&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;STORE&#039;&#039;&#039; (Speicherung): Repositories (Speicherorte, Datenspeichersysteme), Library-Services (Search/Retrieval), Speichertechnologien/Medien&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PRESERVE&#039;&#039;&#039; (Erhalten, Bewahren, Archivieren): Langzeitarchivierung, Migration&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;DELIVER&#039;&#039;&#039; (Liefern, Bereitstellen, Ausgeben): Transformations-Techniken, Sicherheits-Techniken, Verteilung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die technischen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Information Lifecycle Management ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangssituation, mit der heute ein Unternehmen konfrontiert ist, sieht häufig so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jährliches Datenwachstum im hohen zweistelligen Prozentbereich und damit oft ungeplantes und teures Wachstum bei den vorhandenen Storagesystemen&lt;br /&gt;
*Historisch bedingt werden zumeist alle Daten, unabhängig von Art und Wert der Daten, speichertechnologisch gleich behandelt (die Fachabteilungen möchten meist alle Daten so lange wie möglich speichern)&lt;br /&gt;
*Neue und immer schärfere rechtliche Vorschriften führen dazu, dass niemand mehr für das Löschen von Daten verantwortlich sein will&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel von Information Lifecycle Management (ILM) ist das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Speichern von Informationen entsprechend ihrem &#039;&#039;Wert&#039;&#039; (Wichtigkeit, Wertigkeit, Kosten)&lt;br /&gt;
*auf dem jeweils &#039;&#039;günstigsten Speichermedium&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*basierend auf &#039;&#039;Regeln&#039;&#039; und &#039;&#039;Prozessen&#039;&#039; (Klassifizierung der Daten, Quellen und Speichersysteme) zur entsprechenden Behandlung der Information (Automatismen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ILM ist also weder Hardware noch Software sondern ein organisatorischer Prozess, an dem allerdings mittelfristig kein Unternehmen vorbeikommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenformate / Archivformate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
……… ADB, ADF, ANI, ARC, AVI, BAK, BAT, BIN, BMP, CAT, CBI, CGI, CLL, CSS, CSV, DBF, DGN, DOC, DRM, DRW, DTF, EMD, EXE, FBK, FFX, FRT, GDB, GFX, GKS, HEX, HTM, ICL, IGF, JFIF, JMP, JPEG, LDL, MAD, MBX, MP3, OCX, OLE, OTL, PBR, PRJ, QDT, RAR, RAW, REG, RMD, RTF, SCF, SCV, ………&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Speicherung digitaler Informationen gibt es historisch gesehen unzählige Datenformate, die mehr oder weniger Bedeutung erlangt haben. Es handelt sich dabei teils um proprietäre Datenformate, die meist von großen Hard- oder Softwareanbietern entwickelt wurden und teils um freie, teilweise auch genormte Datenformate, die sich am Markt etabliert haben. Was fehlt, sind einheitliche Standards, die weltweit und langfristig anerkannt und eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Diese, für den IT-Markt nicht unübliche Situation, erschwert natürlich das Thema Archivierung und vor allem die Langzeitarchivierung enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datenformate, die für die Langzeitarchivierung geeignet erscheinen, können auch als Archivformate bezeichnet werden, und sollten folgenden Anforderungen genügen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hersteller-, System- und Geräteunabhängigkeit (nicht proprietär)&lt;br /&gt;
*Aufbau der Datenformate ist öffentlich bekannt und dokumentiert&lt;br /&gt;
*International genormter und öffentlicher Standard&lt;br /&gt;
*Verzicht auf Komprimierung der Daten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus derzeitiger Sicht kommen beispielsweise folgende Archivformate, die obige Anforderungen zumindest teilweise erfüllen, in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;TIFF&#039;&#039;&#039; (Tagged Image File Format): sehr gebräuchliches Grafik-Rasterformat&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format): proprietäres ADOBE-Dokumentenformat mit diversen Subformaten	&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF/A&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format/Archiv) : gezielt für die Langzeitarchivierung entwickeltes, international normiertes Dokumentenformat basierend auf PDF (ISO 19005-1 :2005)&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;XML&#039;&#039;&#039; (Extensible Markup Language): Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematischer ist die Situation im Bereich der Archivierung von Audio- und Videodaten, da es hier der Normierungs- und Standardisierungsgrad noch geringer ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Speichermedien (Hierarchisches Speichermanagement) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kommen für die Archivierung alle heute üblichen Extern-Speichermedien in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Solid State Disk&#039;&#039;&#039; (SSD): sehr schnell und sehr teuer&lt;br /&gt;
*Konventionelle &#039;&#039;&#039;Festplatten&#039;&#039;&#039; (HDD): schnell und relativ teuer&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Magnetbänder&#039;&#039;&#039; (Tape): langsam und billig	&lt;br /&gt;
*(&#039;&#039;&#039;Optische Speichersysteme&#039;&#039;&#039; (Optical): relativ schnell und relativ billig, bei  neueren Lösungen allerdings nicht mehr gebräuchlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Medien bzw. welche Kombination von Speichermedien für die Archivierung im Einzelfall tatsächlich verwendet werden, sollte letztlich einer Analyse auf Basis TCO (Total Cost of Ownership) vorbehalten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem &#039;&#039;hierarchischen Speichermanagement (HSM)&#039;&#039; spricht man dann, wenn Datenbestände, auf welche über längere Zeit nicht zugegriffen wurde, automationsgestützt auf ein Speichermedium niedrigerer Hierarchiestufe (billig, dafür aber langsamer Zugriff) ausgelagert werden (beispielsweise von der Festplatte auf ein Magnetband). Greift ein Benutzer auf eine solche ausgelagerte Datei zu, so wird die Datei wieder auf das schnellere Speichermedium zurückkopiert. Für den Benutzer ist diese Aus- bzw. Rücklagerung nicht transparent – er bemerkt höchstens die längere Zugriffszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probleme der Langzeitarchivierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Langzeitarchivierung digitaler Informationen bedeutet, dass sich Unternehmen mit der Problemstellung auseinandersetzen müssen, wie trotz des gerade vom Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie verursachten ständigen technischen Wandels sichergestellt werden kann, dass Informationen möglicherweise auch noch nach vielen Jahrzehnten einwandfrei und eindeutig gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während alte Papierdokumente oft viele Jahrhunderte haltbar sind, trifft dies gerade auf neue Speichermedien nicht zu. Disketten, CDs, Bandkassetten etc. sind oft schon nach wenigen Jahren nicht mehr lesbar. Aber selbst wenn sie lesbar wären, gibt es dann oft die notwendigen Hardwarekomponenten nicht mehr, die solche Medien noch verarbeiten können (z. B. Diskettenlaufwerke, Laufwerke für Wechselplatten). Und sollten selbst diese Hardwarekomponenten verfügbar sein, so sind es dann oft die alten Datenformate, die von den heute verwendeten Applikationen nicht mehr unterstützt werden und daher nicht gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft wird übersehen, dass diese Probleme der Langzeitarchivierung letztendlich sehr bald für einen Großteil der Unternehmen und Verwaltungen relevant wird. Man braucht nur die heute bereits bestehenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die Aufbewahrung von Dokumenten unterschiedlichster Art betrachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Belege aus dem Rechnungswesen sind in Österreich sieben Jahre und in Deutschland zehn Jahre aufzubewahren (zum Teil auch länger)&lt;br /&gt;
*Krankenakte sind zehn bzw. dreißig Jahre und zukünftig lebenslang aufzubewahren&lt;br /&gt;
*Unterlagen über Lebensversicherungen sind sogar über den Tod des Versicherten hinaus aufzubewahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den schnellen Medien- und Systemwandel im IT-Bereich sind folgende Maßnahmen sinnvoll, um die langfristige Verfügbarkeit digitaler Informationen zu gewährleisten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Einsatz offener Standards&#039;&#039;&#039; wie z. B. freier Dokumentenformate, die als relativ langlebig betrachten werden und deren Aufbau öffentlich bekannt ist&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Regelmäßiges Umkopieren&#039;&#039;&#039; von einem alten Speichermedium auf neue Datenträger, um den Verlust von Daten durch die Alterung von Datenträgern zu verhindern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Softwarelösungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die steigende Bedeutung des Themas „Elektronische Archivierung“ hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren unzählige Archivierungslösungen entwickelt und am Markt angeboten worden sind. Große Softwarehersteller konkurrieren mit kleinen Anbietern, komplette ECM-Suiten mit Speziallösungen für bestimmte Branchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECM-Lösungen werden in den verschiedensten Formen und Varianten angeboten: Als einzelne Programmmodule, Komponenten, Baukästen, geschlossene Komplettlösung oder integriert als „Suite“. Dabei kann der Umfang von ECM-Systemen ebenso variieren wie die Zusammenstellung der Komponenten oder die Ausrichtung auf bestimmte Branchen oder Problemfelder.&lt;br /&gt;
Die Weiterentwicklung der reinen Archivierungslösungen in Richtung ECM einerseits und die immer komplexer und restriktiver werdenden regulatorischen Rahmenbedingungen andererseits, werden auch in dieser Branche dazu führen, dass die Zahl der Softwareanbieter sich wieder auf eine überschaubare Anzahl konsolidieren wird. Keiner der großen ERP-System-Anbieter kann es sich heute leisten, keine Lösung für Enterprise Content Management in seinem Portfolio zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgangsweise bei der Auswahl einer ECM-Lösung unterscheidet sich allerdings nicht von jenen Vorgangsweisen, die bei der Auswahl anderer komplexer Softwarelösungen eingehalten werden sollen. Es wird daher hier verzichtet, darauf näher einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die rechtlichen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Die nachfolgenden Themen sind nur als kurzer Exkurs über die inzwischen sehr komplexen und für den &amp;quot;normalen&amp;quot; Anwender schwer überschaubaren rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die die elektronische Archivierung begleiten, gedacht. Vor allem sollen einige wichtige Begriffe erläutert werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== IT-Compliance / IT-Governance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;Compliance&#039;&#039; (engl.) versteht man die Übereinstimmung mit und Erfüllung von rechtlichen und regulativen Vorgaben. Ein entsprechendes regelkonformes Verhalten soll sicherstellen, dass die unternehmerischen Risiken erkannt, bewertet und durch die Implementierung technischer Lösungen erfüllt werden können. Die &#039;&#039;IT-Compliance&#039;&#039; behandelt eben jene Themenbereiche, die in Zusammenhang mit den erforderlichen IT-Landschaften von Organisationseinheiten stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit eng in Zusammenhang steht der Begriff der &#039;&#039;IT-Governance&#039;&#039;. Das Hauptziel von IT-Governance ist es, die Anforderungen an die IT sowie die strategische Bedeutung von IT aus Sicht der Kern- und Führungsprozesse im Unternehmen zu verstehen, um den optimalen Betrieb zur Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen. IT-Governance balanciert damit zwei Bereiche, nämlich das Schaffen von Unternehmenswert und das Minimieren von IT-Risiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was versteht man unter Revisionssicherheit? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der elektronischen Archivierung taucht sehr oft der Begriff der &#039;&#039;„Revisionssicherheit“&#039;&#039; auf. Neben gesetzlicher Vorgaben haben auch verschiedene Organisationen und Verbände Regeln bzw. Merksätze zu diesem Thema aufgestellt. Zum besseren Verständnis werden nachfolgend die wesentlichen &#039;&#039;&#039;Leitsätze zur revisionssicheren elektronischen Archivierung&#039;&#039;&#039; aufgelistet&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.voi.de/phocadownload/voi_merksaetze_der_archivierung.pdf Der VOI - Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. ist der Verband der Anbieter für Enterprise Content Management (ECM) und Dokumenten-Management- Systeme (DMS) in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss nach Maßgabe der rechtlichen und organisatorischen Anforderungen ordnungsgemäß aufbewahrt werden.&lt;br /&gt;
*Die Archivierung hat vollständig zu erfolgen – kein Dokument darf auf dem Weg ins Archiv oder im Archiv selbst verloren gehen.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument ist zum organisatorisch frühestmöglichen Zeitpunkt zu archivieren.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss mit seinem Original übereinstimmen und unveränderbar archiviert werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf nur von entsprechend berechtigten Benutzern eingesehen werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss in angemessener Zeit wiedergefunden und reproduziert werden können.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf frühestens nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet, d.h. aus dem Archiv gelöscht werden.&lt;br /&gt;
*Jede verändernde Aktion im elektronischen Archivsystem muss für Berechtigte nachvollziehbar protokolliert werden.&lt;br /&gt;
*Das gesamte organisatorische und technische Verfahren der Archivierung kann von einem sachverständigen Dritten jederzeit geprüft werden.&lt;br /&gt;
*Bei allen Migrationen und Änderungen im Archivsystem muss die Einhaltung aller zuvor aufgeführten Grundsätze sichergestellt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtliche Vorgaben und Regelwerke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Vielzahl von Rechtsvorschriften und sonstigen Regularien, die Einfluss auf die elektronische Archivierung haben, werden nachfolgend nur einige beispielhaft angeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UGB / BAO – Unternehmensgesetzbuch / Bundesabgabenordnung&lt;br /&gt;
*SigG / SigV – Signaturgesetz / Signaturverordnung&lt;br /&gt;
*InfoSig / InfoSiV – Informationssicherheitsgesetz / -verordnung&lt;br /&gt;
*Basel II&lt;br /&gt;
*SOX (oder SOA) - Sarbanes-Oxley-Act (USA)&lt;br /&gt;
*8. EU-Richtlinie (Euro-SOX)&lt;br /&gt;
*GDPdU – Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (Deutschland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CobiT und ITIL ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die IT-Governance kommen immer mehr Verfahrensmodelle und Werkzeuge, wie CobiT, ITIL und andere in Gebrauch, die Transparenz und Überprüfbarkeit der IT-Landschaft im Unternehmen ermöglichen sollen und somit auch Einfluss auf das Thema ECM haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;CobiT (Control Objectives for Information and Related Technology):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
CobiT ist das international anerkannte Framework zur IT-Governance und gliedert die Aufgaben der IT in Prozesse und Control Objectives. CobiT war ursprünglich als Werkzeug für IT-Prüfer entwickelt worden und hat sich zu einem Werkzeug für die Steuerung der IT aus Unternehmenssicht und für die Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;ITIL (Infrastructure Library):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
ITIL ist eine Sammlung von Good Practices, die die für den Betrieb einer IT-Infrastruktur notwendigen Prozesse beschreiben und ist inzwischen international ein De-fakto-Standard geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;KAMPFFMEYER, Ulrich&#039;&#039;: ECM Enterprise Content Management, Hamburg 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SCHWALM, Steffen / ULLRICH, Rainer&#039;&#039;: Lexikon Dokumentenmanagement und Archivierung, Berlin 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ZÖLLER, Berhard et al.&#039;&#039;: Dokumenten-Management - vom Archiv zum Enterprise Content Management. Code of Practice, Schriftenreihe des VOI e.V., Juni 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SPEHR, Michael&#039;&#039;: Langzeitarchivierung. Das digitale Daten-Desaster, FAZ 2009 http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E1360349FD57942A3871D5308C2F149B4~ATpl~Ecommon~Scontent.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bodenwinkler&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I (21.9.2009), Archivieren#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4473</id>
		<title>Archivieren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Archivieren&amp;diff=4473"/>
		<updated>2009-09-20T09:43:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;yambe:breadcrumb&amp;gt;Hauptseite|Hauptseite&amp;lt;/yambe:breadcrumb&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Wenn man einen Brief oder ein Email schreibt, einen Finanzbericht mit einem Tabellenkalkulationsprogramm erstellt oder ein Fax, eine elektronische Rechnung erhält, immer stellt sich die Frage, wo sollen diese Informationen abgelegt werden und wie können sie bei Bedarf möglichst schnell wiedergefunden werden. In modernen Unternehmen und Verwaltungen entstehen heute die meisten Dokumente bereits in digitaler Form und was noch in Papierform vorliegt, wird immer häufiger eingescannt und digital weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
Ein entscheidender Faktor ist die Menge an Informationen, die es zu verwalten gilt. Bereits bei kleineren Unternehmen kommen jährlich leicht mehrere tausend Dokumente zusammen; bei größeren Organisationen geht es letztlich um viele Millionen von Dokumenten, die jährlich anfallen und in digitaler Form verwaltet und aufbewahrt werden müssen. Der nachfolgende Beitrag geht nun der Frage nach, wie und unter welchen Rahmenbedingungen die elektronische Archivierung dieser Informationsflut erfolgen soll.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Englisch|No matter whether you write a letter or an email, establish a financial report using spreadsheet, write a fax or receive an electronic invoice, there is always the question, where to file these pieces of information and how to find them most rapidly if they are needed. Nowadays modern companies and administrations make up most of their documents only digitally anyway and documents which are still in a hardcopy form are more and more often scanned and subsequently processed digitally.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
One decisive factor is the amount of information that has to be administered. Even small enterprises amass thousands of documents each year; in case of bigger organisations the number of documents that has to be governed and stored in a digital form exceeds several millions. Thus the following entry deals with the question how and under which framework conditions the electronic storage of this information flood shall be achieved.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Einstieg: Ablage und Archiv aus Anwendersicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den betrieblichen Anwender, der ein physisches oder elektronisches Dokument erzeugt oder erhält (wie z. B. Angebot, Rechnung, Bestellmail, Mahnschreiben, Vertrag, Liquiditätsplan etc.), stellt sich relativ rasch die Frage, was mit diesem Dokument weiter geschehen soll, sobald seine Erstellungs- und/oder Bearbeitungsaktivitäten beendet sind. Unter vorläufiger Außerachtlassung aller organisatorischen oder auch rechtlichen Regelungen stellen sich beispielsweise folgende Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wo und wie werden die Dokumente abgelegt, damit man sie später wieder leicht findet?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sehr oft keine einfache Fragestellung, da die Antwort von vielen Detailfakten abhängen kann. Handelt es sich beispielsweise bei einem Dokument um ein Papierdokument (z. B. um eine schriftliche Bestellung), so kann das Dokument einerseits nach einem entsprechend geordneten System abgelegt werden (Papierarchiv) oder andererseits auch eingescannt und in ein elektronisches Archiv übergeführt werden. Wesentlich ist in beiden Fällen, dass eine einheitliche logische Struktur der Archivierung besteht und vor allem im elektronischen Archiv auch eindeutige Kriterien für eine Beschlagwortung (= Suchkriterien) vorhanden sind.&lt;br /&gt;
Es ist also von großer Bedeutung, dass es für die Organisationseinheit klare und eindeutige Regelungen hinsichtlich der Ablage von Dokumenten und Unterlagen aller Art gibt. Würden diese nicht existieren, so wäre mittelfristig ein organisatorisches Chaos die Folge. Daneben ist noch anzumerken, dass man damit auch gegen gesetzliche und regulatorische Vorgaben verstoßen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Welche Dokumente sind wie lange aufzubewahren?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Fragestellung ist der „normale“ Anwender in der Regel überfordert, da die Beantwortung auch von der Art des Dokuments abhängt. Ganz generell kann man dazu sagen, dass aufgrund der regulatorischen Verschärfungen der letzten Jahre sämtliche Dokumente, die in irgendeiner Weise mit der betrieblichen Leistungserstellung im Zusammenhang stehen, auch aufzubewahren und zu archivieren sind. Dies trifft beispielsweise auch auf Emails zu. Die Aufbewahrungsfristen können branchen- und dokumentenbezogen unterschiedlich sein; in der Regel kann man allerdings von vielen Jahren ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann erreicht werden, dass man auf Dokumente aus unterschiedlichen Quellen, die zu einem Geschäftsvorfall gehören, zugreifen kann?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Unternehmen ist es üblich und auch notwendig, dass man für die Dokumente eines Geschäftsfalles einen sogenannten „Akt“ erstellt (Verkaufsakte, Transportakte, Patientenakte, Akt für ein Bauansuchen etc.). In diesem „Akt“ sollten letztendlich sämtliche Dokumente, die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Geschäftsfall stehen, landen. Diese Logik muss natürlich auch beibehalten werden, wenn Dokumente elektronisch archiviert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Können, sollen oder müssen auch andere Mitarbeiter auf diese Dokumente zugreifen?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel wird es so sein, dass einerseits eine ganze Reihe von Personen einen Zugriff auf die Dokumente zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt und es andererseits natürlich auch sein kann, dass andere Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Gründen diese Dokumente nicht sehen dürfen. Es bedarf also entsprechender Regelungen, wer zu was berechtigt ist oder eben nicht. Wenn Dokumente elektronisch archiviert werden, so ist diese Berechtigungsstruktur natürlich auch elektronisch abzubilden.&lt;br /&gt;
Weiters müssen in bestimmten Fällen Unterlagen auch externen Personen zugänglich gemacht werden (z. B. dem Finanzamt im Rahmen der Betriebsprüfung, dem Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom &amp;quot;Papierarchiv&amp;quot; zum &amp;quot;Elektronischen Archiv&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe &#039;&#039;„Archiv“&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;„archivieren“&#039;&#039; sind keine neuen Wortschöpfungen. Ganz im Gegenteil – die sprachlichen Wurzeln liegen in der lateinischen Sprache &#039;&#039;(archivum)&#039;&#039;, die wiederum auf griechische Ursprünge &#039;&#039;(archeίo)&#039;&#039; zurückzuführen ist. Dort verstand man darunter (meist öffentliche) Einrichtungen, in denen wichtige Dokumente und Gegenstände aufbewahrt worden sind.&lt;br /&gt;
Das Aufbewahren und natürlich auch das Wiederfinden von in Archiven abgelegten Dokumenten sind also seit Jahrtausenden von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren Vergangenheit vollzog sich rund um das Thema Archivierung eine ganz wesentliche Erweiterung und Veränderung. Durch das Faktum, dass Informationen nun seit einigen Jahrzehnten neben dem Papieroriginal auch in elektronischer Form vorliegen können, ergab sich die Möglichkeit, diese Dokumente auch in elektronischer Form zu archivieren (&#039;&#039;&#039;elektronisches Archiv&#039;&#039;&#039;). Diese Möglichkeit zur elektronischen Archivierung wurde auch immer häufiger genutzt, da sie zahlreiche Vorteile für das Unternehmen bringt. Inzwischen ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass es möglich ist, dass überhaupt kein Papieroriginal mehr existiert, sondern das Original ausschließlich in elektronischer Form vorliegt (z. B. digital signierte elektronische Rechnung). In diesem Fall besteht keine Wahlmöglichkeit mehr, ob man elektronisch archivieren will oder nicht, hier MUSS elektronisch archiviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind also die wesentlichen &amp;quot;Treiber&amp;quot; für die Verbreitung der elektronischen Archivierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*das explosive Datenwachstum,&lt;br /&gt;
*die zunehmende Digitalisierung der Dokumente,&lt;br /&gt;
*die immer tiefer gehende Automationsunterstützung aller Geschäftsprozesse,&lt;br /&gt;
*die Zentralisierung und Konsolidierung der IT-Landschaften,&lt;br /&gt;
*die einfache abteilungs-, geschäftsbereich- und länderübergreifende Dokumentenrecherche,&lt;br /&gt;
*die immer penibler werdenden internen und externen Nachweispflichten,&lt;br /&gt;
*die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der elektronischen Archivierung wird allerdings einerseits sehr unterschiedlich genutzt und andererseits auch durch Funktionalitäten erweitert, die weit über das Ablegen und Wiederfinden von Informationen hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum hat sich die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Dokumenten-Management-System (DMS)&#039;&#039;&#039; für jene Softwarelösungen durchgesetzt, die die Verwaltung ursprünglich meist papiergebundener Dokumente in elektronischen Systemen umfasst. In solchen Systemen ist das elektronische Archiv allerdings nur ein Teilbereich jener Funktionalitäten, die ein DMS auszeichnen. Typische DMS-Softwaremodule sind beispielsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;COLD&#039;&#039;&#039; (Computer Output on Laserdisk) ist ein Verfahren zur automatisierten Übernahme von Computer-Ausgabedatenströmen (meist Druckdaten) in ein Archivsystem. Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von Spoolfilearchivierung. Die Bezeichnung „on Laserdisk“ hat historische Gründe; heute wird in der Regel auf Magnetplatten abgespeichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;SCAN&#039;&#039;&#039;-Module digitalisieren Papierbelege mittels Scanner (verbunden mit einer automatischen und/oder benutzergeführten Indexierung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das &#039;&#039;&#039;ARCHIV&#039;&#039;&#039;-Modul zur Ablage, Aufbereitung und Verwaltung der Dokumente in einer Datenbank (elektronisches Archiv im engeren Sinne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Dokumenten-Management-System zum Enterprise-Content-Management (ECM) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das klassische elektronische Dokumentenarchiv für sich alleine gesehen nur eine Teilfunktion dessen ist, was moderne Organisationseinheiten zur Erfüllung Ihrer Aufgaben benötigen. Ein DMS ist heute nur mehr eine integrierte Komponente von weitaus mächtigeren Systemen mit Workflow, Collaboration, Email-Management, Webintegration, Business Process Management, Auditing, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Unter Enterprise Content Management (ECM) versteht man alle Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu auch den Branchenverband AIIM (Association for Information and Image Management) für ECM (http://www.aiim.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bedeutung ist in dieser Definition der Begriff &#039;&#039;„Content“&#039;&#039;. Content (engl.) mit dem deutschen Wort „Inhalt“ zu übersetzen, greift nicht weit genug. Unter Content wird in diesem Zusammenhang alles verstanden, was an inhaltlicher elektronischer Information in Systemen bereitgehalten wird, unabhängig davon, ob es sich um strukturierte, schwach strukturierte oder unstrukturierte Daten handelt. Beispielsweise kann es sich hier um Rechnungen, gescannte Frachtpapiere, Emails, Briefe, Faxnachrichten, Finanzanalysen, Dokumente aus ERP-Systemen aber auch Fotos, Videos oder Audios handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigen ECM-Komponenten und –Technologien lassen sich in fünf Hauptkategorien einordnen&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Content_Management_System&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;CAPTURE&#039;&#039;&#039; (Erfassung): Bildbearbeitung, Formularverarbeitung, COLD, Indexierung, Kategorisierung&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;MANAGE&#039;&#039;&#039; (Verwaltung, Bearbeitung, Nutzung): Dokumentenmanagement, Collaboration, Web-Content-Management, Ablage- und Archivverwaltung, Workflow, Business-Process-Management&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;STORE&#039;&#039;&#039; (Speicherung): Repositories (Speicherorte, Datenspeichersysteme), Library-Services (Search/Retrieval), Speichertechnologien/Medien&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PRESERVE&#039;&#039;&#039; (Erhalten, Bewahren, Archivieren): Langzeitarchivierung, Migration&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;DELIVER&#039;&#039;&#039; (Liefern, Bereitstellen, Ausgeben): Transformations-Techniken, Sicherheits-Techniken, Verteilung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die technischen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Information Lifecycle Management ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangssituation, mit der heute ein Unternehmen konfrontiert ist, sieht häufig so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jährliches Datenwachstum im hohen zweistelligen Prozentbereich und damit oft ungeplantes und teures Wachstum bei den vorhandenen Storagesystemen&lt;br /&gt;
*Historisch bedingt werden zumeist alle Daten, unabhängig von Art und Wert der Daten, speichertechnologisch gleich behandelt (die Fachabteilungen möchten meist alle Daten so lange wie möglich speichern)&lt;br /&gt;
*Neue und immer schärfere rechtliche Vorschriften führen dazu, dass niemand mehr für das Löschen von Daten verantwortlich sein will&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel von Information Lifecycle Management (ILM) ist das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Speichern von Informationen entsprechend ihrem &#039;&#039;Wert&#039;&#039; (Wichtigkeit, Wertigkeit, Kosten)&lt;br /&gt;
*auf dem jeweils &#039;&#039;günstigsten Speichermedium&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*basierend auf &#039;&#039;Regeln&#039;&#039; und &#039;&#039;Prozessen&#039;&#039; (Klassifizierung der Daten, Quellen und Speichersysteme) zur entsprechenden Behandlung der Information (Automatismen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ILM ist also weder Hardware noch Software sondern ein organisatorischer Prozess, an dem allerdings mittelfristig kein Unternehmen vorbeikommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenformate / Archivformate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
……… ADB, ADF, ANI, ARC, AVI, BAK, BAT, BIN, BMP, CAT, CBI, CGI, CLL, CSS, CSV, DBF, DGN, DOC, DRM, DRW, DTF, EMD, EXE, FBK, FFX, FRT, GDB, GFX, GKS, HEX, HTM, ICL, IGF, JFIF, JMP, JPEG, LDL, MAD, MBX, MP3, OCX, OLE, OTL, PBR, PRJ, QDT, RAR, RAW, REG, RMD, RTF, SCF, SCV, ………&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Speicherung digitaler Informationen gibt es historisch gesehen unzählige Datenformate, die mehr oder weniger Bedeutung erlangt haben. Es handelt sich dabei teils um proprietäre Datenformate, die meist von großen Hard- oder Softwareanbietern entwickelt wurden und teils um freie, teilweise auch genormte Datenformate, die sich am Markt etabliert haben. Was fehlt, sind einheitliche Standards, die weltweit und langfristig anerkannt und eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Diese, für den IT-Markt nicht unübliche Situation, erschwert natürlich das Thema Archivierung und vor allem die Langzeitarchivierung enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datenformate, die für die Langzeitarchivierung geeignet erscheinen, können auch als Archivformate bezeichnet werden, und sollten folgenden Anforderungen genügen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hersteller-, System- und Geräteunabhängigkeit (nicht proprietär)&lt;br /&gt;
*Aufbau der Datenformate ist öffentlich bekannt und dokumentiert&lt;br /&gt;
*International genormter und öffentlicher Standard&lt;br /&gt;
*Verzicht auf Komprimierung der Daten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus derzeitiger Sicht kommen beispielsweise folgende Archivformate, die obige Anforderungen zumindest teilweise erfüllen, in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;TIFF&#039;&#039;&#039; (Tagged Image File Format): sehr gebräuchliches Grafik-Rasterformat&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format): proprietäres ADOBE-Dokumentenformat mit diversen Subformaten	&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;PDF/A&#039;&#039;&#039; (Portable Document Format/Archiv) : gezielt für die Langzeitarchivierung entwickeltes, international normiertes Dokumentenformat basierend auf PDF (ISO 19005-1 :2005)&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;XML&#039;&#039;&#039; (Extensible Markup Language): Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problematischer ist die Situation im Bereich der Archivierung von Audio- und Videodaten, da es hier der Normierungs- und Standardisierungsgrad noch geringer ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Speichermedien (Hierarchisches Speichermanagement) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kommen für die Archivierung alle heute üblichen Extern-Speichermedien in Frage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Solid State Disk&#039;&#039;&#039; (SSD): sehr schnell und sehr teuer&lt;br /&gt;
*Konventionelle &#039;&#039;&#039;Festplatten&#039;&#039;&#039; (HDD): schnell und relativ teuer&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Magnetbänder&#039;&#039;&#039; (Tape): langsam und billig	&lt;br /&gt;
*(&#039;&#039;&#039;Optische Speichersysteme&#039;&#039;&#039; (Optical): relativ schnell und relativ billig, bei  neueren Lösungen allerdings nicht mehr gebräuchlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Medien bzw. welche Kombination von Speichermedien für die Archivierung im Einzelfall tatsächlich verwendet werden, sollte letztlich einer Analyse auf Basis TCO (Total Cost of Ownership) vorbehalten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem &#039;&#039;hierarchischen Speichermanagement (HSM)&#039;&#039; spricht man dann, wenn Datenbestände, auf welche über längere Zeit nicht zugegriffen wurde, automationsgestützt auf ein Speichermedium niedrigerer Hierarchiestufe (billig, dafür aber langsamer Zugriff) ausgelagert werden (beispielsweise von der Festplatte auf ein Magnetband). Greift ein Benutzer auf eine solche ausgelagerte Datei zu, so wird die Datei wieder auf das schnellere Speichermedium zurückkopiert. Für den Benutzer ist diese Aus- bzw. Rücklagerung nicht transparent – er bemerkt höchstens die längere Zugriffszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probleme der Langzeitarchivierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Langzeitarchivierung digitaler Informationen bedeutet, dass sich Unternehmen mit der Problemstellung auseinandersetzen müssen, wie trotz des gerade vom Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie verursachten ständigen technischen Wandels sichergestellt werden kann, dass Informationen möglicherweise auch noch nach vielen Jahrzehnten einwandfrei und eindeutig gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während alte Papierdokumente oft viele Jahrhunderte haltbar sind, trifft dies gerade auf neue Speichermedien nicht zu. Disketten, CDs, Bandkassetten etc. sind oft schon nach wenigen Jahren nicht mehr lesbar. Aber selbst wenn sie lesbar wären, gibt es dann oft die notwendigen Hardwarekomponenten nicht mehr, die solche Medien noch verarbeiten können (z. B. Diskettenlaufwerke, Laufwerke für Wechselplatten). Und sollten selbst diese Hardwarekomponenten verfügbar sein, so sind es dann oft die alten Datenformate, die von den heute verwendeten Applikationen nicht mehr unterstützt werden und daher nicht gelesen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft wird übersehen, dass diese Probleme der Langzeitarchivierung letztendlich sehr bald für einen Großteil der Unternehmen und Verwaltungen relevant wird. Man braucht nur die heute bereits bestehenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für die Aufbewahrung von Dokumenten unterschiedlichster Art betrachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Belege aus dem Rechnungswesen sind in Österreich sieben Jahre und in Deutschland zehn Jahre aufzubewahren (zum Teil auch länger)&lt;br /&gt;
*Krankenakte sind zehn bzw. dreißig Jahre und zukünftig lebenslang aufzubewahren&lt;br /&gt;
*Unterlagen über Lebensversicherungen sind sogar über den Tod des Versicherten hinaus aufzubewahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den schnellen Medien- und Systemwandel im IT-Bereich sind folgende Maßnahmen sinnvoll, um die langfristige Verfügbarkeit digitaler Informationen zu gewährleisten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Einsatz offener Standards&#039;&#039;&#039; wie z. B. freier Dokumentenformate, die als relativ langlebig betrachten werden und deren Aufbau öffentlich bekannt ist&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Regelmäßiges Umkopieren&#039;&#039;&#039; von einem alten Speichermedium auf neue Datenträger, um den Verlust von Daten durch die Alterung von Datenträgern zu verhindern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Softwarelösungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die steigende Bedeutung des Themas „Elektronische Archivierung“ hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren unzählige Archivierungslösungen entwickelt und am Markt angeboten worden sind. Große Softwarehersteller konkurrieren mit kleinen Anbietern, komplette ECM-Suiten mit Speziallösungen für bestimmte Branchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ECM-Lösungen werden in den verschiedensten Formen und Varianten angeboten: Als einzelne Programmmodule, Komponenten, Baukästen, geschlossene Komplettlösung oder integriert als „Suite“. Dabei kann der Umfang von ECM-Systemen ebenso variieren wie die Zusammenstellung der Komponenten oder die Ausrichtung auf bestimmte Branchen oder Problemfelder.&lt;br /&gt;
Die Weiterentwicklung der reinen Archivierungslösungen in Richtung ECM einerseits und die immer komplexer und restriktiver werdenden regulatorischen Rahmenbedingungen andererseits, werden auch in dieser Branche dazu führen, dass die Zahl der Softwareanbieter sich wieder auf eine überschaubare Anzahl konsolidieren wird. Keiner der großen ERP-System-Anbieter kann es sich heute leisten, keine Lösung für Enterprise Content Management in seinem Portfolio zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgangsweise bei der Auswahl einer ECM-Lösung unterscheidet sich allerdings nicht von jenen Vorgangsweisen, die bei der Auswahl anderer komplexer Softwarelösungen eingehalten werden sollen. Es wird daher hier verzichtet, darauf näher einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ECM - Die rechtlichen Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kurzform|Die nachfolgenden Themen sind nur als kurzer Exkurs über die inzwischen sehr komplexen und für den &amp;quot;normalen&amp;quot; Anwender schwer überschaubaren rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die die elektronische Archivierung begleiten, gedacht. Vor allem sollen einige wichtige Begriffe erläutert werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== IT-Compliance / IT-Governance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &#039;&#039;Compliance&#039;&#039; (engl.) versteht man die Übereinstimmung mit und Erfüllung von rechtlichen und regulativen Vorgaben. Ein entsprechendes regelkonformes Verhalten soll sicherstellen, dass die unternehmerischen Risiken erkannt, bewertet und durch die Implementierung technischer Lösungen erfüllt werden können. Die &#039;&#039;IT-Compliance&#039;&#039; behandelt eben jene Themenbereiche, die in Zusammenhang mit den erforderlichen IT-Landschaften von Organisationseinheiten stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit eng in Zusammenhang steht der Begriff der &#039;&#039;IT-Governance&#039;&#039;. Das Hauptziel von IT-Governance ist es, die Anforderungen an die IT sowie die strategische Bedeutung von IT aus Sicht der Kern- und Führungsprozesse im Unternehmen zu verstehen, um den optimalen Betrieb zur Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen. IT-Governance balanciert damit zwei Bereiche, nämlich das Schaffen von Unternehmenswert und das Minimieren von IT-Risiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was versteht man unter Revisionssicherheit? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der elektronischen Archivierung taucht sehr oft der Begriff der &#039;&#039;„Revisionssicherheit“&#039;&#039; auf. Neben gesetzlicher Vorgaben haben auch verschiedene Organisationen und Verbände Regeln bzw. Merksätze zu diesem Thema aufgestellt. Zum besseren Verständnis werden nachfolgend die wesentlichen &#039;&#039;&#039;Leitsätze zur revisionssicheren elektronischen Archivierung&#039;&#039;&#039; aufgelistet&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.voi.de/phocadownload/voi_merksaetze_der_archivierung.pdf Der VOI - Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. ist der Verband der Anbieter für Enterprise Content Management (ECM) und Dokumenten-Management- Systeme (DMS) in Deutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss nach Maßgabe der rechtlichen und organisatorischen Anforderungen ordnungsgemäß aufbewahrt werden.&lt;br /&gt;
*Die Archivierung hat vollständig zu erfolgen – kein Dokument darf auf dem Weg ins Archiv oder im Archiv selbst verloren gehen.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument ist zum organisatorisch frühestmöglichen Zeitpunkt zu archivieren.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss mit seinem Original übereinstimmen und unveränderbar archiviert werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf nur von entsprechend berechtigten Benutzern eingesehen werden.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument muss in angemessener Zeit wiedergefunden und reproduziert werden können.&lt;br /&gt;
*Jedes Dokument darf frühestens nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet, d.h. aus dem Archiv gelöscht werden.&lt;br /&gt;
*Jede verändernde Aktion im elektronischen Archivsystem muss für Berechtigte nachvollziehbar protokolliert werden.&lt;br /&gt;
*Das gesamte organisatorische und technische Verfahren der Archivierung kann von einem sachverständigen Dritten jederzeit geprüft werden.&lt;br /&gt;
*Bei allen Migrationen und Änderungen im Archivsystem muss die Einhaltung aller zuvor aufgeführten Grundsätze sichergestellt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtliche Vorgaben und Regelwerke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Vielzahl von Rechtsvorschriften und sonstigen Regularien, die Einfluss auf die elektronische Archivierung haben, werden nachfolgend nur einige beispielhaft angeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*UGB / BAO – Unternehmensgesetzbuch / Bundesabgabenordnung&lt;br /&gt;
*SigG / SigV – Signaturgesetz / Signaturverordnung&lt;br /&gt;
*InfoSig / InfoSiV – Informationssicherheitsgesetz / -verordnung&lt;br /&gt;
*Basel II&lt;br /&gt;
*SOX (oder SOA) - Sarbanes-Oxley-Act (USA)&lt;br /&gt;
*8. EU-Richtlinie (Euro-SOX)&lt;br /&gt;
*GDPdU – Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (Deutschland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CobiT und ITIL ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die IT-Governance kommen immer mehr Verfahrensmodelle und Werkzeuge, wie CobiT, ITIL und andere in Gebrauch, die Transparenz und Überprüfbarkeit der IT-Landschaft im Unternehmen ermöglichen sollen und somit auch Einfluss auf das Thema ECM haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;CobiT (Control Objectives for Information and Related Technology):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
CobiT ist das international anerkannte Framework zur IT-Governance und gliedert die Aufgaben der IT in Prozesse und Control Objectives. CobiT war ursprünglich als Werkzeug für IT-Prüfer entwickelt worden und hat sich zu einem Werkzeug für die Steuerung der IT aus Unternehmenssicht und für die Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;ITIL (Infrastructure Library):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
ITIL ist eine Sammlung von Good Practices, die die für den Betrieb einer IT-Infrastruktur notwendigen Prozesse beschreiben und ist inzwischen international ein De-fakto-Standard geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;KAMPFFMEYER, Ulrich&#039;&#039;: ECM Enterprise Content Management, Hamburg 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SCHWALM, Steffen / ULLRICH, Rainer&#039;&#039;: Lexikon Dokumentenmanagement und Archivierung, Berlin 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ZÖLLER, Berhard et al.&#039;&#039;: Dokumenten-Management - vom Archiv zum Enterprise Content Management. Code of Practice, Schriftenreihe des VOI e.V., Juni 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;SPEHR, Michael&#039;&#039;: Langzeitarchivierung. Das digitale Daten-Desaster, FAZ 2009 http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E1360349FD57942A3871D5308C2F149B4~ATpl~Ecommon~Scontent.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2859</id>
		<title>Tabellenkalkulationsmodelle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2859"/>
		<updated>2009-08-25T22:09:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Benutzerrollen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formularmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Grundtypes eines Tabellenkalkulationsmodells beschäftigt sich mit EINEM Objekt; es wird zB die Kosten eines Auftrags, die Rentabilität eines Investitionsprojekts, die Höhe der Einkommensteuer einer Person oder auch die Höhe der Studiengebühr einer/eines Studierenden berechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verwenden auch hier ein sehr einfaches Modell, das den MUSSS-Beitrag für ein Modul &amp;quot;Besser Schwindeln&amp;quot; errechnen soll. Das Modul weist 6 ECTS-Punkte auf, je ECTS-Punkt sind 12 € zu bezahlen. Mit dazu kann ein Buch &amp;quot;Optimal Schwindeln in 7 Lektionen zum Hörerscheinpreis von 36 € erworben werden. Der Hörerscheinpreis steht allen MUSSS-Teilnehmer/inne/n automatisch zu. Für Bestellungen vor dem 14. September eines Jahres werden 10% Einführungsrabatt (auf den Gesamtbetrag bezogen) abgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine solche Aufgabenstellung lesen, sollte Ihnen klar sein, dass es sich hier um den Typ eines &amp;quot;Formularmodells&amp;quot; handelt. Ein Formular hat typischerweise Felder, in die man etwas eintragen muss - aus Sicht der Programmierung sind das die Inputvariablen. Diese Inputvariablen sind im vorliegenden Fall:&lt;br /&gt;
* Buch gewünscht (J/N): Der Datentyp dieser Eingabe ist ein Wahrheitswert - es kann nur ja oder nein als Antwort geben.&lt;br /&gt;
* Datum der Bestellung: Davon hängt ab, ob der Einführungsrabatt abzuziehen ist oder nicht.&lt;br /&gt;
Da das Datum der Bestellung automatisch durch das Programm bereitgestellt wird, verbleibt im konkreten Fall nur ein einziges Eingabefeld; wir haben also das &amp;quot;kleinstmöglich&amp;quot; Modell vor uns - und können das auf zwei völlig unterschiedliche Arten lösen:&lt;br /&gt;
[[Datei:Preiskalkulation gut schlecht.png]]&lt;br /&gt;
Bei beiden Lösungsvarianten sind alle erforderlichen Beziehungen durch Formeln abgebildet - rein von den Formeln her besteht zwischen beiden Modell doch ein Unterschied, der Ihnen hoffentlich auffällt:&lt;br /&gt;
* Lösung A ist wie ein Papiertaschentuch - einmal gebraucht und dann wegzuwerfen. Wenn jemand anderer dieses Modell erhält, dann brauch er wahrscheinlich genau so lange, es zu verstehen wie es neu zu machen - und das wird Ihnen selbst auch nicht anders gehen, wenn Sie das Modell nach einem Monat wieder öffnen. Es lohnt sich gar nicht, ein solches Modell überhaupt zu speichern - es ist ein &amp;quot;Wegwerfmodell&amp;quot;. Auch Wegwerfmodelle können ausnahmsweise sinnvoll sein - aber Ausnahmen bestätigen nur die Regel, dass solche Lösungen nicht zweckmäßig sind.&lt;br /&gt;
* Lösung B dagegen ist deutlich übersichtlicher aufgebaut - und der Aufbau sollte ziemlich selbsterklärend sein. Der Endanwender des Modells kann nur eine Zelle eingeben - und daher sind alle anderen Zellen geschützt. Zur visuellen Kennzeichnung des Eingabefeldes ist dieses hier grau unterlegt. Das ist in diesem Fall ein geeignetes Attribut, kann aber in anderen Fällen unzweckmäßig sein, wenn dadurch ein &amp;quot;Fleckerlteppich&amp;quot; entsteht. Bei vielen Eingabefeldern wird daher ein dezenteres Attribut zur Kennzeichnung der Eingabefelder angezeigt sein.&lt;br /&gt;
** In dieser Eingabe ist zudem eine Gültigkeitsprüfung definiert; es sind nur die Werte Ja und Nein eingebbar, die zudem in einer Auswahlliste angezeigt werden&lt;br /&gt;
** Bei der Formel in A6 sieht man zudem, dass die KostenJeECTS als Name angelegt wurden. Der Preis ist zwar laut Angabe fix - eine spätere Änderung aber wohl nicht auszuschließen. Durch die hier gewählte Vorgangsweise muss nur der Zellschutz deaktiviert, die entsprechende Zahl und der Konfigurationstabelle geändert und der Zellschutz wieder aktiviert werden.&lt;br /&gt;
** Ebenso ist dies beim Preis des Buches passiert - auch hier wurde ein Name verwendet. Der Preis ist dabei sowohl im Textfeld in Zelle B7 wie auch in der Formel in A6 durch den Namen repräsentiert.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle mit den beiden Angaben, die zwar für den Endanwender derzeit fix sind, aber für Modelländerungen leicht anpassbar sein sollen, ist in einem anderen Segment der Tabelle untergebracht - daher auch die Verwendung von Namen. Solche Werte, die das Verhalten des Modells steuern, werden oft als &amp;quot;Systemparameter&amp;quot; oder &amp;quot;Konfigurationsdaten&amp;quot; bezeichnet. Auch solche Systemparameter sollten nie fix in Formeln eingegeben werden, sondern durch Bezüge auf Zellen einbezogen werden.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle ist auch so aufgebaut, dass die Kalkulation für mehrere unterschiedliche Module angepasst werden kann. Es kommt dann einfach die Modulbezeichnung als zweites Eingabefeld hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn unser Beispiel so einfach wie möglich ist, sehen Sie daran die wesentlichen Kriterien für Formlarmodelle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klarer Aufbau, der der Denklogik den Endanwenders folgt&lt;br /&gt;
* Visuelle Signalisierung von Eingabezellen&lt;br /&gt;
* Gültigkeitsprüfung von Eingaben, wenn nur bestimmte Wertebereiche zulässig&lt;br /&gt;
* Schutz von Zellen vor unbeabsichtigter bzw. versehentlicher Eingabe&lt;br /&gt;
* Auslagerung von Systemparametern abseits des Modells, mit sprechenden Namen aber dynamisch in das Modell eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Hinweise noch zu Faktoren, die aufgrund der Einfachheit des Modells nicht vorgekommen sind:&lt;br /&gt;
* Neben einer übersichtlichen Darstellung am Bildschirm sollten Sie auch auf eine entsprechende Darstellung am Drucker zu achten. Denken Sie daran: Nicht jede/r hat vielleicht einen so großen Bildschirm wie Sie am Desktop ihn möglicherweise besitzen - und vielleicht trifft das schon Sie selbst bei der Arbeit auf einem Notebook! Bevor Sie ein Modell als &amp;quot;fertig&amp;quot; ansehen, erstellen Sie stets einen PDF-Dokument und kontrollieren Sie, ob ihr Modell auch dann noch den richtigen &amp;quot;Eindruck&amp;quot; macht. &lt;br /&gt;
* Sind die Anweisungen für Eingabefelder komplizierter als es der Platz am Formular erlaubt(und Zeilenumbruch allein nicht reicht), können sie auch Kommentare hinterlegen; das gilt ebenso für komplizierte Formeln, die sonst nur langwierig durchschaubar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Listenmodell ==&lt;br /&gt;
Ein Listenmodell haben Sie schon kennengelernt: Unser Beispiel in Abschnitt [[Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung#Wie_sonst.3F | Analysieren als Entscheidungsvorbereitung - Wie sonst?]] war ein Listenmodell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Listenmodelle enthalten viele gleichartige Objekte, die typischerweise zeilenweise aufgebaut sind. Listenmodelle weisen daher eine gewisse Verwandtschaft zu jenen Daten auf, die typischerweise in Datenbanken gespeichert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorteil von Tabellenkalkulationsmodellen ist dabei, dass es flexiblere Möglichkeiten der Auswertung und Analyse der Daten gibt als dies mit üblichen Datenbankabfragesprachen möglich ist. Vielfach werden Daten daher zwar in Datenbanken verwaltet - aber in Tabellenkalkulationsprogrammen ausgewertet. Viele Daten zu verwalten, ist nämlich die Stärke von Datenbanken. Tabellenkalkulationsprogramme zur Verwaltung von Daten einzusetzen wird nur ausnahmsweise sinnvoll sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Listenmodelle ist daher auch der Datenaustausch zwischen Datenbank und Tabellenkalkulation eine ganz wesentliche Voraussetzung. Die dafür erforderlichen Dateiformate haben Sie bereits kennen gelernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau von Listenmodellen ist weitgehend durch die Spaltengliederung vorgegeben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang eine entsprechende Formatierung, die sowohl am Bildschirm wie auch am Drucker zu einer übersichtlichen Darstellung führt. Instrumente dazu sind insbesondere:&lt;br /&gt;
* Die Festlegung passender Spaltenbreiten; durch die Verwendung schmaler Fonts und Zeilenumbrüchen in Textfeldern kann eine sinnvolle Breitenbegrenzung erreicht werden.&lt;br /&gt;
* Überschriften sollten - durch Teilung des Fensters und Fixierung des Überschriftsbereichs sowohl am Bildschirm wie auch am Drucker (Drucktitel) auf jeder Seite sichtbar sein.&lt;br /&gt;
* Beim Drucklayout bietet sich üblicherweise eine Formatierung auf Querformat an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei Listenmodellen kann die Aktivierung des Zellschutzes sowie die Gültigkeitsprüfung von Eingabewerten zweckmäßig sein. Ein besonders interessantes Feature in Zusammenhang mit Listenmodellen ist die &amp;quot;Bedingte Formatierung&amp;quot;. Man kann damit interessante Abweichungen bzw. Zustände einzelner Zellen bzw. Zellbereiche höchst effektiv visuell ersichtlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach werden bei Listenmodellen den eingegebenen bzw. aus Datenbanken importieren Daten noch zusätzliche Spalten durch Berechungsvorgänge hinzugefügt. Dafür sind in aller Regel Systemparameter erforderlich. Wenn die Liste nach unten wachsen können soll, dann bietet es sich an, diese Systemparameter auf ein eigenes Tabellenblatt auszulagern. Wenn es sich um sehr wenige Daten handelt, können die Daten ggf. im Bereich über der Liste angeordnet (und beim Druckbereich außer Acht gelassen)werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typischerweise finden sich auf Listenmodellen auch noch zusätzliche Auswertungen; im einfachsten Fall nur die Summe einzelner Spalten. Normalerweise sind aber Auswertungen enthalten, die sich nicht auf die gesamte Liste beziehen, sondern nur auf (einen oder mehrere) Teilbereiche der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktionen, die sich speziell der Auswertung von Listenmodellen widmen, sind im vergangenen Jahrzehnt extrem angewachsen - und werden daher in den folgenden Abschnitten gesondert dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzerrollen ==&lt;br /&gt;
Wer den vorstehenden Text aufmerksam gelesen hat, wird die hier vorzustellenden drei Rollen schon identifiziert haben. Als Rolle soll hier eine Klassifizierung von Benutzeraktionen verstanden werden, die mit einem Tabellenkalkulationsmodell erledigt werden.&lt;br /&gt;
* Endanwender arbeiten mit einem &amp;quot;fertigen&amp;quot; Modell; sie ändern daran nicht, sondern füllen nur die definierten Eingabezellen aus. Sie müssen, wenn Sie ein solches Modell öffnen, schnell erkennen können, was dessen Aufgabe ist und die entsprechenden Ergebnisse erhalten, wenn Sie die erfordlichen Daten eingegeben haben. Endanweder sollten - weder absichtlich noch unabsichtlich - das Modell verändern können. Wenn Sie selbst ein früher erstelltes Modell wieder anwenden, dann sind Sie auch selbst in der Rolle des Endanwenders. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Modellverwalter können zusätzlich aus die Systemparameter verändern und damit die Funktion des Modells beeinflussen - aber eben nur insoweit, als solche Änderungen bereits vorgedacht und durch entsprechende Eingaben in Konfigurationstabellen explizit gemacht sind. Ein Modellverwalter muss daher geschützte Tabellen entsperren können, um diese Systemparameter zu ändern. Will man die Funktion klar vom Modellersteller trennen, so müssen diese Konfigurationsdaten auf einen eigenes Tabellenblatt ausgelagert und zusammengefasst werden, damit dafür ein eigenes Kennwort vergeben werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Modellersteller haben das gesamte Modell erstellt und können es auch in jeder Richtung wieder abändern. Sie haben auch die Entscheidungsgewalt, auf die Festlegung von Rechtebeschränkungen für Modellverwalter und Endanwender zu verzichten und damit auch jedem anderem die Rolle als Modellersteller zu ermöglichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur zur Klarstellung: Diese Unterscheidung in drei Rollen ist keine Funktion, die Sie in irgendeinem Tabellenkalkulationsprogramm finden - es ist selbst ein Modell. Sie sollten sich klar werden, für welche Rolle Sie eine Lösung erarbeiten - und erst aufgrund dieser Entscheidung wird beurteilbar, ob Ihre Lösung als gut oder weniger gut anzusehen ist. Wenn Sie eine Lösung nur für sich selbst erstellen und diese auch selten benutzen werden, dann wird die Ausgestaltung der Rollen sehr rudimentär bleiben und sich wohl auf die des Modellerstellers beschränken. Soll Ihre Lösung dagegen auch anderen als Unterstützung dienen, dann müssen Sie sehr viel mehr Gedanken in die Rollenanforderungen investieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Tabellenkalkulationsmodelle#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2858</id>
		<title>Tabellenkalkulationsmodelle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2858"/>
		<updated>2009-08-25T21:49:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Listenmodell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formularmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Grundtypes eines Tabellenkalkulationsmodells beschäftigt sich mit EINEM Objekt; es wird zB die Kosten eines Auftrags, die Rentabilität eines Investitionsprojekts, die Höhe der Einkommensteuer einer Person oder auch die Höhe der Studiengebühr einer/eines Studierenden berechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verwenden auch hier ein sehr einfaches Modell, das den MUSSS-Beitrag für ein Modul &amp;quot;Besser Schwindeln&amp;quot; errechnen soll. Das Modul weist 6 ECTS-Punkte auf, je ECTS-Punkt sind 12 € zu bezahlen. Mit dazu kann ein Buch &amp;quot;Optimal Schwindeln in 7 Lektionen zum Hörerscheinpreis von 36 € erworben werden. Der Hörerscheinpreis steht allen MUSSS-Teilnehmer/inne/n automatisch zu. Für Bestellungen vor dem 14. September eines Jahres werden 10% Einführungsrabatt (auf den Gesamtbetrag bezogen) abgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine solche Aufgabenstellung lesen, sollte Ihnen klar sein, dass es sich hier um den Typ eines &amp;quot;Formularmodells&amp;quot; handelt. Ein Formular hat typischerweise Felder, in die man etwas eintragen muss - aus Sicht der Programmierung sind das die Inputvariablen. Diese Inputvariablen sind im vorliegenden Fall:&lt;br /&gt;
* Buch gewünscht (J/N): Der Datentyp dieser Eingabe ist ein Wahrheitswert - es kann nur ja oder nein als Antwort geben.&lt;br /&gt;
* Datum der Bestellung: Davon hängt ab, ob der Einführungsrabatt abzuziehen ist oder nicht.&lt;br /&gt;
Da das Datum der Bestellung automatisch durch das Programm bereitgestellt wird, verbleibt im konkreten Fall nur ein einziges Eingabefeld; wir haben also das &amp;quot;kleinstmöglich&amp;quot; Modell vor uns - und können das auf zwei völlig unterschiedliche Arten lösen:&lt;br /&gt;
[[Datei:Preiskalkulation gut schlecht.png]]&lt;br /&gt;
Bei beiden Lösungsvarianten sind alle erforderlichen Beziehungen durch Formeln abgebildet - rein von den Formeln her besteht zwischen beiden Modell doch ein Unterschied, der Ihnen hoffentlich auffällt:&lt;br /&gt;
* Lösung A ist wie ein Papiertaschentuch - einmal gebraucht und dann wegzuwerfen. Wenn jemand anderer dieses Modell erhält, dann brauch er wahrscheinlich genau so lange, es zu verstehen wie es neu zu machen - und das wird Ihnen selbst auch nicht anders gehen, wenn Sie das Modell nach einem Monat wieder öffnen. Es lohnt sich gar nicht, ein solches Modell überhaupt zu speichern - es ist ein &amp;quot;Wegwerfmodell&amp;quot;. Auch Wegwerfmodelle können ausnahmsweise sinnvoll sein - aber Ausnahmen bestätigen nur die Regel, dass solche Lösungen nicht zweckmäßig sind.&lt;br /&gt;
* Lösung B dagegen ist deutlich übersichtlicher aufgebaut - und der Aufbau sollte ziemlich selbsterklärend sein. Der Endanwender des Modells kann nur eine Zelle eingeben - und daher sind alle anderen Zellen geschützt. Zur visuellen Kennzeichnung des Eingabefeldes ist dieses hier grau unterlegt. Das ist in diesem Fall ein geeignetes Attribut, kann aber in anderen Fällen unzweckmäßig sein, wenn dadurch ein &amp;quot;Fleckerlteppich&amp;quot; entsteht. Bei vielen Eingabefeldern wird daher ein dezenteres Attribut zur Kennzeichnung der Eingabefelder angezeigt sein.&lt;br /&gt;
** In dieser Eingabe ist zudem eine Gültigkeitsprüfung definiert; es sind nur die Werte Ja und Nein eingebbar, die zudem in einer Auswahlliste angezeigt werden&lt;br /&gt;
** Bei der Formel in A6 sieht man zudem, dass die KostenJeECTS als Name angelegt wurden. Der Preis ist zwar laut Angabe fix - eine spätere Änderung aber wohl nicht auszuschließen. Durch die hier gewählte Vorgangsweise muss nur der Zellschutz deaktiviert, die entsprechende Zahl und der Konfigurationstabelle geändert und der Zellschutz wieder aktiviert werden.&lt;br /&gt;
** Ebenso ist dies beim Preis des Buches passiert - auch hier wurde ein Name verwendet. Der Preis ist dabei sowohl im Textfeld in Zelle B7 wie auch in der Formel in A6 durch den Namen repräsentiert.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle mit den beiden Angaben, die zwar für den Endanwender derzeit fix sind, aber für Modelländerungen leicht anpassbar sein sollen, ist in einem anderen Segment der Tabelle untergebracht - daher auch die Verwendung von Namen. Solche Werte, die das Verhalten des Modells steuern, werden oft als &amp;quot;Systemparameter&amp;quot; oder &amp;quot;Konfigurationsdaten&amp;quot; bezeichnet. Auch solche Systemparameter sollten nie fix in Formeln eingegeben werden, sondern durch Bezüge auf Zellen einbezogen werden.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle ist auch so aufgebaut, dass die Kalkulation für mehrere unterschiedliche Module angepasst werden kann. Es kommt dann einfach die Modulbezeichnung als zweites Eingabefeld hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn unser Beispiel so einfach wie möglich ist, sehen Sie daran die wesentlichen Kriterien für Formlarmodelle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klarer Aufbau, der der Denklogik den Endanwenders folgt&lt;br /&gt;
* Visuelle Signalisierung von Eingabezellen&lt;br /&gt;
* Gültigkeitsprüfung von Eingaben, wenn nur bestimmte Wertebereiche zulässig&lt;br /&gt;
* Schutz von Zellen vor unbeabsichtigter bzw. versehentlicher Eingabe&lt;br /&gt;
* Auslagerung von Systemparametern abseits des Modells, mit sprechenden Namen aber dynamisch in das Modell eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Hinweise noch zu Faktoren, die aufgrund der Einfachheit des Modells nicht vorgekommen sind:&lt;br /&gt;
* Neben einer übersichtlichen Darstellung am Bildschirm sollten Sie auch auf eine entsprechende Darstellung am Drucker zu achten. Denken Sie daran: Nicht jede/r hat vielleicht einen so großen Bildschirm wie Sie am Desktop ihn möglicherweise besitzen - und vielleicht trifft das schon Sie selbst bei der Arbeit auf einem Notebook! Bevor Sie ein Modell als &amp;quot;fertig&amp;quot; ansehen, erstellen Sie stets einen PDF-Dokument und kontrollieren Sie, ob ihr Modell auch dann noch den richtigen &amp;quot;Eindruck&amp;quot; macht. &lt;br /&gt;
* Sind die Anweisungen für Eingabefelder komplizierter als es der Platz am Formular erlaubt(und Zeilenumbruch allein nicht reicht), können sie auch Kommentare hinterlegen; das gilt ebenso für komplizierte Formeln, die sonst nur langwierig durchschaubar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Listenmodell ==&lt;br /&gt;
Ein Listenmodell haben Sie schon kennengelernt: Unser Beispiel in Abschnitt [[Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung#Wie_sonst.3F | Analysieren als Entscheidungsvorbereitung - Wie sonst?]] war ein Listenmodell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Listenmodelle enthalten viele gleichartige Objekte, die typischerweise zeilenweise aufgebaut sind. Listenmodelle weisen daher eine gewisse Verwandtschaft zu jenen Daten auf, die typischerweise in Datenbanken gespeichert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorteil von Tabellenkalkulationsmodellen ist dabei, dass es flexiblere Möglichkeiten der Auswertung und Analyse der Daten gibt als dies mit üblichen Datenbankabfragesprachen möglich ist. Vielfach werden Daten daher zwar in Datenbanken verwaltet - aber in Tabellenkalkulationsprogrammen ausgewertet. Viele Daten zu verwalten, ist nämlich die Stärke von Datenbanken. Tabellenkalkulationsprogramme zur Verwaltung von Daten einzusetzen wird nur ausnahmsweise sinnvoll sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Listenmodelle ist daher auch der Datenaustausch zwischen Datenbank und Tabellenkalkulation eine ganz wesentliche Voraussetzung. Die dafür erforderlichen Dateiformate haben Sie bereits kennen gelernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau von Listenmodellen ist weitgehend durch die Spaltengliederung vorgegeben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang eine entsprechende Formatierung, die sowohl am Bildschirm wie auch am Drucker zu einer übersichtlichen Darstellung führt. Instrumente dazu sind insbesondere:&lt;br /&gt;
* Die Festlegung passender Spaltenbreiten; durch die Verwendung schmaler Fonts und Zeilenumbrüchen in Textfeldern kann eine sinnvolle Breitenbegrenzung erreicht werden.&lt;br /&gt;
* Überschriften sollten - durch Teilung des Fensters und Fixierung des Überschriftsbereichs sowohl am Bildschirm wie auch am Drucker (Drucktitel) auf jeder Seite sichtbar sein.&lt;br /&gt;
* Beim Drucklayout bietet sich üblicherweise eine Formatierung auf Querformat an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei Listenmodellen kann die Aktivierung des Zellschutzes sowie die Gültigkeitsprüfung von Eingabewerten zweckmäßig sein. Ein besonders interessantes Feature in Zusammenhang mit Listenmodellen ist die &amp;quot;Bedingte Formatierung&amp;quot;. Man kann damit interessante Abweichungen bzw. Zustände einzelner Zellen bzw. Zellbereiche höchst effektiv visuell ersichtlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach werden bei Listenmodellen den eingegebenen bzw. aus Datenbanken importieren Daten noch zusätzliche Spalten durch Berechungsvorgänge hinzugefügt. Dafür sind in aller Regel Systemparameter erforderlich. Wenn die Liste nach unten wachsen können soll, dann bietet es sich an, diese Systemparameter auf ein eigenes Tabellenblatt auszulagern. Wenn es sich um sehr wenige Daten handelt, können die Daten ggf. im Bereich über der Liste angeordnet (und beim Druckbereich außer Acht gelassen)werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typischerweise finden sich auf Listenmodellen auch noch zusätzliche Auswertungen; im einfachsten Fall nur die Summe einzelner Spalten. Normalerweise sind aber Auswertungen enthalten, die sich nicht auf die gesamte Liste beziehen, sondern nur auf (einen oder mehrere) Teilbereiche der Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktionen, die sich speziell der Auswertung von Listenmodellen widmen, sind im vergangenen Jahrzehnt extrem angewachsen - und werden daher in den folgenden Abschnitten gesondert dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzerrollen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Tabellenkalkulationsmodelle#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2857</id>
		<title>Tabellenkalkulationsmodelle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2857"/>
		<updated>2009-08-25T21:20:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Listenmodell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formularmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Grundtypes eines Tabellenkalkulationsmodells beschäftigt sich mit EINEM Objekt; es wird zB die Kosten eines Auftrags, die Rentabilität eines Investitionsprojekts, die Höhe der Einkommensteuer einer Person oder auch die Höhe der Studiengebühr einer/eines Studierenden berechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verwenden auch hier ein sehr einfaches Modell, das den MUSSS-Beitrag für ein Modul &amp;quot;Besser Schwindeln&amp;quot; errechnen soll. Das Modul weist 6 ECTS-Punkte auf, je ECTS-Punkt sind 12 € zu bezahlen. Mit dazu kann ein Buch &amp;quot;Optimal Schwindeln in 7 Lektionen zum Hörerscheinpreis von 36 € erworben werden. Der Hörerscheinpreis steht allen MUSSS-Teilnehmer/inne/n automatisch zu. Für Bestellungen vor dem 14. September eines Jahres werden 10% Einführungsrabatt (auf den Gesamtbetrag bezogen) abgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine solche Aufgabenstellung lesen, sollte Ihnen klar sein, dass es sich hier um den Typ eines &amp;quot;Formularmodells&amp;quot; handelt. Ein Formular hat typischerweise Felder, in die man etwas eintragen muss - aus Sicht der Programmierung sind das die Inputvariablen. Diese Inputvariablen sind im vorliegenden Fall:&lt;br /&gt;
* Buch gewünscht (J/N): Der Datentyp dieser Eingabe ist ein Wahrheitswert - es kann nur ja oder nein als Antwort geben.&lt;br /&gt;
* Datum der Bestellung: Davon hängt ab, ob der Einführungsrabatt abzuziehen ist oder nicht.&lt;br /&gt;
Da das Datum der Bestellung automatisch durch das Programm bereitgestellt wird, verbleibt im konkreten Fall nur ein einziges Eingabefeld; wir haben also das &amp;quot;kleinstmöglich&amp;quot; Modell vor uns - und können das auf zwei völlig unterschiedliche Arten lösen:&lt;br /&gt;
[[Datei:Preiskalkulation gut schlecht.png]]&lt;br /&gt;
Bei beiden Lösungsvarianten sind alle erforderlichen Beziehungen durch Formeln abgebildet - rein von den Formeln her besteht zwischen beiden Modell doch ein Unterschied, der Ihnen hoffentlich auffällt:&lt;br /&gt;
* Lösung A ist wie ein Papiertaschentuch - einmal gebraucht und dann wegzuwerfen. Wenn jemand anderer dieses Modell erhält, dann brauch er wahrscheinlich genau so lange, es zu verstehen wie es neu zu machen - und das wird Ihnen selbst auch nicht anders gehen, wenn Sie das Modell nach einem Monat wieder öffnen. Es lohnt sich gar nicht, ein solches Modell überhaupt zu speichern - es ist ein &amp;quot;Wegwerfmodell&amp;quot;. Auch Wegwerfmodelle können ausnahmsweise sinnvoll sein - aber Ausnahmen bestätigen nur die Regel, dass solche Lösungen nicht zweckmäßig sind.&lt;br /&gt;
* Lösung B dagegen ist deutlich übersichtlicher aufgebaut - und der Aufbau sollte ziemlich selbsterklärend sein. Der Endanwender des Modells kann nur eine Zelle eingeben - und daher sind alle anderen Zellen geschützt. Zur visuellen Kennzeichnung des Eingabefeldes ist dieses hier grau unterlegt. Das ist in diesem Fall ein geeignetes Attribut, kann aber in anderen Fällen unzweckmäßig sein, wenn dadurch ein &amp;quot;Fleckerlteppich&amp;quot; entsteht. Bei vielen Eingabefeldern wird daher ein dezenteres Attribut zur Kennzeichnung der Eingabefelder angezeigt sein.&lt;br /&gt;
** In dieser Eingabe ist zudem eine Gültigkeitsprüfung definiert; es sind nur die Werte Ja und Nein eingebbar, die zudem in einer Auswahlliste angezeigt werden&lt;br /&gt;
** Bei der Formel in A6 sieht man zudem, dass die KostenJeECTS als Name angelegt wurden. Der Preis ist zwar laut Angabe fix - eine spätere Änderung aber wohl nicht auszuschließen. Durch die hier gewählte Vorgangsweise muss nur der Zellschutz deaktiviert, die entsprechende Zahl und der Konfigurationstabelle geändert und der Zellschutz wieder aktiviert werden.&lt;br /&gt;
** Ebenso ist dies beim Preis des Buches passiert - auch hier wurde ein Name verwendet. Der Preis ist dabei sowohl im Textfeld in Zelle B7 wie auch in der Formel in A6 durch den Namen repräsentiert.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle mit den beiden Angaben, die zwar für den Endanwender derzeit fix sind, aber für Modelländerungen leicht anpassbar sein sollen, ist in einem anderen Segment der Tabelle untergebracht - daher auch die Verwendung von Namen. Solche Werte, die das Verhalten des Modells steuern, werden oft als &amp;quot;Systemparameter&amp;quot; oder &amp;quot;Konfigurationsdaten&amp;quot; bezeichnet. Auch solche Systemparameter sollten nie fix in Formeln eingegeben werden, sondern durch Bezüge auf Zellen einbezogen werden.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle ist auch so aufgebaut, dass die Kalkulation für mehrere unterschiedliche Module angepasst werden kann. Es kommt dann einfach die Modulbezeichnung als zweites Eingabefeld hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn unser Beispiel so einfach wie möglich ist, sehen Sie daran die wesentlichen Kriterien für Formlarmodelle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klarer Aufbau, der der Denklogik den Endanwenders folgt&lt;br /&gt;
* Visuelle Signalisierung von Eingabezellen&lt;br /&gt;
* Gültigkeitsprüfung von Eingaben, wenn nur bestimmte Wertebereiche zulässig&lt;br /&gt;
* Schutz von Zellen vor unbeabsichtigter bzw. versehentlicher Eingabe&lt;br /&gt;
* Auslagerung von Systemparametern abseits des Modells, mit sprechenden Namen aber dynamisch in das Modell eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Hinweise noch zu Faktoren, die aufgrund der Einfachheit des Modells nicht vorgekommen sind:&lt;br /&gt;
* Neben einer übersichtlichen Darstellung am Bildschirm sollten Sie auch auf eine entsprechende Darstellung am Drucker zu achten. Denken Sie daran: Nicht jede/r hat vielleicht einen so großen Bildschirm wie Sie am Desktop ihn möglicherweise besitzen - und vielleicht trifft das schon Sie selbst bei der Arbeit auf einem Notebook! Bevor Sie ein Modell als &amp;quot;fertig&amp;quot; ansehen, erstellen Sie stets einen PDF-Dokument und kontrollieren Sie, ob ihr Modell auch dann noch den richtigen &amp;quot;Eindruck&amp;quot; macht. &lt;br /&gt;
* Sind die Anweisungen für Eingabefelder komplizierter als es der Platz am Formular erlaubt(und Zeilenumbruch allein nicht reicht), können sie auch Kommentare hinterlegen; das gilt ebenso für komplizierte Formeln, die sonst nur langwierig durchschaubar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Listenmodell ==&lt;br /&gt;
Ein Listenmodell haben Sie schon kennengelernt: Unser Beispiel in Abschnitt [[Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung#Wie_sonst.3F | Analysieren als Entscheidungsvorbereitung - Wie sonst?]] war ein Listenmodell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Listenmodelle enthalten viele gleichartige Objekte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzerrollen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Tabellenkalkulationsmodelle#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2856</id>
		<title>Tabellenkalkulationsmodelle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2856"/>
		<updated>2009-08-25T21:10:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Formularmodell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formularmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Grundtypes eines Tabellenkalkulationsmodells beschäftigt sich mit EINEM Objekt; es wird zB die Kosten eines Auftrags, die Rentabilität eines Investitionsprojekts, die Höhe der Einkommensteuer einer Person oder auch die Höhe der Studiengebühr einer/eines Studierenden berechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verwenden auch hier ein sehr einfaches Modell, das den MUSSS-Beitrag für ein Modul &amp;quot;Besser Schwindeln&amp;quot; errechnen soll. Das Modul weist 6 ECTS-Punkte auf, je ECTS-Punkt sind 12 € zu bezahlen. Mit dazu kann ein Buch &amp;quot;Optimal Schwindeln in 7 Lektionen zum Hörerscheinpreis von 36 € erworben werden. Der Hörerscheinpreis steht allen MUSSS-Teilnehmer/inne/n automatisch zu. Für Bestellungen vor dem 14. September eines Jahres werden 10% Einführungsrabatt (auf den Gesamtbetrag bezogen) abgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine solche Aufgabenstellung lesen, sollte Ihnen klar sein, dass es sich hier um den Typ eines &amp;quot;Formularmodells&amp;quot; handelt. Ein Formular hat typischerweise Felder, in die man etwas eintragen muss - aus Sicht der Programmierung sind das die Inputvariablen. Diese Inputvariablen sind im vorliegenden Fall:&lt;br /&gt;
* Buch gewünscht (J/N): Der Datentyp dieser Eingabe ist ein Wahrheitswert - es kann nur ja oder nein als Antwort geben.&lt;br /&gt;
* Datum der Bestellung: Davon hängt ab, ob der Einführungsrabatt abzuziehen ist oder nicht.&lt;br /&gt;
Da das Datum der Bestellung automatisch durch das Programm bereitgestellt wird, verbleibt im konkreten Fall nur ein einziges Eingabefeld; wir haben also das &amp;quot;kleinstmöglich&amp;quot; Modell vor uns - und können das auf zwei völlig unterschiedliche Arten lösen:&lt;br /&gt;
[[Datei:Preiskalkulation gut schlecht.png]]&lt;br /&gt;
Bei beiden Lösungsvarianten sind alle erforderlichen Beziehungen durch Formeln abgebildet - rein von den Formeln her besteht zwischen beiden Modell doch ein Unterschied, der Ihnen hoffentlich auffällt:&lt;br /&gt;
* Lösung A ist wie ein Papiertaschentuch - einmal gebraucht und dann wegzuwerfen. Wenn jemand anderer dieses Modell erhält, dann brauch er wahrscheinlich genau so lange, es zu verstehen wie es neu zu machen - und das wird Ihnen selbst auch nicht anders gehen, wenn Sie das Modell nach einem Monat wieder öffnen. Es lohnt sich gar nicht, ein solches Modell überhaupt zu speichern - es ist ein &amp;quot;Wegwerfmodell&amp;quot;. Auch Wegwerfmodelle können ausnahmsweise sinnvoll sein - aber Ausnahmen bestätigen nur die Regel, dass solche Lösungen nicht zweckmäßig sind.&lt;br /&gt;
* Lösung B dagegen ist deutlich übersichtlicher aufgebaut - und der Aufbau sollte ziemlich selbsterklärend sein. Der Endanwender des Modells kann nur eine Zelle eingeben - und daher sind alle anderen Zellen geschützt. Zur visuellen Kennzeichnung des Eingabefeldes ist dieses hier grau unterlegt. Das ist in diesem Fall ein geeignetes Attribut, kann aber in anderen Fällen unzweckmäßig sein, wenn dadurch ein &amp;quot;Fleckerlteppich&amp;quot; entsteht. Bei vielen Eingabefeldern wird daher ein dezenteres Attribut zur Kennzeichnung der Eingabefelder angezeigt sein.&lt;br /&gt;
** In dieser Eingabe ist zudem eine Gültigkeitsprüfung definiert; es sind nur die Werte Ja und Nein eingebbar, die zudem in einer Auswahlliste angezeigt werden&lt;br /&gt;
** Bei der Formel in A6 sieht man zudem, dass die KostenJeECTS als Name angelegt wurden. Der Preis ist zwar laut Angabe fix - eine spätere Änderung aber wohl nicht auszuschließen. Durch die hier gewählte Vorgangsweise muss nur der Zellschutz deaktiviert, die entsprechende Zahl und der Konfigurationstabelle geändert und der Zellschutz wieder aktiviert werden.&lt;br /&gt;
** Ebenso ist dies beim Preis des Buches passiert - auch hier wurde ein Name verwendet. Der Preis ist dabei sowohl im Textfeld in Zelle B7 wie auch in der Formel in A6 durch den Namen repräsentiert.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle mit den beiden Angaben, die zwar für den Endanwender derzeit fix sind, aber für Modelländerungen leicht anpassbar sein sollen, ist in einem anderen Segment der Tabelle untergebracht - daher auch die Verwendung von Namen. Solche Werte, die das Verhalten des Modells steuern, werden oft als &amp;quot;Systemparameter&amp;quot; oder &amp;quot;Konfigurationsdaten&amp;quot; bezeichnet. Auch solche Systemparameter sollten nie fix in Formeln eingegeben werden, sondern durch Bezüge auf Zellen einbezogen werden.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle ist auch so aufgebaut, dass die Kalkulation für mehrere unterschiedliche Module angepasst werden kann. Es kommt dann einfach die Modulbezeichnung als zweites Eingabefeld hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn unser Beispiel so einfach wie möglich ist, sehen Sie daran die wesentlichen Kriterien für Formlarmodelle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klarer Aufbau, der der Denklogik den Endanwenders folgt&lt;br /&gt;
* Visuelle Signalisierung von Eingabezellen&lt;br /&gt;
* Gültigkeitsprüfung von Eingaben, wenn nur bestimmte Wertebereiche zulässig&lt;br /&gt;
* Schutz von Zellen vor unbeabsichtigter bzw. versehentlicher Eingabe&lt;br /&gt;
* Auslagerung von Systemparametern abseits des Modells, mit sprechenden Namen aber dynamisch in das Modell eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Hinweise noch zu Faktoren, die aufgrund der Einfachheit des Modells nicht vorgekommen sind:&lt;br /&gt;
* Neben einer übersichtlichen Darstellung am Bildschirm sollten Sie auch auf eine entsprechende Darstellung am Drucker zu achten. Denken Sie daran: Nicht jede/r hat vielleicht einen so großen Bildschirm wie Sie am Desktop ihn möglicherweise besitzen - und vielleicht trifft das schon Sie selbst bei der Arbeit auf einem Notebook! Bevor Sie ein Modell als &amp;quot;fertig&amp;quot; ansehen, erstellen Sie stets einen PDF-Dokument und kontrollieren Sie, ob ihr Modell auch dann noch den richtigen &amp;quot;Eindruck&amp;quot; macht. &lt;br /&gt;
* Sind die Anweisungen für Eingabefelder komplizierter als es der Platz am Formular erlaubt(und Zeilenumbruch allein nicht reicht), können sie auch Kommentare hinterlegen; das gilt ebenso für komplizierte Formeln, die sonst nur langwierig durchschaubar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Listenmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzerrollen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Tabellenkalkulationsmodelle#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2855</id>
		<title>Tabellenkalkulationsmodelle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2855"/>
		<updated>2009-08-25T20:48:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Formularmodell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formularmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Grundtypes eines Tabellenkalkulationsmodells beschäftigt sich mit EINEM Objekt; es wird zB die Kosten eines Auftrags, die Rentabilität eines Investitionsprojekts, die Höhe der Einkommensteuer einer Person oder auch die Höhe der Studiengebühr einer/eines Studierenden berechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verwenden auch hier ein sehr einfaches Modell, das den MUSSS-Beitrag für ein Modul &amp;quot;Besser Schwindeln&amp;quot; errechnen soll. Das Modul weist 6 ECTS-Punkte auf, je ECTS-Punkt sind 12 € zu bezahlen. Mit dazu kann ein Buch &amp;quot;Optimal Schwindeln in 7 Lektionen zum Hörerscheinpreis von 36 € erworben werden. Der Hörerscheinpreis steht allen MUSSS-Teilnehmer/inne/n automatisch zu. Für Bestellungen vor dem 14. September eines Jahres werden 10% Einführungsrabatt (auf den Gesamtbetrag bezogen) abgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine solche Aufgabenstellung lesen, sollte Ihnen klar sein, dass es sich hier um den Typ eines &amp;quot;Formularmodells&amp;quot; handelt. Ein Formular hat typischerweise Felder, in die man etwas eintragen muss - aus Sicht der Programmierung sind das die Inputvariablen. Diese Inputvariablen sind im vorliegenden Fall:&lt;br /&gt;
* Buch gewünscht (J/N): Der Datentyp dieser Eingabe ist ein Wahrheitswert - es kann nur ja oder nein als Antwort geben.&lt;br /&gt;
* Datum der Bestellung: Davon hängt ab, ob der Einführungsrabatt abzuziehen ist oder nicht.&lt;br /&gt;
Da das Datum der Bestellung automatisch durch das Programm bereitgestellt wird, verbleibt im konkreten Fall nur ein einziges Eingabefeld; wir haben also das &amp;quot;kleinstmöglich&amp;quot; Modell vor uns - und können das auf zwei völlig unterschiedliche Arten lösen:&lt;br /&gt;
[[Datei:Preiskalkulation gut schlecht.png]]&lt;br /&gt;
Bei beiden Lösungsvarianten sind alle erforderlichen Beziehungen durch Formeln abgebildet - rein von den Formeln her besteht zwischen beiden Modell doch ein Unterschied, der Ihnen hoffentlich auffällt:&lt;br /&gt;
* Lösung A ist wie ein Papiertaschentuch - einmal gebraucht und dann wegzuwerfen. Wenn jemand anderer dieses Modell erhält, dann brauch er wahrscheinlich genau so lange, es zu verstehen wie es neu zu machen - und das wird Ihnen selbst auch nicht anders gehen, wenn Sie das Modell nach einem Monat wieder öffnen. Es lohnt sich gar nicht, ein solches Modell überhaupt zu speichern - es ist ein &amp;quot;Wegwerfmodell&amp;quot;. Auch Wegwerfmodelle können ausnahmsweise sinnvoll sein - aber Ausnahmen bestätigen nur die Regel, dass solche Lösungen nicht zweckmäßig sind.&lt;br /&gt;
* Lösung B dagegen ist deutlich übersichtlicher aufgebaut - und der Aufbau sollte ziemlich selbsterklärend sein. Der Endanwender des Modells kann nur eine Zelle eingeben - und daher sind alle anderen Zellen geschützt. Zur visuellen Kennzeichnung des Eingabefeldes ist dieses hier grau unterlegt. Das ist in diesem Fall ein geeignetes Merkmal, kann aber in anderen Fällen unzweckmäßig sein, wenn dadurch ein &amp;quot;Fleckerlteppich&amp;quot; entsteht. Bei vielen Eingabefeldern kann daher ein dezenteres Attribut zur Kennzeichnung der Eingabefelder angezeigt sein.&lt;br /&gt;
** In dieser Eingabe ist zudem eine Gültigkeitsprüfung definiert; es sind nur die Werte Ja und Nein eingebbar, die zudem in einer Auswahlliste angezeigt werden&lt;br /&gt;
** Bei der Formel in A6 sieht man zudem, dass die KostenJeECTS als Name angelegt wurden. Der Preis ist zwar laut Angabe fix - eine spätere Änderung aber wohl nicht auszuschließen.&lt;br /&gt;
** Ebenso ist dies beim Preis des Buches passiert - auch hier wurde ein Name verwendet. Der Preis ist dabei sowohl im Textfeld in Zelle B7 wie auch in der Formel in A6 durch den Namen repräsentiert.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle mit den beiden Angaben, die zwar für den Endanwender derzeit fix sind, aber für Modelländerungen leicht angepassbar sein sollen, ist in einem anderen Segment der Tabelle untergebracht - daher auch die Verwendung von Namen.&lt;br /&gt;
** Die Tabelle ist auch so aufgebaut, dass die Kalkulation für mehrere unterschiedliche Module angepasst werden kann. Es kommt dann einfach die Modulbezeichnung als zweites Eingabefeld hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Listenmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzerrollen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Tabellenkalkulationsmodelle#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2854</id>
		<title>Tabellenkalkulationsmodelle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2854"/>
		<updated>2009-08-25T20:28:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Formularmodell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formularmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Grundtypes eines Tabellenkalkulationsmodells beschäftigt sich mit EINEM Objekt; es wird zB die Kosten eines Auftrags, die Rentabilität eines Investitionsprojekts, die Höhe der Einkommensteuer einer Person oder auch die Höhe der Studiengebühr einer/eines Studierenden berechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verwenden auch hier ein sehr einfaches Modell, das den MUSSS-Beitrag für ein Modul &amp;quot;Besser Schwindeln&amp;quot; errechnen soll. Das Modul weist 6 ECTS-Punkte auf, je ECTS-Punkt sind 12 € zu bezahlen. Mit dazu kann ein Buch &amp;quot;Optimal Schwindeln in 7 Lektionen zum Hörerscheinpreis von 36 € erworben werden. Der Hörerscheinpreis steht allen MUSSS-Teilnehmer/inne/n automatisch zu. Für Bestellungen vor dem 14. September eines Jahres werden 10% Einführungsrabatt (auf den Gesamtbetrag bezogen) abgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine solche Aufgabenstellung lesen, sollte Ihnen klar sein, dass es sich hier um den Typ eines &amp;quot;Formularmodells&amp;quot; handelt. Ein Formular hat typischerweise Felder, in die man etwas eintragen muss - aus Sicht der Programmierung sind das die Inputvariablen. Diese Inputvariablen sind im vorliegenden Fall:&lt;br /&gt;
* Buch gewünscht (J/N): Der Datentyp dieser Eingabe ist ein Wahrheitswert - es kann nur ja oder nein als Antwort geben.&lt;br /&gt;
* Datum der Bestellung: Davon hängt ab, ob der Einführungsrabatt abzuziehen ist oder nicht.&lt;br /&gt;
Da das Datum der Bestellung automatisch durch das Programm bereitgestellt wird, verbleibt im konkreten Fall nur ein einziges Eingabefeld; wir haben also das &amp;quot;kleinstmöglich&amp;quot; Modell vor uns - und können das auf zwei völlig unterschiedliche Arten lösen:&lt;br /&gt;
[[Datei:Preiskalkulation gut schlecht.png]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Listenmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzerrollen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Tabellenkalkulationsmodelle#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Datei:Preiskalkulation_gut_schlecht.png&amp;diff=2853</id>
		<title>Datei:Preiskalkulation gut schlecht.png</title>
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		<updated>2009-08-25T20:27:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: Zeigt zwei Versionen dieses einfachen Modells - eine Wegwerfversion und eine wiederverwendbare Version.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zeigt zwei Versionen dieses einfachen Modells - eine Wegwerfversion und eine wiederverwendbare Version.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2852</id>
		<title>Tabellenkalkulationsmodelle</title>
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		<updated>2009-08-25T20:24:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Formularmodell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formularmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Grundtypes eines Tabellenkalkulationsmodells beschäftigt sich mit EINEM Objekt; es wird zB die Kosten eines Auftrags, die Rentabilität eines Investitionsprojekts, die Höhe der Einkommensteuer einer Person oder auch die Höhe der Studiengebühr einer/eines Studierenden berechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verwenden auch hier ein sehr einfaches Modell, das den MUSSS-Beitrag für ein Modul &amp;quot;Besser Schwindeln&amp;quot; errechnen soll. Das Modul weist 6 ECTS-Punkte auf, je ECTS-Punkt sind 12 € zu bezahlen. Mit dazu kann ein Buch &amp;quot;Optimal Schwindeln in 7 Lektionen zum Hörerscheinpreis von 36 € erworben werden. Der Hörerscheinpreis steht allen MUSSS-Teilnehmer/inne/n automatisch zu. Für Bestellungen vor dem 14. September eines Jahres werden 10% Einführungsrabatt (auf den Gesamtbetrag bezogen) abgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine solche Aufgabenstellung lesen, sollte Ihnen klar sein, dass es sich hier um den Typ eines &amp;quot;Formularmodells&amp;quot; handelt. Ein Formular hat typischerweise Felder, in die man etwas eintragen muss - aus Sicht der Programmierung sind das die Inputvariablen. Diese Inputvariablen sind im vorliegenden Fall:&lt;br /&gt;
* Buch gewünscht (J/N): Der Datentyp dieser Eingabe ist ein Wahrheitswert - es kann nur ja oder nein als Antwort geben.&lt;br /&gt;
* Datum der Bestellung: Davon hängt ab, ob der Einführungsrabatt abzuziehen ist oder nicht.&lt;br /&gt;
Da das Datum der Bestellung automatisch durch das Programm bereitgestellt wird, verbleibt im konkreten Fall nur ein einziges Eingabefeld; wir haben also das &amp;quot;kleinstmöglich&amp;quot; Modell vor uns - und können das auf zwei völlig unterschiedliche Arten lösen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Listenmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzerrollen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Tabellenkalkulationsmodelle#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2851</id>
		<title>Tabellenkalkulationsmodelle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2851"/>
		<updated>2009-08-25T19:13:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Formularmodell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formularmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Grundtypes eines Tabellenkalkulationsmodells beschäftigt sich mit EINEM Objekt; es wird zB die Kosten eines Auftrags, die Rentabilität eines Investitionsprojekts, die Höhe der Einkommensteuer einer Person oder auch die Höhe der Studiengebühr einer/eines Studierenden berechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verwenden auch hier ein sehr einfaches Modell, das den MUSSS-Beitrag für ein Modul &amp;quot;Besser Schwindeln&amp;quot; errechnen soll. Das Modul weist 6 ECTS-Punkte auf, je ECTS-Punkt sind 12 € zu bezahlen. Mit dazu kann ein Buch &amp;quot;Optimal Schwindeln in 7 Lektionen zum Hörerscheinpreis von 36 € erworben werden. Der Hörerscheinpreis steht allen MUSSS-Teilnehmer/inne/n automatisch zu. Für Bestellungen vor dem 14. September eines Jahres werden 10% Einführungsrabatt (auf den Gesamtbetrag bezogen) abgezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine solche Aufgabenstellung lesen, sollte Ihnen klar sein, dass es sich hier um den Typ eines &amp;quot;Formularmodells&amp;quot; handelt. Ein Formular hat typischerweise Felder, in die man etwas eintragen muss - aus Sicht der Programmierung sind das die Inputvariablen. Diese Inputvariablen sind im vorliegenden Fall:&lt;br /&gt;
* Buch gewünscht (J/N): Der Datentyp dieser Eingabe ist ein Wahrheitswert - es kann nur ja oder nein als Antwort geben.&lt;br /&gt;
* Datum der Bestellung: Davon hängt ab, ob der Einführungsrabatt abzuziehen ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Listenmodell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Benutzerrollen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Tabellenkalkulationsmodelle#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2850</id>
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		<updated>2009-08-25T17:30:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.}}&lt;br /&gt;
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== Formularmodell ==&lt;br /&gt;
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== Listenmodell ==&lt;br /&gt;
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== Benutzerrollen ==&lt;br /&gt;
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== Literatur ==&lt;br /&gt;
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=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Tabellenkalkulationsmodelle#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulation&amp;diff=2849</id>
		<title>Tabellenkalkulation</title>
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		<updated>2009-08-25T17:27:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle und die für etwas komplexere Lösungen erforderlichen Funktionen sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.&lt;br /&gt;
Im Abschnitt Tabellenkalkulationsfunktionen lernen Sie dann eine spezifische Auswahl von Funktionen kennen, die für Modelle besonders relevant sind; diese haben eine zentrale Funktion beim Aufbau von Modellen.&lt;br /&gt;
Abgeschlossen wird dieses Kapitel durch Abschnitte über spezifische Funktionen zur Bearbeitung von Listen in Tabellenkalkulationsprogrammen - einerseits eindimensional durch Filter auf die Liste selbst, andererseits mehrdimensional durch Pivottabellen. Es ergeben sich hier oftmals Kombinationen dergestalt, dass Daten aus Datenbank exportiert und in Tabellenkalkulationsprogrammen importiert und weiter analysiert werden. Der Datenauschtausch wird daher ebenfalls mit behandelt. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOTOC__ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tabellenkalkulationsmodelle | Tabellenkalkulationsmodelle ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tabellenkalkulationsfunktionen | Wichtige Tabellenkalkulationsfunktionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Listenanalyse| Filter, Spezialfilter für Daten und Datenimport/-export]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Pivottabellen | Pivottabellen ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulation&amp;diff=2848</id>
		<title>Tabellenkalkulation</title>
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		<updated>2009-08-25T17:27:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle und die für etwas komplexere Lösungen erforderlichen Funktionen sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann.&lt;br /&gt;
Im Abschnitt Tabellenkalkulationsfunktionen lernen Sie dann eine spezifische Auswahl von Funktionen kennen, die für Modelle besonders relevant sind; diese haben eine zentrale Funktion beim Aufbau von Modellen.&lt;br /&gt;
Abgeschlossen wird dieses Kapitel durch Abschnitte über spezifische Funktionen zur Bearbeitung von Listen in Tabellenkalkulationsprogrammen - einerseits eindimensional durch Filter auf die Liste selbst, andererseits mehrdimensional durch Pivottabellen. Es ergeben sich hier oftmals Kombinationen dergestalt, dass Daten aus Datenbank exportiert und in Tabellenkalkulationsprogrammen importiert und weiter analysiert werden. Der Datenauschtausch wird daher ebenfalls mit behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOTOC__ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tabellenkalkulationsmodelle | Tabellenkalkulationsmodelle ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tabellenkalkulationsfunktionen | Wichtige Tabellenkalkulationsfunktionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Listenanalyse| Filter, Spezialfilter für Daten und Datenimport/-export]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Pivottabellen | Pivottabellen ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2847</id>
		<title>Tabellenkalkulationsmodelle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulationsmodelle&amp;diff=2847"/>
		<updated>2009-08-25T17:20:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem besch...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:LernLogbuch.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:LernLogbuch-Modell.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort wird Sie möglicherweise überraschen: Die Erstellung von Tabellenkalkulationsmodellen ist eine Form der Programmierung. Grundprinzip der Programmierung ist es, Regeln zu formulieren, die aufgrund von gegebenen Eingabedaten neue Ergebnisse erzeugen. Es ist eine sehr spezialisierte und benutzernahe Form von Programmierung, die Sie mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogramme betreiben - aber die Grundprinzipien sind dieselben. Vieles wird Ihnen bei Tabellenkalkulationsprogrammen &amp;quot;abgenommen&amp;quot; - aber für die Gestaltung komplexerer Modelle, insb. bei Grenzfällen bzw. bei der Fehlersuche, sind die allgemeinen Prinzipien für die Beurteilung der Softwarequalität auch in Zusammenhang mit Tabellenkalkulationsmodellen von Belang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollten daher Modelle so entwickeln, dass andere (und auch Sie selbst nach längerer Pause) den Sinn des Modells rasch erkennen und auch nachprüfen können. Es sollte gleichzeitig auf neue Anforderungen anpassbar sein, was einen klar strukturierten Aufbau voraussetzt. Es sollte gleichzeitig die Daten in einer Form bereitstellen, die auch eine anschließende Weiterverarbeitung sicherstellt. Das erfordert ein Grundverständnis über die folgenden Programmierkonzepte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variable ===&lt;br /&gt;
Allen Programmiersprachen ist gemeinsam, dass Sie Variable verwenden, um wechselnde Werte, mit denen im Programm gearbeitet wird, aufzunehmen. Immer sind diesen Variablen Speicheradressen zugeordnet - bei der Tabellenkalkulation auch. Die &amp;quot;Speicheradressen&amp;quot; der Variablen sind hier die Zellreferenzen: Von A1 bis AS65535 zum Beispiel. Bei der Programmierung verwendet man üblicherweise &amp;quot;sprechende&amp;quot; Bezeichnungen. &amp;quot;Bruttobetrag - MWSt&amp;quot; liefert wesentlich mehr Bedeutung (&amp;quot;Semantik&amp;quot;) als &amp;quot;B1-B2&amp;quot;. Auch wenn es selten verwendet wird, bieten auch Tabellenkalkulationsprogramme die erstgenannte Möglichkeit: Man kann für Zellen oder Zellbereiche Namen vergeben und diese dann statt der Zelladressen verwenden. Namen werden dabei standardmäßig als absolute Adressen definiert.&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Namen ist etwas umständlich; man wird daher nicht in jeder Formel Namen anwenden. Sehr zu empfehlen ist dies jedoch dort, wo eine Verweis auf weiter entfernte Zellen erfolgt, die außerhalb des sichtbaren Umfelds liegen und deren Bedeutung daher nicht &amp;quot;auf einen Blick&amp;quot; klar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datentypen === &lt;br /&gt;
Programmiersprachen weisen meist ein sehr rigides Konzept an Datentypen auf; man muss vor jeder Verwendung einer Variablen angeben, welchem Datentyp sie zugeordnet ist. Der Datentyp definiert, welche Symbolkombinationen eine Variablen enthalten kann und welche Operationen auf diese Variable zugelassen sind. Die vorherige Typfestlegung ermöglichst es den Übersetzungsprogrammen (Compiler), schon vor der Laufzeit des Programms bestimmte Fehler zu erkennen.&lt;br /&gt;
Eine Typfestlegung in diesem Sinne ist Ihnen bei Tabellenkalkationsprogrammen noch nie untergekommen - und dennoch gibt es Datentypen auch hier. Ihnen ist sicher schon aufgefallen, dass Eingaben manchmal linksbündig, manchmal rechtsbündig angeordnet werden. Das ist eine Konsequenz der Zuordnung des Datentyps. Zahlen werden rechtsbündig, Texte werden linksbündig dargestellt - wobei das natürlich durch den User verändert werden kann.&lt;br /&gt;
Normalerweise erfolgt die Zuordnung des Datentyps implizit - d. h. dass anhand der eingegebenen Zeichen das Programm selbständig den passendsten Datentyp zuordnet.&lt;br /&gt;
* Die Matrikelnummer 0755345 wird daher als Zahl erkannt und typischerweise ohne führende 0 dargestellt. Das die Matrikelnummer aber immer siebenstellig sein muss, wäre hier der Datentyp &amp;quot;Text&amp;quot; zu wählen. Auch das können Sie erreichen, indem Sie das &amp;quot;Erkennungszeichen&amp;quot; &#039; für den Datentyp Text eingeben. Die Zahl wird dann als Datentyp Text zugeordnet und mit führender Null (rechtsbündig) in der Zelle angezeigt.&lt;br /&gt;
* Wenn Sie die Artikelnummer &amp;quot;2/2/4&amp;quot; in eine Zelle eingeben, dann wird das ebenfalls nicht als Text erkannt, sondern implizit dem Datentyp &amp;quot;Datum&amp;quot; zugeordnet.&lt;br /&gt;
* Der 1. 1. 20000 dagegen wird möglicherweise nicht als Datum erkannt werden, weil der Datumsbereich zB in Open Office im Jahr 9999 endet. Das wird zwar in aller Regel als Planungshorizont ausreichen - kann aber bei Tippfehlern durchaus unerwartete Konsequenzen haben.&lt;br /&gt;
Konsequenzen hat die Zuordnung von Datentypen insbesondere bei Formeln, die Zellen unterschiedlicher Datentypen verknüpfen. Hier unterscheiden sich teilweise die Tabellenkalkulationsprogramme. Alle konvertieren Datentypen, sofern das inhaltlich eindeutig möglich ist (zB Verkettung von Text und Zahl). Wenn das nicht möglich ist, ignorieren manche Programme die nicht konvertierbaren Werte einfach - andere geben einen Fehlerwert aus. Beides kann je nach Situation nützlich sein. Zu wissen, was das eigene Programm macht, ist allerdings bei der Fehlersuche sehr nützlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozedural vs. Non-Prozedural ===&lt;br /&gt;
Die meisten Programmiersprachen arbeiten &amp;quot;prozedural&amp;quot;, d. h. dass der Weg zur Lösung des Problems Schritt für Schritt in einer formalen Sprache definiert werden muss. Das ist bei Tabellenkalkulation (und auch in SQL) anders: Bei diesen Werkzeugen, die dann als &amp;quot;Non-prozedural&amp;quot; bezeichnet werden, sind die Lösungswege bereits &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; und nur mehr durch die eingegebenen Daten &amp;quot;modifizierbar&amp;quot;. Solche non-prozeduralen Tools sind daher auch auf eine bestimmte Kategorie von Problemstellungen beschränkt und nicht wie prozedurale Programmiersprachen universell einsetzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie an Beispiel 2 zurückdenken: Sie würden sich vielleicht wünschen, dass die Tabelle sich automatisch aufsteigend nach Datum sortiert, falls einmal ein Datum außerhalb der Reihenfolge eingegeben wird. Eine solche Forderung ist mit dem Prinzip der &amp;quot;Non-Prozeduralität&amp;quot; nicht vereinbar - solange es nicht durch eine entsprechende Funktion im Programm &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; ist. Vieles, was heute etwa durch die bedingte Formatierung möglich ist, hätte man vor einigen Jahren noch als Beispiel für das Erfordernis prozeduraler Programmierung verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn diese Entwicklung sicher weitergehen wird, werden immer Aufgaben verbleiben, die nur durch prozedurale Programmierung lösbar sind. Wenn ein Großteil der Aufgabe aber durch Tabellenkalkulation lösbar ist, wäre es sinnlos, das alles prozedural &amp;quot;nachzuprogrammieren&amp;quot;. Jedes moderne Tabellenkalkulationswerkzeug bietet daher als Zusatzfeature auch die Erweiterung von prozeduralen Lösungen im Form von Makros an. In der einfachsten Version können Sie ein Makro erzeugen, indem Sie eine Aktion manuell ausführen und diesen Vorgang aufzeichnen. Sie erzeugen damit den Sourcecode eines Makros, das Sie weiter bearbeiten - wenn Sie es können. Im Rahmen dieses Kurses werden Sie das nicht lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Analysieren als Entscheidungsvorbereitung#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulation&amp;diff=2846</id>
		<title>Tabellenkalkulation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulation&amp;diff=2846"/>
		<updated>2009-08-25T17:10:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Die Kriterien für &amp;quot;gute&amp;quot; Tabellenkalkulationsmodelle und die für etwas komplexere Lösungen erforderlichen Funktionen sind Gegenstand dieses Kapitels. Es werden die unterschiedlichen Typen von Tabellenkalkulationsmodellen angeführt und die unterschiedlichen Rollen, in denen Personen mit derartigen Modellen arbeiten, typisiert. Aus der Kombination von Typ des Modells und Rolle leiten sich dann auch die konkreten Anforderungen ab, wie das Modell im Einzelfall optimal gestaltet werden kann. }}&lt;br /&gt;
__NOTOC__ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tabellenkalkulationsmodelle | Tabellenkalkulationsmodelle ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tabellenkalkulationsfunktionen | Wichtige Tabellenkalkulationsfunktionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Listenanalyse| Filter, Spezialfilter für Daten und Datenimport/-export]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Pivottabellen | Pivottabellen ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulation&amp;diff=2845</id>
		<title>Tabellenkalkulation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulation&amp;diff=2845"/>
		<updated>2009-08-25T16:59:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: Der Seiteninhalt wurde durch einen anderen Text ersetzt: „Test“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Test&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulation&amp;diff=2844</id>
		<title>Tabellenkalkulation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Tabellenkalkulation&amp;diff=2844"/>
		<updated>2009-08-25T16:59:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: hat „Tabellenkalkulation“ nach „Anforderungen Tabellenkalkulation“ verschoben:&amp;amp;#32;scheint eine Seite aus der Geschichte zu sein, die einen wichtigen Begriff reserviert!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Anforderungen Tabellenkalkulation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Anforderungen_Tabellenkalkulation&amp;diff=2843</id>
		<title>Anforderungen Tabellenkalkulation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Anforderungen_Tabellenkalkulation&amp;diff=2843"/>
		<updated>2009-08-25T16:59:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: hat „Tabellenkalkulation“ nach „Anforderungen Tabellenkalkulation“ verschoben:&amp;amp;#32;scheint eine Seite aus der Geschichte zu sein, die einen wichtigen Begriff reserviert!&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Erweiterung des Funktionsrahmens&lt;br /&gt;
*Verknüpfung von Tabellenblättern und Arbeitsmappen&lt;br /&gt;
*Gültigkeitsprüfung von Eingabedaten&lt;br /&gt;
*Benutzerdefinierte Zahlenformate&lt;br /&gt;
*Summewenn, zählenwenn, SVerweis, WVerweis, Namen&lt;br /&gt;
*Bedingte Formatierung&lt;br /&gt;
*Charts: Sinnvolle Aufbereitung für unterschiedliche Zwecke&lt;br /&gt;
*Schutz von Zellen, Tabellenblättern und Arbeitsmappen&lt;br /&gt;
*Datenabfragen: Filtern, Pivot-Tabellen&lt;br /&gt;
*Datenaustausch: einmaliger Import und Export, dynamische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anwendung für geeignete Aufgabenstellungen&lt;br /&gt;
*Grundsätze: Leichte Änderbarkeit - Für andere verständlich - Vermeidung von Fehleingaben&lt;br /&gt;
*Entwurf eines Modells&lt;br /&gt;
**Welche Daten müssen bei jeder Berechnung eingegeben werden?&lt;br /&gt;
**Welche Daten werden sonst benötigt, ändern sich aber selten?&lt;br /&gt;
**Welche Zellen dürfen vom Benutzer verändert werden?&lt;br /&gt;
**Welche Berechnungen sind notwendig? &lt;br /&gt;
**Wie hängen die Daten / Berechnungen zusammen?&lt;br /&gt;
*Implementierung im Tabellenkalkulationsprogramm&lt;br /&gt;
**Papierformat festlegen (horizontal, vertikal)&lt;br /&gt;
**Einsatz geeigneter Formeln (mit Bezügen auf verwendete Werte statt Fixeingaben)&lt;br /&gt;
**Bereiche übersichtlich darstellen und kennzeichnen (Eingaben, Berechnungen, ….)&lt;br /&gt;
**Auswahl geeigneter Benennungen für die verschiedenen Infos, Kommentare&lt;br /&gt;
**Einsatz von Farben, Rahmen,  Text- und Zahlenformaten zur optisch übersichtlichen Gestaltung&lt;br /&gt;
**Zeilenumbrüche bei langen Texten, Überschriften zentrieren&lt;br /&gt;
*Aufbereitung für andere Nutzer: Zellschutz für alle nicht änderbaren Zellen, Eingabezellen mit Kommentaren versehen, Gültigkeitsprüfung bei Eingaben&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren&amp;diff=2842</id>
		<title>Analysieren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren&amp;diff=2842"/>
		<updated>2009-08-25T16:55:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|In diesem Kapitel werden zwei Arten von Analysewerkzeugen vorgestellt, die zur Vorbereitung von Entscheidungen häufig genutzt werden, wobei diese unterschiedliche Dimensionen des Umgangs mit Modellen fokussieren:&lt;br /&gt;
* Mit Tabellenkalkulation lernen Sie ein Werkzeug kennen, mit dem Sie einfache Modelle selbst aufbauen („programmieren“) können. Das erfordert selbstverständlich die Beherrschung zentraler Programmfunktionen, geht aber darüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Mit SQL beschäftigen Sie sich nicht „gestaltend“, indem Sie selbst Datenmodelle aufbauen, sondern nur „nutzend“. Das ist aber durchaus die typische Funktion von Wirtschaftswissenschaftsabsolvent/inn/en. Unternehmen verfügen regelmäßig über Softwaresysteme, die Daten sammeln – und deren Ad-Hoc-Auswertung zur Entscheidungsvorbereitung ist eine unverzichtbare Funktion z.B. im Controlling. Die hier verwendeten Modelle sind bereits etwas komplexer; als Ausgleich sind die angewandten Funktionen sehr beschränkt. Datenbankabfragesprachen weisen erheblich mehr an Funktionalität auf als in diesem Kapitel dargestellt wird.&lt;br /&gt;
Davor werden einige allgemeine Konzepte erläutert, die für beide Teilbereiche anwendbar sind.}}&lt;br /&gt;
__NOTOC__ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbemerkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Analysieren“ ist kein Selbstzweck – es ist eine vorbereitende Handlung für Entscheidungen. Wenn in diesem Kapitel die Tabellenkalkulation und Datenbankabfragen als Werkzeuge behandelt werden, so sind dies wichtige Beispiele für derartige Aufgaben. Es wäre jedoch ein Missverständnis, wenn jemand auf den Gedanken verfiele, dass nur diese beiden Programmkategorien für Analyseaufgaben herangezogen werden können – ebenso wie es in Missverständnis wäre, wenn Sie annehmen, dass Tabellenkalkulationsprogramme nur für Analyseaufgaben eingesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgemäß ist im folgenden Kapitel das Beherrschen mancher Programmfunktionen zwar ein unverzichtbares Erfordernis – aber die bloß „kochbuchartige“ Beherrschung einzelner Programmfunktionen nicht ausreichend. Im Hinblick auf die Aufgabenstellung der Analyse sollen Sie Kalkulations- und Datenmodelle aufbauen bzw. anwenden, die leicht auch an veränderte Anforderungen angepasst werden können und alle Abhängigkeiten zwischen einzelnen Modellelementen auch dynamisch gestalten – eben ein Modell erstellen. Das klingt abstrakt – und soll auch so sein. Sie treffen auf Zustimmung, wenn Sie das als schwer verständlich ansehen. Es muss aber als „Warnung“ im Voraus gesagt sein, wenn das im Folgenden an Beispielen erläutert wird. Das Prinzip gilt nicht nur für die folgenden Beispiele, sondern allgemein – und es hängt immer von der Aufgabenstellung ab. Es kann durchaus sein, dass eine Lösung, die im folgenden als „mustergültig“ bezeichnet wird, in einer anderen Situation unangebracht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unterscheidet wohl auch den Lehrinhalt einer universitären Lehrveranstaltung von Ihrer bisherigen Ausbildung – auch wenn Sie in beiden sich mit Tabellenkalkulation beschäftigen. Jetzt sollen Sie nicht nur wissen, wie es funktioniert, sondern auch noch, wieso Sie es in dieser Art und nicht anders gemacht haben. Es gibt viele Wege, ein Problem zu lösen. Manche davon als besser und andere als schlechter zu erkennen – und entsprechend zu agieren, soll im Folgenden zwar an Beispielen erläutert werden, aber als abstrakter Grundsatz gelernt und verstanden werden. Sie müssen diese Grundsätze dann auch auf neue Beispiele übertragen können – die vorgestellten Beispiele nur zu reproduzieren, reicht für eine positive Beurteilung nicht hin.&lt;br /&gt;
* [[Analysieren als Entscheidungsvorbereitung | Analysieren als Entscheidungsvorbereitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tabellenkalkulation | Tabellenkalkulation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Datenbanken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[SQL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2824</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2824"/>
		<updated>2009-08-25T01:22:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Zitiervorschlag */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort wird Sie möglicherweise überraschen: Die Erstellung von Tabellenkalkulationsmodellen ist eine Form der Programmierung. Grundprinzip der Programmierung ist es, Regeln zu formulieren, die aufgrund von gegebenen Eingabedaten neue Ergebnisse erzeugen. Es ist eine sehr spezialisierte und benutzernahe Form von Programmierung, die Sie mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogramme betreiben - aber die Grundprinzipien sind dieselben. Vieles wird Ihnen bei Tabellenkalkulationsprogrammen &amp;quot;abgenommen&amp;quot; - aber für die Gestaltung komplexerer Modelle, insb. bei Grenzfällen bzw. bei der Fehlersuche, sind die allgemeinen Prinzipien für die Beurteilung der Softwarequalität auch in Zusammenhang mit Tabellenkalkulationsmodellen von Belang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollten daher Modelle so entwickeln, dass andere (und auch Sie selbst nach längerer Pause) den Sinn des Modells rasch erkennen und auch nachprüfen können. Es sollte gleichzeitig auf neue Anforderungen anpassbar sein, was einen klar strukturierten Aufbau voraussetzt. Es sollte gleichzeitig die Daten in einer Form bereitstellen, die auch eine anschließende Weiterverarbeitung sicherstellt. Das erfordert ein Grundverständnis über die folgenden Programmierkonzepte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variable ===&lt;br /&gt;
Allen Programmiersprachen ist gemeinsam, dass Sie Variable verwenden, um wechselnde Werte, mit denen im Programm gearbeitet wird, aufzunehmen. Immer sind diesen Variablen Speicheradressen zugeordnet - bei der Tabellenkalkulation auch. Die &amp;quot;Speicheradressen&amp;quot; der Variablen sind hier die Zellreferenzen: Von A1 bis AS65535 zum Beispiel. Bei der Programmierung verwendet man üblicherweise &amp;quot;sprechende&amp;quot; Bezeichnungen. &amp;quot;Bruttobetrag - MWSt&amp;quot; liefert wesentlich mehr Bedeutung (&amp;quot;Semantik&amp;quot;) als &amp;quot;B1-B2&amp;quot;. Auch wenn es selten verwendet wird, bieten auch Tabellenkalkulationsprogramme die erstgenannte Möglichkeit: Man kann für Zellen oder Zellbereiche Namen vergeben und diese dann statt der Zelladressen verwenden. Namen werden dabei standardmäßig als absolute Adressen definiert.&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Namen ist etwas umständlich; man wird daher nicht in jeder Formel Namen anwenden. Sehr zu empfehlen ist dies jedoch dort, wo eine Verweis auf weiter entfernte Zellen erfolgt, die außerhalb des sichtbaren Umfelds liegen und deren Bedeutung daher nicht &amp;quot;auf einen Blick&amp;quot; klar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datentypen === &lt;br /&gt;
Programmiersprachen weisen meist ein sehr rigides Konzept an Datentypen auf; man muss vor jeder Verwendung einer Variablen angeben, welchem Datentyp sie zugeordnet ist. Der Datentyp definiert, welche Symbolkombinationen eine Variablen enthalten kann und welche Operationen auf diese Variable zugelassen sind. Die vorherige Typfestlegung ermöglichst es den Übersetzungsprogrammen (Compiler), schon vor der Laufzeit des Programms bestimmte Fehler zu erkennen.&lt;br /&gt;
Eine Typfestlegung in diesem Sinne ist Ihnen bei Tabellenkalkationsprogrammen noch nie untergekommen - und dennoch gibt es Datentypen auch hier. Ihnen ist sicher schon aufgefallen, dass Eingaben manchmal linksbündig, manchmal rechtsbündig angeordnet werden. Das ist eine Konsequenz der Zuordnung des Datentyps. Zahlen werden rechtsbündig, Texte werden linksbündig dargestellt - wobei das natürlich durch den User verändert werden kann.&lt;br /&gt;
Normalerweise erfolgt die Zuordnung des Datentyps implizit - d. h. dass anhand der eingegebenen Zeichen das Programm selbständig den passendsten Datentyp zuordnet.&lt;br /&gt;
* Die Matrikelnummer 0755345 wird daher als Zahl erkannt und typischerweise ohne führende 0 dargestellt. Das die Matrikelnummer aber immer siebenstellig sein muss, wäre hier der Datentyp &amp;quot;Text&amp;quot; zu wählen. Auch das können Sie erreichen, indem Sie das &amp;quot;Erkennungszeichen&amp;quot; &#039; für den Datentyp Text eingeben. Die Zahl wird dann als Datentyp Text zugeordnet und mit führender Null (rechtsbündig) in der Zelle angezeigt.&lt;br /&gt;
* Wenn Sie die Artikelnummer &amp;quot;2/2/4&amp;quot; in eine Zelle eingeben, dann wird das ebenfalls nicht als Text erkannt, sondern implizit dem Datentyp &amp;quot;Datum&amp;quot; zugeordnet.&lt;br /&gt;
* Der 1. 1. 20000 dagegen wird möglicherweise nicht als Datum erkannt werden, weil der Datumsbereich zB in Open Office im Jahr 9999 endet. Das wird zwar in aller Regel als Planungshorizont ausreichen - kann aber bei Tippfehlern durchaus unerwartete Konsequenzen haben.&lt;br /&gt;
Konsequenzen hat die Zuordnung von Datentypen insbesondere bei Formeln, die Zellen unterschiedlicher Datentypen verknüpfen. Hier unterscheiden sich teilweise die Tabellenkalkulationsprogramme. Alle konvertieren Datentypen, sofern das inhaltlich eindeutig möglich ist (zB Verkettung von Text und Zahl). Wenn das nicht möglich ist, ignorieren manche Programme die nicht konvertierbaren Werte einfach - andere geben einen Fehlerwert aus. Beides kann je nach Situation nützlich sein. Zu wissen, was das eigene Programm macht, ist allerdings bei der Fehlersuche sehr nützlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozedural vs. Non-Prozedural ===&lt;br /&gt;
Die meisten Programmiersprachen arbeiten &amp;quot;prozedural&amp;quot;, d. h. dass der Weg zur Lösung des Problems Schritt für Schritt in einer formalen Sprache definiert werden muss. Das ist bei Tabellenkalkulation (und auch in SQL) anders: Bei diesen Werkzeugen, die dann als &amp;quot;Non-prozedural&amp;quot; bezeichnet werden, sind die Lösungswege bereits &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; und nur mehr durch die eingegebenen Daten &amp;quot;modifizierbar&amp;quot;. Solche non-prozeduralen Tools sind daher auch auf eine bestimmte Kategorie von Problemstellungen beschränkt und nicht wie prozedurale Programmiersprachen universell einsetzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie an Beispiel 2 zurückdenken: Sie würden sich vielleicht wünschen, dass die Tabelle sich automatisch aufsteigend nach Datum sortiert, falls einmal ein Datum außerhalb der Reihenfolge eingegeben wird. Eine solche Forderung ist mit dem Prinzip der &amp;quot;Non-Prozeduralität&amp;quot; nicht vereinbar - solange es nicht durch eine entsprechende Funktion im Programm &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; ist. Vieles, was heute etwa durch die bedingte Formatierung möglich ist, hätte man vor einigen Jahren noch als Beispiel für das Erfordernis prozeduraler Programmierung verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn diese Entwicklung sicher weitergehen wird, werden immer Aufgaben verbleiben, die nur durch prozedurale Programmierung lösbar sind. Wenn ein Großteil der Aufgabe aber durch Tabellenkalkulation lösbar ist, wäre es sinnlos, das alles prozedural &amp;quot;nachzuprogrammieren&amp;quot;. Jedes moderne Tabellenkalkulationswerkzeug bietet daher als Zusatzfeature auch die Erweiterung von prozeduralen Lösungen im Form von Makros an. In der einfachsten Version können Sie ein Makro erzeugen, indem Sie eine Aktion manuell ausführen und diesen Vorgang aufzeichnen. Sie erzeugen damit den Sourcecode eines Makros, das Sie weiter bearbeiten - wenn Sie es können. Im Rahmen dieses Kurses werden Sie das nicht lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-- === Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-- * [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
-- * [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
-- * [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Analysieren als Entscheidungsvorbereitung#Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2823</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
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		<updated>2009-08-25T01:20:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort wird Sie möglicherweise überraschen: Die Erstellung von Tabellenkalkulationsmodellen ist eine Form der Programmierung. Grundprinzip der Programmierung ist es, Regeln zu formulieren, die aufgrund von gegebenen Eingabedaten neue Ergebnisse erzeugen. Es ist eine sehr spezialisierte und benutzernahe Form von Programmierung, die Sie mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogramme betreiben - aber die Grundprinzipien sind dieselben. Vieles wird Ihnen bei Tabellenkalkulationsprogrammen &amp;quot;abgenommen&amp;quot; - aber für die Gestaltung komplexerer Modelle, insb. bei Grenzfällen bzw. bei der Fehlersuche, sind die allgemeinen Prinzipien für die Beurteilung der Softwarequalität auch in Zusammenhang mit Tabellenkalkulationsmodellen von Belang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollten daher Modelle so entwickeln, dass andere (und auch Sie selbst nach längerer Pause) den Sinn des Modells rasch erkennen und auch nachprüfen können. Es sollte gleichzeitig auf neue Anforderungen anpassbar sein, was einen klar strukturierten Aufbau voraussetzt. Es sollte gleichzeitig die Daten in einer Form bereitstellen, die auch eine anschließende Weiterverarbeitung sicherstellt. Das erfordert ein Grundverständnis über die folgenden Programmierkonzepte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variable ===&lt;br /&gt;
Allen Programmiersprachen ist gemeinsam, dass Sie Variable verwenden, um wechselnde Werte, mit denen im Programm gearbeitet wird, aufzunehmen. Immer sind diesen Variablen Speicheradressen zugeordnet - bei der Tabellenkalkulation auch. Die &amp;quot;Speicheradressen&amp;quot; der Variablen sind hier die Zellreferenzen: Von A1 bis AS65535 zum Beispiel. Bei der Programmierung verwendet man üblicherweise &amp;quot;sprechende&amp;quot; Bezeichnungen. &amp;quot;Bruttobetrag - MWSt&amp;quot; liefert wesentlich mehr Bedeutung (&amp;quot;Semantik&amp;quot;) als &amp;quot;B1-B2&amp;quot;. Auch wenn es selten verwendet wird, bieten auch Tabellenkalkulationsprogramme die erstgenannte Möglichkeit: Man kann für Zellen oder Zellbereiche Namen vergeben und diese dann statt der Zelladressen verwenden. Namen werden dabei standardmäßig als absolute Adressen definiert.&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Namen ist etwas umständlich; man wird daher nicht in jeder Formel Namen anwenden. Sehr zu empfehlen ist dies jedoch dort, wo eine Verweis auf weiter entfernte Zellen erfolgt, die außerhalb des sichtbaren Umfelds liegen und deren Bedeutung daher nicht &amp;quot;auf einen Blick&amp;quot; klar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datentypen === &lt;br /&gt;
Programmiersprachen weisen meist ein sehr rigides Konzept an Datentypen auf; man muss vor jeder Verwendung einer Variablen angeben, welchem Datentyp sie zugeordnet ist. Der Datentyp definiert, welche Symbolkombinationen eine Variablen enthalten kann und welche Operationen auf diese Variable zugelassen sind. Die vorherige Typfestlegung ermöglichst es den Übersetzungsprogrammen (Compiler), schon vor der Laufzeit des Programms bestimmte Fehler zu erkennen.&lt;br /&gt;
Eine Typfestlegung in diesem Sinne ist Ihnen bei Tabellenkalkationsprogrammen noch nie untergekommen - und dennoch gibt es Datentypen auch hier. Ihnen ist sicher schon aufgefallen, dass Eingaben manchmal linksbündig, manchmal rechtsbündig angeordnet werden. Das ist eine Konsequenz der Zuordnung des Datentyps. Zahlen werden rechtsbündig, Texte werden linksbündig dargestellt - wobei das natürlich durch den User verändert werden kann.&lt;br /&gt;
Normalerweise erfolgt die Zuordnung des Datentyps implizit - d. h. dass anhand der eingegebenen Zeichen das Programm selbständig den passendsten Datentyp zuordnet.&lt;br /&gt;
* Die Matrikelnummer 0755345 wird daher als Zahl erkannt und typischerweise ohne führende 0 dargestellt. Das die Matrikelnummer aber immer siebenstellig sein muss, wäre hier der Datentyp &amp;quot;Text&amp;quot; zu wählen. Auch das können Sie erreichen, indem Sie das &amp;quot;Erkennungszeichen&amp;quot; &#039; für den Datentyp Text eingeben. Die Zahl wird dann als Datentyp Text zugeordnet und mit führender Null (rechtsbündig) in der Zelle angezeigt.&lt;br /&gt;
* Wenn Sie die Artikelnummer &amp;quot;2/2/4&amp;quot; in eine Zelle eingeben, dann wird das ebenfalls nicht als Text erkannt, sondern implizit dem Datentyp &amp;quot;Datum&amp;quot; zugeordnet.&lt;br /&gt;
* Der 1. 1. 20000 dagegen wird möglicherweise nicht als Datum erkannt werden, weil der Datumsbereich zB in Open Office im Jahr 9999 endet. Das wird zwar in aller Regel als Planungshorizont ausreichen - kann aber bei Tippfehlern durchaus unerwartete Konsequenzen haben.&lt;br /&gt;
Konsequenzen hat die Zuordnung von Datentypen insbesondere bei Formeln, die Zellen unterschiedlicher Datentypen verknüpfen. Hier unterscheiden sich teilweise die Tabellenkalkulationsprogramme. Alle konvertieren Datentypen, sofern das inhaltlich eindeutig möglich ist (zB Verkettung von Text und Zahl). Wenn das nicht möglich ist, ignorieren manche Programme die nicht konvertierbaren Werte einfach - andere geben einen Fehlerwert aus. Beides kann je nach Situation nützlich sein. Zu wissen, was das eigene Programm macht, ist allerdings bei der Fehlersuche sehr nützlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozedural vs. Non-Prozedural ===&lt;br /&gt;
Die meisten Programmiersprachen arbeiten &amp;quot;prozedural&amp;quot;, d. h. dass der Weg zur Lösung des Problems Schritt für Schritt in einer formalen Sprache definiert werden muss. Das ist bei Tabellenkalkulation (und auch in SQL) anders: Bei diesen Werkzeugen, die dann als &amp;quot;Non-prozedural&amp;quot; bezeichnet werden, sind die Lösungswege bereits &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; und nur mehr durch die eingegebenen Daten &amp;quot;modifizierbar&amp;quot;. Solche non-prozeduralen Tools sind daher auch auf eine bestimmte Kategorie von Problemstellungen beschränkt und nicht wie prozedurale Programmiersprachen universell einsetzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie an Beispiel 2 zurückdenken: Sie würden sich vielleicht wünschen, dass die Tabelle sich automatisch aufsteigend nach Datum sortiert, falls einmal ein Datum außerhalb der Reihenfolge eingegeben wird. Eine solche Forderung ist mit dem Prinzip der &amp;quot;Non-Prozeduralität&amp;quot; nicht vereinbar - solange es nicht durch eine entsprechende Funktion im Programm &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; ist. Vieles, was heute etwa durch die bedingte Formatierung möglich ist, hätte man vor einigen Jahren noch als Beispiel für das Erfordernis prozeduraler Programmierung verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn diese Entwicklung sicher weitergehen wird, werden immer Aufgaben verbleiben, die nur durch prozedurale Programmierung lösbar sind. Wenn ein Großteil der Aufgabe aber durch Tabellenkalkulation lösbar ist, wäre es sinnlos, das alles prozedural &amp;quot;nachzuprogrammieren&amp;quot;. Jedes moderne Tabellenkalkulationswerkzeug bietet daher als Zusatzfeature auch die Erweiterung von prozeduralen Lösungen im Form von Makros an. In der einfachsten Version können Sie ein Makro erzeugen, indem Sie eine Aktion manuell ausführen und diesen Vorgang aufzeichnen. Sie erzeugen damit den Sourcecode eines Makros, das Sie weiter bearbeiten - wenn Sie es können. Im Rahmen dieses Kurses werden Sie das nicht lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-- === Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-- * [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
-- * [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
-- * [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitiervorschlag ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Höller&#039;&#039; in &#039;&#039;Pils&#039;&#039;, Informationsverarbeitung I 1.00, Analysieren als Entscheidungsvorbereitung/Überschrift (mussswiki.idv.edu/iv1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2822</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
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		<updated>2009-08-25T01:17:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort wird Sie möglicherweise überraschen: Die Erstellung von Tabellenkalkulationsmodellen ist eine Form der Programmierung. Grundprinzip der Programmierung ist es, Regeln zu formulieren, die aufgrund von gegebenen Eingabedaten neue Ergebnisse erzeugen. Es ist eine sehr spezialisierte und benutzernahe Form von Programmierung, die Sie mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogramme betreiben - aber die Grundprinzipien sind dieselben. Vieles wird Ihnen bei Tabellenkalkulationsprogrammen &amp;quot;abgenommen&amp;quot; - aber für die Gestaltung komplexerer Modelle, insb. bei Grenzfällen bzw. bei der Fehlersuche, sind die allgemeinen Prinzipien für die Beurteilung der Softwarequalität auch in Zusammenhang mit Tabellenkalkulationsmodellen von Belang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollten daher Modelle so entwickeln, dass andere (und auch Sie selbst nach längerer Pause) den Sinn des Modells rasch erkennen und auch nachprüfen können. Es sollte gleichzeitig auf neue Anforderungen anpassbar sein, was einen klar strukturierten Aufbau voraussetzt. Es sollte gleichzeitig die Daten in einer Form bereitstellen, die auch eine anschließende Weiterverarbeitung sicherstellt. Das erfordert ein Grundverständnis über die folgenden Programmierkonzepte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variable ===&lt;br /&gt;
Allen Programmiersprachen ist gemeinsam, dass Sie Variable verwenden, um wechselnde Werte, mit denen im Programm gearbeitet wird, aufzunehmen. Immer sind diesen Variablen Speicheradressen zugeordnet - bei der Tabellenkalkulation auch. Die &amp;quot;Speicheradressen&amp;quot; der Variablen sind hier die Zellreferenzen: Von A1 bis AS65535 zum Beispiel. Bei der Programmierung verwendet man üblicherweise &amp;quot;sprechende&amp;quot; Bezeichnungen. &amp;quot;Bruttobetrag - MWSt&amp;quot; liefert wesentlich mehr Bedeutung (&amp;quot;Semantik&amp;quot;) als &amp;quot;B1-B2&amp;quot;. Auch wenn es selten verwendet wird, bieten auch Tabellenkalkulationsprogramme die erstgenannte Möglichkeit: Man kann für Zellen oder Zellbereiche Namen vergeben und diese dann statt der Zelladressen verwenden. Namen werden dabei standardmäßig als absolute Adressen definiert.&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Namen ist etwas umständlich; man wird daher nicht in jeder Formel Namen anwenden. Sehr zu empfehlen ist dies jedoch dort, wo eine Verweis auf weiter entfernte Zellen erfolgt, die außerhalb des sichtbaren Umfelds liegen und deren Bedeutung daher nicht &amp;quot;auf einen Blick&amp;quot; klar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datentypen === &lt;br /&gt;
Programmiersprachen weisen meist ein sehr rigides Konzept an Datentypen auf; man muss vor jeder Verwendung einer Variablen angeben, welchem Datentyp sie zugeordnet ist. Der Datentyp definiert, welche Symbolkombinationen eine Variablen enthalten kann und welche Operationen auf diese Variable zugelassen sind. Die vorherige Typfestlegung ermöglichst es den Übersetzungsprogrammen (Compiler), schon vor der Laufzeit des Programms bestimmte Fehler zu erkennen.&lt;br /&gt;
Eine Typfestlegung in diesem Sinne ist Ihnen bei Tabellenkalkationsprogrammen noch nie untergekommen - und dennoch gibt es Datentypen auch hier. Ihnen ist sicher schon aufgefallen, dass Eingaben manchmal linksbündig, manchmal rechtsbündig angeordnet werden. Das ist eine Konsequenz der Zuordnung des Datentyps. Zahlen werden rechtsbündig, Texte werden linksbündig dargestellt - wobei das natürlich durch den User verändert werden kann.&lt;br /&gt;
Normalerweise erfolgt die Zuordnung des Datentyps implizit - d. h. dass anhand der eingegebenen Zeichen das Programm selbständig den passendsten Datentyp zuordnet.&lt;br /&gt;
* Die Matrikelnummer 0755345 wird daher als Zahl erkannt und typischerweise ohne führende 0 dargestellt. Das die Matrikelnummer aber immer siebenstellig sein muss, wäre hier der Datentyp &amp;quot;Text&amp;quot; zu wählen. Auch das können Sie erreichen, indem Sie das &amp;quot;Erkennungszeichen&amp;quot; &#039; für den Datentyp Text eingeben. Die Zahl wird dann als Datentyp Text zugeordnet und mit führender Null (rechtsbündig) in der Zelle angezeigt.&lt;br /&gt;
* Wenn Sie die Artikelnummer &amp;quot;2/2/4&amp;quot; in eine Zelle eingeben, dann wird das ebenfalls nicht als Text erkannt, sondern implizit dem Datentyp &amp;quot;Datum&amp;quot; zugeordnet.&lt;br /&gt;
* Der 1. 1. 20000 dagegen wird möglicherweise nicht als Datum erkannt werden, weil der Datumsbereich zB in Open Office im Jahr 9999 endet. Das wird zwar in aller Regel als Planungshorizont ausreichen - kann aber bei Tippfehlern durchaus unerwartete Konsequenzen haben.&lt;br /&gt;
Konsequenzen hat die Zuordnung von Datentypen insbesondere bei Formeln, die Zellen unterschiedlicher Datentypen verknüpfen. Hier unterscheiden sich teilweise die Tabellenkalkulationsprogramme. Alle konvertieren Datentypen, sofern das inhaltlich eindeutig möglich ist (zB Verkettung von Text und Zahl). Wenn das nicht möglich ist, ignorieren manche Programme die nicht konvertierbaren Werte einfach - andere geben einen Fehlerwert aus. Beides kann je nach Situation nützlich sein. Zu wissen, was das eigene Programm macht, ist allerdings bei der Fehlersuche sehr nützlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozedural vs. Non-Prozedural ===&lt;br /&gt;
Die meisten Programmiersprachen arbeiten &amp;quot;prozedural&amp;quot;, d. h. dass der Weg zur Lösung des Problems Schritt für Schritt in einer formalen Sprache definiert werden muss. Das ist bei Tabellenkalkulation (und auch in SQL) anders: Bei diesen Werkzeugen, die dann als &amp;quot;Non-prozedural&amp;quot; bezeichnet werden, sind die Lösungswege bereits &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; und nur mehr durch die eingegebenen Daten &amp;quot;modifizierbar&amp;quot;. Solche non-prozeduralen Tools sind daher auch auf eine bestimmte Kategorie von Problemstellungen beschränkt und nicht wie prozedurale Programmiersprachen universell einsetzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie an Beispiel 2 zurückdenken: Sie würden sich vielleicht wünschen, dass die Tabelle sich automatisch aufsteigend nach Datum sortiert, falls einmal ein Datum außerhalb der Reihenfolge eingegeben wird. Eine solche Forderung ist mit dem Prinzip der &amp;quot;Non-Prozeduralität&amp;quot; nicht vereinbar - solange es nicht durch eine entsprechende Funktion im Programm &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; ist. Vieles, was heute etwa durch die bedingte Formatierung möglich ist, hätte man vor einigen Jahren noch als Beispiel für das Erfordernis prozeduraler Programmierung verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn diese Entwicklung sicher weitergehen wird, werden immer Aufgaben verbleiben, die nur durch prozedurale Programmierung lösbar sind. Wenn ein Großteil der Aufgabe aber durch Tabellenkalkulation lösbar ist, wäre es sinnlos, das alles prozedural &amp;quot;nachzuprogrammieren&amp;quot;. Jedes moderne Tabellenkalkulationswerkzeug bietet daher als Zusatzfeature auch die Erweiterung von prozeduralen Lösungen im Form von Makros an. In der einfachsten Version können Sie ein Makro erzeugen, indem Sie eine Aktion manuell ausführen und diesen Vorgang aufzeichnen. Sie erzeugen damit den Sourcecode eines Makros, das Sie weiter bearbeiten - wenn Sie es können. Im Rahmen dieses Kurses werden Sie das nicht lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-- === Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-- * [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
-- * [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
-- * [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2821</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2821"/>
		<updated>2009-08-25T01:16:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort wird Sie möglicherweise überraschen: Die Erstellung von Tabellenkalkulationsmodellen ist eine Form der Programmierung. Grundprinzip der Programmierung ist es, Regeln zu formulieren, die aufgrund von gegebenen Eingabedaten neue Ergebnisse erzeugen. Es ist eine sehr spezialisierte und benutzernahe Form von Programmierung, die Sie mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogramme betreiben - aber die Grundprinzipien sind dieselben. Vieles wird Ihnen bei Tabellenkalkulationsprogrammen &amp;quot;abgenommen&amp;quot; - aber für die Gestaltung komplexerer Modelle, insb. bei Grenzfällen bzw. bei der Fehlersuche, sind die allgemeinen Prinzipien für die Beurteilung der Softwarequalität auch in Zusammenhang mit Tabellenkalkulationsmodellen von Belang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollten daher Modelle so entwickeln, dass andere (und auch Sie selbst nach längerer Pause) den Sinn des Modells rasch erkennen und auch nachprüfen können. Es sollte gleichzeitig auf neue Anforderungen anpassbar sein, was einen klar strukturierten Aufbau voraussetzt. Es sollte gleichzeitig die Daten in einer Form bereitstellen, die auch eine anschließende Weiterverarbeitung sicherstellt. Das erfordert ein Grundverständnis über die folgenden Programmierkonzepte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variable ===&lt;br /&gt;
Allen Programmiersprachen ist gemeinsam, dass Sie Variable verwenden, um wechselnde Werte, mit denen im Programm gearbeitet wird, aufzunehmen. Immer sind diesen Variablen Speicheradressen zugeordnet - bei der Tabellenkalkulation auch. Die &amp;quot;Speicheradressen&amp;quot; der Variablen sind hier die Zellreferenzen: Von A1 bis AS65535 zum Beispiel. Bei der Programmierung verwendet man üblicherweise &amp;quot;sprechende&amp;quot; Bezeichnungen. &amp;quot;Bruttobetrag - MWSt&amp;quot; liefert wesentlich mehr Bedeutung (&amp;quot;Semantik&amp;quot;) als &amp;quot;B1-B2&amp;quot;. Auch wenn es selten verwendet wird, bieten auch Tabellenkalkulationsprogramme die erstgenannte Möglichkeit: Man kann für Zellen oder Zellbereiche Namen vergeben und diese dann statt der Zelladressen verwenden. Namen werden dabei standardmäßig als absolute Adressen definiert.&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Namen ist etwas umständlich; man wird daher nicht in jeder Formel Namen anwenden. Sehr zu empfehlen ist dies jedoch dort, wo eine Verweis auf weiter entfernte Zellen erfolgt, die außerhalb des sichtbaren Umfelds liegen und deren Bedeutung daher nicht &amp;quot;auf einen Blick&amp;quot; klar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datentypen === &lt;br /&gt;
Programmiersprachen weisen meist ein sehr rigides Konzept an Datentypen auf; man muss vor jeder Verwendung einer Variablen angeben, welchem Datentyp sie zugeordnet ist. Der Datentyp definiert, welche Symbolkombinationen eine Variablen enthalten kann und welche Operationen auf diese Variable zugelassen sind. Die vorherige Typfestlegung ermöglichst es den Übersetzungsprogrammen (Compiler), schon vor der Laufzeit des Programms bestimmte Fehler zu erkennen.&lt;br /&gt;
Eine Typfestlegung in diesem Sinne ist Ihnen bei Tabellenkalkationsprogrammen noch nie untergekommen - und dennoch gibt es Datentypen auch hier. Ihnen ist sicher schon aufgefallen, dass Eingaben manchmal linksbündig, manchmal rechtsbündig angeordnet werden. Das ist eine Konsequenz der Zuordnung des Datentyps. Zahlen werden rechtsbündig, Texte werden linksbündig dargestellt - wobei das natürlich durch den User verändert werden kann.&lt;br /&gt;
Normalerweise erfolgt die Zuordnung des Datentyps implizit - d. h. dass anhand der eingegebenen Zeichen das Programm selbständig den passendsten Datentyp zuordnet.&lt;br /&gt;
* Die Matrikelnummer 0755345 wird daher als Zahl erkannt und typischerweise ohne führende 0 dargestellt. Das die Matrikelnummer aber immer siebenstellig sein muss, wäre hier der Datentyp &amp;quot;Text&amp;quot; zu wählen. Auch das können Sie erreichen, indem Sie das &amp;quot;Erkennungszeichen&amp;quot; &#039; für den Datentyp Text eingeben. Die Zahl wird dann als Datentyp Text zugeordnet und mit führender Null (rechtsbündig) in der Zelle angezeigt.&lt;br /&gt;
* Wenn Sie die Artikelnummer &amp;quot;2/2/4&amp;quot; in eine Zelle eingeben, dann wird das ebenfalls nicht als Text erkannt, sondern implizit dem Datentyp &amp;quot;Datum&amp;quot; zugeordnet.&lt;br /&gt;
* Der 1. 1. 20000 dagegen wird möglicherweise nicht als Datum erkannt werden, weil der Datumsbereich zB in Open Office im Jahr 9999 endet. Das wird zwar in aller Regel als Planungshorizont ausreichen - kann aber bei Tippfehlern durchaus unerwartete Konsequenzen haben.&lt;br /&gt;
Konsequenzen hat die Zuordnung von Datentypen insbesondere bei Formeln, die Zellen unterschiedlicher Datentypen verknüpfen. Hier unterscheiden sich teilweise die Tabellenkalkulationsprogramme. Alle konvertieren Datentypen, sofern das inhaltlich eindeutig möglich ist (zB Verkettung von Text und Zahl). Wenn das nicht möglich ist, ignorieren manche Programme die nicht konvertierbaren Werte einfach - andere geben einen Fehlerwert aus. Beides kann je nach Situation nützlich sein. Zu wissen, was das eigene Programm macht, ist allerdings bei der Fehlersuche sehr nützlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozedural vs. Non-Prozedural ===&lt;br /&gt;
Die meisten Programmiersprachen arbeiten &amp;quot;prozedural&amp;quot;, d. h. dass der Weg zur Lösung des Problems Schritt für Schritt in einer formalen Sprache definiert werden muss. Das ist bei Tabellenkalkulation (und auch in SQL) anders: Bei diesen Werkzeugen, die dann als &amp;quot;Non-prozedural&amp;quot; bezeichnet werden, sind die Lösungswege bereits &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; und nur mehr durch die eingegebenen Daten &amp;quot;modifizierbar&amp;quot;. Solche non-prozeduralen Tools sind daher auch auf eine bestimmte Kategorie von Problemstellungen beschränkt und nicht wie prozedurale Programmiersprachen universell einsetzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie an Beispiel 2 zurückdenken: Sie würden sich vielleicht wünschen, dass die Tabelle sich automatisch aufsteigend nach Datum sortiert, falls einmal ein Datum außerhalb der Reihenfolge eingegeben wird. Eine solche Forderung ist mit dem Prinzip der &amp;quot;Non-Prozeduralität&amp;quot; nicht vereinbar - solange es nicht durch eine entsprechende Funktion im Programm &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; ist. Vieles, was heute etwa durch die bedingte Formatierung möglich ist, hätte man vor einigen Jahren noch als Beispiel für das Erfordernis prozeduraler Programmierung verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn diese Entwicklung sicher weitergehen wird, werden immer Aufgaben verbleiben, die nur durch prozedurale Programmierung lösbar sind. Wenn ein Großteil der Aufgabe aber durch Tabellenkalkulation lösbar ist, wäre es sinnlos, das alles prozedural &amp;quot;nachzuprogrammieren&amp;quot;. Jedes moderne Tabellenkalkulationswerkzeug bietet daher als Zusatzfeature auch die Erweiterung von prozeduralen Lösungen im Form von Makros an. In der einfachsten Version können Sie ein Makro erzeugen, indem Sie eine Aktion manuell ausführen und diesen Vorgang aufzeichnen. Sie erzeugen damit den Sourcecode eines Makros, das Sie weiter bearbeiten - wenn Sie es können. Im Rahmen dieses Kurses werden Sie das nicht lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-- === Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;-- * [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
&amp;lt;-- * [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
&amp;lt;-- * [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2820</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2820"/>
		<updated>2009-08-25T01:13:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Prozedural vs. Non-Prozedural */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort wird Sie möglicherweise überraschen: Die Erstellung von Tabellenkalkulationsmodellen ist eine Form der Programmierung. Grundprinzip der Programmierung ist es, Regeln zu formulieren, die aufgrund von gegebenen Eingabedaten neue Ergebnisse erzeugen. Es ist eine sehr spezialisierte und benutzernahe Form von Programmierung, die Sie mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogramme betreiben - aber die Grundprinzipien sind dieselben. Vieles wird Ihnen bei Tabellenkalkulationsprogrammen &amp;quot;abgenommen&amp;quot; - aber für die Gestaltung komplexerer Modelle, insb. bei Grenzfällen bzw. bei der Fehlersuche, sind die allgemeinen Prinzipien für die Beurteilung der Softwarequalität auch in Zusammenhang mit Tabellenkalkulationsmodellen von Belang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollten daher Modelle so entwickeln, dass andere (und auch Sie selbst nach längerer Pause) den Sinn des Modells rasch erkennen und auch nachprüfen können. Es sollte gleichzeitig auf neue Anforderungen anpassbar sein, was einen klar strukturierten Aufbau voraussetzt. Es sollte gleichzeitig die Daten in einer Form bereitstellen, die auch eine anschließende Weiterverarbeitung sicherstellt. Das erfordert ein Grundverständnis über die folgenden Programmierkonzepte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variable ===&lt;br /&gt;
Allen Programmiersprachen ist gemeinsam, dass Sie Variable verwenden, um wechselnde Werte, mit denen im Programm gearbeitet wird, aufzunehmen. Immer sind diesen Variablen Speicheradressen zugeordnet - bei der Tabellenkalkulation auch. Die &amp;quot;Speicheradressen&amp;quot; der Variablen sind hier die Zellreferenzen: Von A1 bis AS65535 zum Beispiel. Bei der Programmierung verwendet man üblicherweise &amp;quot;sprechende&amp;quot; Bezeichnungen. &amp;quot;Bruttobetrag - MWSt&amp;quot; liefert wesentlich mehr Bedeutung (&amp;quot;Semantik&amp;quot;) als &amp;quot;B1-B2&amp;quot;. Auch wenn es selten verwendet wird, bieten auch Tabellenkalkulationsprogramme die erstgenannte Möglichkeit: Man kann für Zellen oder Zellbereiche Namen vergeben und diese dann statt der Zelladressen verwenden. Namen werden dabei standardmäßig als absolute Adressen definiert.&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Namen ist etwas umständlich; man wird daher nicht in jeder Formel Namen anwenden. Sehr zu empfehlen ist dies jedoch dort, wo eine Verweis auf weiter entfernte Zellen erfolgt, die außerhalb des sichtbaren Umfelds liegen und deren Bedeutung daher nicht &amp;quot;auf einen Blick&amp;quot; klar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datentypen === &lt;br /&gt;
Programmiersprachen weisen meist ein sehr rigides Konzept an Datentypen auf; man muss vor jeder Verwendung einer Variablen angeben, welchem Datentyp sie zugeordnet ist. Der Datentyp definiert, welche Symbolkombinationen eine Variablen enthalten kann und welche Operationen auf diese Variable zugelassen sind. Die vorherige Typfestlegung ermöglichst es den Übersetzungsprogrammen (Compiler), schon vor der Laufzeit des Programms bestimmte Fehler zu erkennen.&lt;br /&gt;
Eine Typfestlegung in diesem Sinne ist Ihnen bei Tabellenkalkationsprogrammen noch nie untergekommen - und dennoch gibt es Datentypen auch hier. Ihnen ist sicher schon aufgefallen, dass Eingaben manchmal linksbündig, manchmal rechtsbündig angeordnet werden. Das ist eine Konsequenz der Zuordnung des Datentyps. Zahlen werden rechtsbündig, Texte werden linksbündig dargestellt - wobei das natürlich durch den User verändert werden kann.&lt;br /&gt;
Normalerweise erfolgt die Zuordnung des Datentyps implizit - d. h. dass anhand der eingegebenen Zeichen das Programm selbständig den passendsten Datentyp zuordnet.&lt;br /&gt;
* Die Matrikelnummer 0755345 wird daher als Zahl erkannt und typischerweise ohne führende 0 dargestellt. Das die Matrikelnummer aber immer siebenstellig sein muss, wäre hier der Datentyp &amp;quot;Text&amp;quot; zu wählen. Auch das können Sie erreichen, indem Sie das &amp;quot;Erkennungszeichen&amp;quot; &#039; für den Datentyp Text eingeben. Die Zahl wird dann als Datentyp Text zugeordnet und mit führender Null (rechtsbündig) in der Zelle angezeigt.&lt;br /&gt;
* Wenn Sie die Artikelnummer &amp;quot;2/2/4&amp;quot; in eine Zelle eingeben, dann wird das ebenfalls nicht als Text erkannt, sondern implizit dem Datentyp &amp;quot;Datum&amp;quot; zugeordnet.&lt;br /&gt;
* Der 1. 1. 20000 dagegen wird möglicherweise nicht als Datum erkannt werden, weil der Datumsbereich zB in Open Office im Jahr 9999 endet. Das wird zwar in aller Regel als Planungshorizont ausreichen - kann aber bei Tippfehlern durchaus unerwartete Konsequenzen haben.&lt;br /&gt;
Konsequenzen hat die Zuordnung von Datentypen insbesondere bei Formeln, die Zellen unterschiedlicher Datentypen verknüpfen. Hier unterscheiden sich teilweise die Tabellenkalkulationsprogramme. Alle konvertieren Datentypen, sofern das inhaltlich eindeutig möglich ist (zB Verkettung von Text und Zahl). Wenn das nicht möglich ist, ignorieren manche Programme die nicht konvertierbaren Werte einfach - andere geben einen Fehlerwert aus. Beides kann je nach Situation nützlich sein. Zu wissen, was das eigene Programm macht, ist allerdings bei der Fehlersuche sehr nützlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozedural vs. Non-Prozedural ===&lt;br /&gt;
Die meisten Programmiersprachen arbeiten &amp;quot;prozedural&amp;quot;, d. h. dass der Weg zur Lösung des Problems Schritt für Schritt in einer formalen Sprache definiert werden muss. Das ist bei Tabellenkalkulation (und auch in SQL) anders: Bei diesen Werkzeugen, die dann als &amp;quot;Non-prozedural&amp;quot; bezeichnet werden, sind die Lösungswege bereits &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; und nur mehr durch die eingegebenen Daten &amp;quot;modifizierbar&amp;quot;. Solche non-prozeduralen Tools sind daher auch auf eine bestimmte Kategorie von Problemstellungen beschränkt und nicht wie prozedurale Programmiersprachen universell einsetzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie an Beispiel 2 zurückdenken: Sie würden sich vielleicht wünschen, dass die Tabelle sich automatisch aufsteigend nach Datum sortiert, falls einmal ein Datum außerhalb der Reihenfolge eingegeben wird. Eine solche Forderung ist mit dem Prinzip der &amp;quot;Non-Prozeduralität&amp;quot; nicht vereinbar - solange es nicht durch eine entsprechende Funktion im Programm &amp;quot;vorgedacht&amp;quot; ist. Vieles, was heute etwa durch die bedingte Formatierung möglich ist, hätte man vor einigen Jahren noch als Beispiel für das Erfordernis prozeduraler Programmierung verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn diese Entwicklung sicher weitergehen wird, werden immer Aufgaben verbleiben, die nur durch prozedurale Programmierung lösbar sind. Wenn ein Großteil der Aufgabe aber durch Tabellenkalkulation lösbar ist, wäre es sinnlos, das alles prozedural &amp;quot;nachzuprogrammieren&amp;quot;. Jedes moderne Tabellenkalkulationswerkzeug bietet daher als Zusatzfeature auch die Erweiterung von prozeduralen Lösungen im Form von Makros an. In der einfachsten Version können Sie ein Makro erzeugen, indem Sie eine Aktion manuell ausführen und diesen Vorgang aufzeichnen. Sie erzeugen damit den Sourcecode eines Makros, das Sie weiter bearbeiten - wenn Sie es können. Im Rahmen dieses Kurses werden Sie das nicht lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozeduren und Funktionen ===&lt;br /&gt;
(Makro aufzeichnen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2819</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2819"/>
		<updated>2009-08-25T00:55:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Datentypen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort wird Sie möglicherweise überraschen: Die Erstellung von Tabellenkalkulationsmodellen ist eine Form der Programmierung. Grundprinzip der Programmierung ist es, Regeln zu formulieren, die aufgrund von gegebenen Eingabedaten neue Ergebnisse erzeugen. Es ist eine sehr spezialisierte und benutzernahe Form von Programmierung, die Sie mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogramme betreiben - aber die Grundprinzipien sind dieselben. Vieles wird Ihnen bei Tabellenkalkulationsprogrammen &amp;quot;abgenommen&amp;quot; - aber für die Gestaltung komplexerer Modelle, insb. bei Grenzfällen bzw. bei der Fehlersuche, sind die allgemeinen Prinzipien für die Beurteilung der Softwarequalität auch in Zusammenhang mit Tabellenkalkulationsmodellen von Belang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollten daher Modelle so entwickeln, dass andere (und auch Sie selbst nach längerer Pause) den Sinn des Modells rasch erkennen und auch nachprüfen können. Es sollte gleichzeitig auf neue Anforderungen anpassbar sein, was einen klar strukturierten Aufbau voraussetzt. Es sollte gleichzeitig die Daten in einer Form bereitstellen, die auch eine anschließende Weiterverarbeitung sicherstellt. Das erfordert ein Grundverständnis über die folgenden Programmierkonzepte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variable ===&lt;br /&gt;
Allen Programmiersprachen ist gemeinsam, dass Sie Variable verwenden, um wechselnde Werte, mit denen im Programm gearbeitet wird, aufzunehmen. Immer sind diesen Variablen Speicheradressen zugeordnet - bei der Tabellenkalkulation auch. Die &amp;quot;Speicheradressen&amp;quot; der Variablen sind hier die Zellreferenzen: Von A1 bis AS65535 zum Beispiel. Bei der Programmierung verwendet man üblicherweise &amp;quot;sprechende&amp;quot; Bezeichnungen. &amp;quot;Bruttobetrag - MWSt&amp;quot; liefert wesentlich mehr Bedeutung (&amp;quot;Semantik&amp;quot;) als &amp;quot;B1-B2&amp;quot;. Auch wenn es selten verwendet wird, bieten auch Tabellenkalkulationsprogramme die erstgenannte Möglichkeit: Man kann für Zellen oder Zellbereiche Namen vergeben und diese dann statt der Zelladressen verwenden. Namen werden dabei standardmäßig als absolute Adressen definiert.&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Namen ist etwas umständlich; man wird daher nicht in jeder Formel Namen anwenden. Sehr zu empfehlen ist dies jedoch dort, wo eine Verweis auf weiter entfernte Zellen erfolgt, die außerhalb des sichtbaren Umfelds liegen und deren Bedeutung daher nicht &amp;quot;auf einen Blick&amp;quot; klar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datentypen === &lt;br /&gt;
Programmiersprachen weisen meist ein sehr rigides Konzept an Datentypen auf; man muss vor jeder Verwendung einer Variablen angeben, welchem Datentyp sie zugeordnet ist. Der Datentyp definiert, welche Symbolkombinationen eine Variablen enthalten kann und welche Operationen auf diese Variable zugelassen sind. Die vorherige Typfestlegung ermöglichst es den Übersetzungsprogrammen (Compiler), schon vor der Laufzeit des Programms bestimmte Fehler zu erkennen.&lt;br /&gt;
Eine Typfestlegung in diesem Sinne ist Ihnen bei Tabellenkalkationsprogrammen noch nie untergekommen - und dennoch gibt es Datentypen auch hier. Ihnen ist sicher schon aufgefallen, dass Eingaben manchmal linksbündig, manchmal rechtsbündig angeordnet werden. Das ist eine Konsequenz der Zuordnung des Datentyps. Zahlen werden rechtsbündig, Texte werden linksbündig dargestellt - wobei das natürlich durch den User verändert werden kann.&lt;br /&gt;
Normalerweise erfolgt die Zuordnung des Datentyps implizit - d. h. dass anhand der eingegebenen Zeichen das Programm selbständig den passendsten Datentyp zuordnet.&lt;br /&gt;
* Die Matrikelnummer 0755345 wird daher als Zahl erkannt und typischerweise ohne führende 0 dargestellt. Das die Matrikelnummer aber immer siebenstellig sein muss, wäre hier der Datentyp &amp;quot;Text&amp;quot; zu wählen. Auch das können Sie erreichen, indem Sie das &amp;quot;Erkennungszeichen&amp;quot; &#039; für den Datentyp Text eingeben. Die Zahl wird dann als Datentyp Text zugeordnet und mit führender Null (rechtsbündig) in der Zelle angezeigt.&lt;br /&gt;
* Wenn Sie die Artikelnummer &amp;quot;2/2/4&amp;quot; in eine Zelle eingeben, dann wird das ebenfalls nicht als Text erkannt, sondern implizit dem Datentyp &amp;quot;Datum&amp;quot; zugeordnet.&lt;br /&gt;
* Der 1. 1. 20000 dagegen wird möglicherweise nicht als Datum erkannt werden, weil der Datumsbereich zB in Open Office im Jahr 9999 endet. Das wird zwar in aller Regel als Planungshorizont ausreichen - kann aber bei Tippfehlern durchaus unerwartete Konsequenzen haben.&lt;br /&gt;
Konsequenzen hat die Zuordnung von Datentypen insbesondere bei Formeln, die Zellen unterschiedlicher Datentypen verknüpfen. Hier unterscheiden sich teilweise die Tabellenkalkulationsprogramme. Alle konvertieren Datentypen, sofern das inhaltlich eindeutig möglich ist (zB Verkettung von Text und Zahl). Wenn das nicht möglich ist, ignorieren manche Programme die nicht konvertierbaren Werte einfach - andere geben einen Fehlerwert aus. Beides kann je nach Situation nützlich sein. Zu wissen, was das eigene Programm macht, ist allerdings bei der Fehlersuche sehr nützlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozedural vs. Non-Prozedural ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozeduren und Funktionen ===&lt;br /&gt;
(Makro aufzeichnen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2818</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2818"/>
		<updated>2009-08-25T00:35:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort wird Sie möglicherweise überraschen: Die Erstellung von Tabellenkalkulationsmodellen ist eine Form der Programmierung. Grundprinzip der Programmierung ist es, Regeln zu formulieren, die aufgrund von gegebenen Eingabedaten neue Ergebnisse erzeugen. Es ist eine sehr spezialisierte und benutzernahe Form von Programmierung, die Sie mit Hilfe von Tabellenkalkulationsprogramme betreiben - aber die Grundprinzipien sind dieselben. Vieles wird Ihnen bei Tabellenkalkulationsprogrammen &amp;quot;abgenommen&amp;quot; - aber für die Gestaltung komplexerer Modelle, insb. bei Grenzfällen bzw. bei der Fehlersuche, sind die allgemeinen Prinzipien für die Beurteilung der Softwarequalität auch in Zusammenhang mit Tabellenkalkulationsmodellen von Belang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollten daher Modelle so entwickeln, dass andere (und auch Sie selbst nach längerer Pause) den Sinn des Modells rasch erkennen und auch nachprüfen können. Es sollte gleichzeitig auf neue Anforderungen anpassbar sein, was einen klar strukturierten Aufbau voraussetzt. Es sollte gleichzeitig die Daten in einer Form bereitstellen, die auch eine anschließende Weiterverarbeitung sicherstellt. Das erfordert ein Grundverständnis über die folgenden Programmierkonzepte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variable ===&lt;br /&gt;
Allen Programmiersprachen ist gemeinsam, dass Sie Variable verwenden, um wechselnde Werte, mit denen im Programm gearbeitet wird, aufzunehmen. Immer sind diesen Variablen Speicheradressen zugeordnet - bei der Tabellenkalkulation auch. Die &amp;quot;Speicheradressen&amp;quot; der Variablen sind hier die Zellreferenzen: Von A1 bis AS65535 zum Beispiel. Bei der Programmierung verwendet man üblicherweise &amp;quot;sprechende&amp;quot; Bezeichnungen. &amp;quot;Bruttobetrag - MWSt&amp;quot; liefert wesentlich mehr Bedeutung (&amp;quot;Semantik&amp;quot;) als &amp;quot;B1-B2&amp;quot;. Auch wenn es selten verwendet wird, bieten auch Tabellenkalkulationsprogramme die erstgenannte Möglichkeit: Man kann für Zellen oder Zellbereiche Namen vergeben und diese dann statt der Zelladressen verwenden. Namen werden dabei standardmäßig als absolute Adressen definiert.&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Namen ist etwas umständlich; man wird daher nicht in jeder Formel Namen anwenden. Sehr zu empfehlen ist dies jedoch dort, wo eine Verweis auf weiter entfernte Zellen erfolgt, die außerhalb des sichtbaren Umfelds liegen und deren Bedeutung daher nicht &amp;quot;auf einen Blick&amp;quot; klar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datentypen === &lt;br /&gt;
(Grundsätzliche Konzepte), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozedural vs. Non-Prozedural ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozeduren und Funktionen ===&lt;br /&gt;
(Makro aufzeichnen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2817</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2817"/>
		<updated>2009-08-25T00:07:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variable ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datentypen === &lt;br /&gt;
(Grundsätzliche Konzepte), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozedural vs. Non-Prozedural ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prozeduren und Funktionen ===&lt;br /&gt;
(Makro aufzeichnen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2816</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2816"/>
		<updated>2009-08-25T00:04:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was hat Programmierung mit Tabellenkalkulation zu tun?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2815</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2815"/>
		<updated>2009-08-25T00:00:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Wie sonst? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären,&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
* Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
* Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
automatisch richtig berechnet werden; ein versehentliche falsche Verknüpfung durch den User kann nicht vorkommen. Sie können nach Aufhebung des Tabellenschutzes auch Zeilen einfügen - die einzige Aktion, die ggf. erforderlich sein wird, ist das Sortieren der Tabelle. Eine Voraussetzung für das Funktionieren des Modells ist nämlich, dass die Daten nach dem Datum aufsteigend sortiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Voraussetzung können Sie auch nicht &amp;quot;automatisch&amp;quot; beheben - wieso das so ist, erfahren Sie später im Abschnitt &amp;quot;Prozedural vs. Non-Prozedural&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen noch Verbesserungsvorschläge für die dargestellte Lösung einfallen, dann haben Sie zweifellos recht - auch der Autor hatte solche. Wir wollen es für den Moment dennoch bei diesem Stand belassen und uns der Frage zuwenden, auf welchem Fundament man bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen aufbaut und wieso man manche Probleme mit Tabellenkalkulationsmodellen nicht lösen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2814</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2814"/>
		<updated>2009-08-24T23:52:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Überschrift 2 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie sonst? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche werden sich angesichts Abbildung 1 nun fragen, wie denn sonst man eine solche Aufgabe lösen sollte. Eine mögliche Lösung zeigt Abb. 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Abb. 2 hier einfügen&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind nun die Vorzüge dieser Lösung? Von außen betrachtet ist wenig erkennbar - einige werden wohl sogar die erste Lösung &amp;quot;schöner&amp;quot; finden. Das wird wohl auch stimmen - denn grafische Gestaltung steht manchmal in Widerspruch zu zweckmäßiger Modellierung. Ein paar Indizien für sinnvolle Modellierung sind aber doch erkennbar:&lt;br /&gt;
* Manche Zellen sind kursiv, andere in Normaldruck und unterstrichen. Auf den zweiten Blick sollten Sie erkennen, dass die einen berechnet werden, die anderen Eingabedaten sind. Wenn Sie mit der Tabelle arbeiten, werden Sie feststellen, dass Sie mit der TAB-Taste automatisch nur auf jene Zellen kommen, die durch die Unterstreichung gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;
* Die Zeiten von und bis sind in getrennten Spalten; es ist daher einfach möglich, die Stunden als Differenz zu berechnen.&lt;br /&gt;
* Die Phase ist nun als eigene Spalte ausgewiesen - das ermöglicht es einfach, durch die Anwendung des Befehls &amp;quot;Sortieren&amp;quot; auch eine Gruppierung nach Phase herzustellen.&lt;br /&gt;
* Die Summe je Kalenderwoche ist ebenfalls in einer eigenen Spalte ausgewiesen. Das deutet darauf hin, dass dieser Modell einfach erweiterbar sein kann, indem neue Zeilen leicht einfügbar ist. Mehr als die Option kann man von außen nicht erkennen, der Rest ist anhand der Formeln nur von innen prüfbar.&lt;br /&gt;
Wenn Sie eine Lehrveranstaltung aus Informationsverarbeitung besuchen, wird Ihnen im Tutorium auch die Tabelle zur Prüfung &amp;quot;von innen&amp;quot; zur Verfügung stehen. Dann können Sie auch die folgenden Modellmerkmale prüfen:&lt;br /&gt;
* Die Kalenderwoche wird automatisch berechnet; Sie können diese Zelle nicht ändern, weil diese Zelle gesperrt ist. Sie ist daher auch kursiv gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Datum, von und bis sind Eingabezellen; sind sind durch entsprechend benannte Formate als nicht gesperrt definiert und zur visuellen Kennzeichnung für den User unterstrichen. (Vertiefungsthema Tabellen schützen)&lt;br /&gt;
* Stunden werden wiederum berechnet; ebenso die Summe je Kalenderwoche.&lt;br /&gt;
* Diese Summe enthält eine relativ einfache Formel, die in jeder Zeile berechnet wird, aber durch eine bedingte Formatierung nur in der jeweils letzten Zeile einer Kalenderwoche angezeigt wird. (Vertiefungthema Bedingte Formatierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle stellt sicher, dass alle Beziehung zwischen den Elementen des Modells, die da wären:&lt;br /&gt;
- Die Kalenderwoche ergibt sich aus dem Datum&lt;br /&gt;
- Die Stunden ergeben sich aus Beginn- und Endzeit&lt;br /&gt;
- Die Summe je Kalenderwoche ergibt sich aus den Stunden je Arbeitsphase in derselben Kalenderwoche&lt;br /&gt;
- Die Gesamtsumme ergibt sich aus der Stundensumme aller Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2813</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2813"/>
		<updated>2009-08-24T23:19:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* (K)Ein Modell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
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== (K)Ein Modell? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.idv.edu/&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
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		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2812</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
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		<updated>2009-08-24T21:53:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* (K)Ein Modell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (K)Ein Modell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht und dabei zwischen den Lernphasen &amp;quot;Selbststudium&amp;quot;, &amp;quot;Tutorium&amp;quot; und &amp;quot;Präsenz&amp;quot; unterscheiden und den Gesamtaufwand je Woche in einer Grafik darstellen. Diese Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitraum &amp;quot;von - bis&amp;quot; in einer Zelle bedeutet, dass das als Textfeld eingegeben wurde. Damit ist eine Berechung - etwa der Dauer - auf Basis dieser Eingabe zwar nicht unmöglich, aber doch so komplex, dass Sie nicht zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
* Die getrennte Aufzeichung der Aktivitäten je Lernphase macht eine &amp;quot;modellhafte&amp;quot; Berechnung der Summe je Woche unmöglich&lt;br /&gt;
* Kontrollieren würde man dann noch, ob die Kalenderwoche fix eingetragen wurde oder ob das mit einer Formel berechnet wurde; der Wert hängt zweifellos vom Datum ab und wenn diese Beziehung nicht durch eine Formel abgebildet wird, dann ist ein wesentliches Merkmal des Modells nicht abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung ist Abb. 1 ist also ein typisches Beispiel, in dem das Tabellenkalkulationsprogramm fürs Dokumentieren eingesetzt wurde - dasselbe hätte man auch mit einem Textverarbeitungsprogramm erreichen können; selbst einfache Formeln kann man dort nämlich in Tabellen verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.idv.edu/&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
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		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2811</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
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		<updated>2009-08-24T21:38:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* (K)Ein Modell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
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== (K)Ein Modell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht. Das Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.idv.edu/&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
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		<updated>2009-08-24T21:37:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* (K)Ein Modell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
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== (K)Ein Modell ==&lt;br /&gt;
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Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modell sind, so haben Sie aus Schauer &amp;lt;ref&amp;gt;Schauer, Reinbert, Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen, 2., erw. Auflage, Wien 2009, S. 28 in Erinnerung, &amp;quot;(stark) vereinfachte Abbilder der Realität, die entwickelt werden, um komplexe Zusammenhänge in den Betrieben wie in der Wirtschaft überschaubarer zu machen und auf wesentliche Elemente oder Eigenschaften zu reduzieren&amp;quot;. Weiters wird dort in Erklärungsmodelle und Entscheidungsmodelle unterschieden und rein deskriptive Beschreibungsmodelle als Vorstufe zu Erklärungsmodellen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem in der Einleitung formulierten &amp;quot;Vorbehalt&amp;quot; verwenden wir das Beispiel einer Tätigkeitsaufzeichnung, wie Sie von Ihnen selbst stammen könnte. Sie sollen (rein deskriptiv) aufzeichnen, welcher Zeitaufwand für Sie bei der Absolvierung dieser Lehrveranstaltung entsteht. Das Aufzeichnung stellt eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung dar, ob die ECTS-Punktegewichtung mit den Inhalten in Einklang steht - und ist somit Bestandteil eines Entscheidungsmodells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;Bild LernLog IV1&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können Sie nun beurteilen, ob die in Abb. x dargestellte Lösung eine geeignetes &amp;quot;Modell&amp;quot; darstellt? Manche Faktoren sind &amp;quot;von außen&amp;quot; - also schon von der Abbildung her erkennbar, andere jedoch nur &amp;quot;von innen&amp;quot; - also nur unter Beachtung der Eingabe in den jeweiligen Zellen, da ein feste Eingabe und ein berechnetes Ergebnis &amp;quot;von außen&amp;quot; nicht unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.idv.edu/&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
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Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
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		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2809</id>
		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren_als_Entscheidungsvorbereitung&amp;diff=2809"/>
		<updated>2009-08-24T21:06:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Überschrift 1 */&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
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== (K)Ein Modell ==&lt;br /&gt;
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Es wurde eingangs behauptet, man könne Tabellenkalkulationsprogramme sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben verwenden. Wie kann man aber nun erkennen, um welchen Aufgabentyp es sich handelt - bzw. handeln soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.idv.edu/&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren&amp;diff=2808</id>
		<title>Analysieren</title>
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		<updated>2009-08-24T21:02:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: /* Vorbemerkung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|In diesem Kapitel werden zwei Arten von Analysewerkzeugen vorgestellt, die zur Vorbereitung von Entscheidungen häufig genutzt werden, wobei diese unterschiedliche Dimensionen des Umgangs mit Modellen fokussieren:&lt;br /&gt;
* Mit Tabellenkalkulation lernen Sie ein Werkzeug kennen, mit dem Sie einfache Modelle selbst aufbauen („programmieren“) können. Das erfordert selbstverständlich die Beherrschung zentraler Programmfunktionen, geht aber darüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Mit SQL beschäftigen Sie sich nicht „gestaltend“, indem Sie selbst Datenmodelle aufbauen, sondern nur „nutzend“. Das ist aber durchaus die typische Funktion von Wirtschaftswissenschaftsabsolvent/inn/en. Unternehmen verfügen regelmäßig über Softwaresysteme, die Daten sammeln – und deren Ad-Hoc-Auswertung zur Entscheidungsvorbereitung ist eine unverzichtbare Funktion z.B. im Controlling. Die hier verwendeten Modelle sind bereits etwas komplexer; als Ausgleich sind die angewandten Funktionen sehr beschränkt. Datenbankabfragesprachen weisen erheblich mehr an Funktionalität auf als in diesem Kapitel dargestellt wird.&lt;br /&gt;
Davor werden einige allgemeine Konzepte erläutert, die für beide Teilbereiche anwendbar sind.}}&lt;br /&gt;
__NOTOC__ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbemerkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Analysieren“ ist kein Selbstzweck – es ist eine vorbereitende Handlung für Entscheidungen. Wenn in diesem Kapitel die Tabellenkalkulation und Datenbankabfragen als Werkzeuge behandelt werden, so sind dies wichtige Beispiele für derartige Aufgaben. Es wäre jedoch ein Missverständnis, wenn jemand auf den Gedanken verfiele, dass nur diese beiden Programmkategorien für Analyseaufgaben herangezogen werden können – ebenso wie es in Missverständnis wäre, wenn Sie annehmen, dass Tabellenkalkulationsprogramme nur für Analyseaufgaben eingesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgemäß ist im folgenden Kapitel das Beherrschen mancher Programmfunktionen zwar ein unverzichtbares Erfordernis – aber die bloß „kochbuchartige“ Beherrschung einzelner Programmfunktionen nicht ausreichend. Im Hinblick auf die Aufgabenstellung der Analyse sollen Sie Kalkulations- und Datenmodelle aufbauen bzw. anwenden, die leicht auch an veränderte Anforderungen angepasst werden können und alle Abhängigkeiten zwischen einzelnen Modellelementen auch dynamisch gestalten – eben ein Modell erstellen. Das klingt abstrakt – und soll auch so sein. Sie treffen auf Zustimmung, wenn Sie das als schwer verständlich ansehen. Es muss aber als „Warnung“ im Voraus gesagt sein, wenn das im Folgenden an Beispielen erläutert wird. Das Prinzip gilt nicht nur für die folgenden Beispiele, sondern allgemein – und es hängt immer von der Aufgabenstellung ab. Es kann durchaus sein, dass eine Lösung, die im folgenden als „mustergültig“ bezeichnet wird, in einer anderen Situation unangebracht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unterscheidet wohl auch den Lehrinhalt einer universitären Lehrveranstaltung von Ihrer bisherigen Ausbildung – auch wenn Sie in beiden sich mit Tabellenkalkulation beschäftigen. Jetzt sollen Sie nicht nur wissen, wie es funktioniert, sondern auch noch, wieso Sie es in dieser Art und nicht anders gemacht haben. Es gibt viele Wege, ein Problem zu lösen. Manche davon als besser und andere als schlechter zu erkennen – und entsprechend zu agieren, soll im Folgenden zwar an Beispielen erläutert werden, aber als abstrakter Grundsatz gelernt und verstanden werden. Sie müssen diese Grundsätze dann auch auf neue Beispiele übertragen können – die vorgestellten Beispiele nur zu reproduzieren, reicht für eine positive Beurteilung nicht hin.&lt;br /&gt;
* [[Analysieren als Entscheidungsvorbereitung | Analysieren als Entscheidungsvorbereitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[TabellenkalkutionV | Tabellenkalkulation Vertiefung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Datenbanken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[SQL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
	</entry>
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		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren&amp;diff=2807</id>
		<title>Analysieren</title>
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		<updated>2009-08-24T21:00:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|In diesem Kapitel werden zwei Arten von Analysewerkzeugen vorgestellt, die zur Vorbereitung von Entscheidungen häufig genutzt werden, wobei diese unterschiedliche Dimensionen des Umgangs mit Modellen fokussieren:&lt;br /&gt;
* Mit Tabellenkalkulation lernen Sie ein Werkzeug kennen, mit dem Sie einfache Modelle selbst aufbauen („programmieren“) können. Das erfordert selbstverständlich die Beherrschung zentraler Programmfunktionen, geht aber darüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Mit SQL beschäftigen Sie sich nicht „gestaltend“, indem Sie selbst Datenmodelle aufbauen, sondern nur „nutzend“. Das ist aber durchaus die typische Funktion von Wirtschaftswissenschaftsabsolvent/inn/en. Unternehmen verfügen regelmäßig über Softwaresysteme, die Daten sammeln – und deren Ad-Hoc-Auswertung zur Entscheidungsvorbereitung ist eine unverzichtbare Funktion z.B. im Controlling. Die hier verwendeten Modelle sind bereits etwas komplexer; als Ausgleich sind die angewandten Funktionen sehr beschränkt. Datenbankabfragesprachen weisen erheblich mehr an Funktionalität auf als in diesem Kapitel dargestellt wird.&lt;br /&gt;
Davor werden einige allgemeine Konzepte erläutert, die für beide Teilbereiche anwendbar sind.}}&lt;br /&gt;
__NOTOC__ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorbemerkung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Analysieren“ ist kein Selbstzweck – es ist eine vorbereitende Handlung für Entscheidungen. Wenn in diesem Kapitel die Tabellenkalkulation und Datenbankabfragen als Werkzeuge behandelt werden, so sind dies wichtige Beispiele für derartige Aufgabe. Es wäre jedoch ein Mißverständnis, wenn jemand auf den Gedanken verfiele, dass nur diese beiden Programmkategorien für Analyseaufgaben herangezogen werden können – ebenso wie es in Mißverständnis wäre, wenn Sie annehmen, dass Tabellenkalkulationsprogramme nur für Analyseaufgaben eingesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgemäß ist im folgenden Kapitel das Beherrschen mancher Programmfunktionen zwar ein unverzichtbares Erfordernis – aber die bloß „kochbuchartige“ Beherrschung einzelner Programmfunktionen nicht ausreichend. Im Hinblick auf die Aufgabenstellung der Analyse sollen Sie Kalkulations- und Datenmodelle aufbauen bzw. anwenden, die leicht auch an veränderte Anforderungen angepasst werden können und alle Abhängigkeiten zwischen einzelnen Modellelementen auch dynamisch gestalten – eben ein Modell erstellen. Das klingt abstrakt – und soll auch so sein. Sie treffen auf Zustimmung, wenn Sie das als schwer verständlich ansehen. Es muss aber als „Warnung“ im Voraus gesagt sein, wenn das im Folgenden an Beispielen erläutert wird. Das Prinzip gilt nicht nur für die folgenden Beispiele, sondern allgemein – und es hängt immer von der Aufgabenstellung ab. Es kann durchaus sein, dass eine Lösung, die im folgenden als „mustergültig“ bezeichnet wird, in einer anderen Situation unangebracht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unterscheidet wohl auch den Lehrinhalt einer universitären Lehrveranstaltung von Ihrer bisherigen Ausbildung – auch wenn Sie in beiden sich mit Tabellenkalkulation beschäftigen. Jetzt sollen Sie nicht nur wissen, wie es funktioniert, sondern auch noch, wieso Sie es in dieser Art und nicht anders gemacht haben. Es gibt viele Wege, ein Problem zu lösen. Manche davon als besser und andere als schlechter zu erkennen – und entsprechend zu agieren, soll im Folgenden zwar an Beispielen erläutert werden, aber als abstrakter Grundsatz gelernt und verstanden werden. Sie müssen diese Grundsätze dann auch auf neue Beispiele übertragen können – die vorgestellten Beispiele nur zu reproduzieren, reicht für eine positive Beurteilung nicht hin.&lt;br /&gt;
* [[Analysieren als Entscheidungsvorbereitung | Analysieren als Entscheidungsvorbereitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[TabellenkalkutionV | Tabellenkalkulation Vertiefung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Datenbanken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[SQL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<title>Analysieren als Entscheidungsvorbereitung</title>
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		<updated>2009-08-24T20:58:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Tabellenkalkulationsprogramme können sowohl für Dokumentationsaufgaben wie auch für Modellierungsaufgaben eingesetzt werden; nur mit letzterem beschäftigt sich dieses Kapitel. Die unterschiedliche Ausrichtung der beiden Aufgabenkategorien sollen Ihnen bewusst werden.&lt;br /&gt;
Tabellenkalkulationsprogramme sind selbst die Implementierung eines Modells – und darauf ergeben sich Restriktionen, die Sie kennen müssen, um darauf Ihre eigenen Modelle aufbauen zu können. Schlussendlich werden S ie erfahren, wie Sie solche Funktionen einsetzen, um Modelle zweckmäßig für Analyseaufgaben aufzubauen. Die Beispiele werden am Open-Source Produkt OpenOffice demonstriert; die Unterschiede zum Marktführer Microsoft-Excel sind aber selten größer als zwischen unterschiedlichen Versionen von Excel. Wenn Sie also Excel schon kennen, was der Normalfall sein dürfte, so ist die Verwendung von OpenOffice eine willkommene Prüfung Ihrer Fähigkeit, vorhandenes Wissen auf zwar andere, aber ähnliche Umgebungen übertragen zu können – eine Fähigkeit, die immer wieder von Ihnen gefordert werden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 1 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Überschrift 2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<title>Analysieren und Problem lösen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: hat „Analysieren und Problem lösen“ nach „Analysieren als Entscheidungsvorbereitung“ verschoben:&amp;amp;#32;auf drei Wörter gekürzter Titel&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;#REDIRECT [[Analysieren als Entscheidungsvorbereitung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<updated>2009-08-24T20:40:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: hat „Analysieren und Problem lösen“ nach „Analysieren als Entscheidungsvorbereitung“ verschoben:&amp;amp;#32;auf drei Wörter gekürzter Titel&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 1 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat.   &amp;lt;ref&amp;gt;Johann Höller, Robert Zlabinger, und Manfred Pils, Internet und Intranet: Herausforderung E-Business, 3., Auflage 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.idv.edu Institut für Datenverarbeitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jku.at Johannes Kepler Universität]&lt;br /&gt;
* [http://musss.jku.at/moodle MUSSS-Moodle]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Analysieren&amp;diff=2803</id>
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		<updated>2009-08-24T20:37:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|In diesem Kapitel werden zwei Arten von Analysewerkzeugen vorgestellt, die zur Vorbereitung von Entscheidungen häufig genutzt werden, wobei diese unterschiedliche Dimensionen des Umgangs mit Modellen fokussieren:&lt;br /&gt;
* Mit Tabellenkalkulation lernen Sie ein Werkzeug kennen, mit dem Sie einfache Modelle selbst aufbauen („programmieren“) können. Das erfordert selbstverständlich die Beherrschung zentraler Programmfunktionen, geht aber darüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Mit SQL beschäftigen Sie sich nicht „gestaltend“, indem Sie selbst Datenmodelle aufbauen, sondern nur „nutzend“. Das ist aber durchaus die typische Funktion von Wirtschaftswissenschaftsabsolvent/inn/en. Unternehmen verfügen regelmäßig über Softwaresysteme, die Daten sammeln – und deren Ad-Hoc-Auswertung zur Entscheidungsvorbereitung ist eine unverzichtbare Funktion z.B. im Controlling. Die hier verwendeten Modelle sind bereits etwas komplexer; als Ausgleich sind die angewandten Funktionen sehr beschränkt. Datenbankabfragesprachen weisen erheblich mehr an Funktionalität auf als in diesem Kapitel dargestellt wird.&lt;br /&gt;
Davor werden einige allgemeine Konzepte erläutert, die für beide Teilbereiche anwendbar sind.}}&lt;br /&gt;
__NOTOC__ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Analysieren als Entscheidungsvorbereitung | Analysieren als Entscheidungsvorbereitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[TabellenkalkutionV | Tabellenkalkulation Vertiefung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Datenbanken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[SQL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<title>Analysieren</title>
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		<updated>2009-08-24T20:36:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|In diesem Kapitel werden zwei Arten von Analysewerkzeugen vorgestellt, die zur Vorbereitung von Entscheidungen häufig genutzt werden, wobei diese unterschiedliche Dimensionen des Umgangs mit Modellen fokussieren:&lt;br /&gt;
* Mit Tabellenkalkulation lernen Sie ein Werkzeug kennen, mit dem Sie einfache Modelle selbst aufbauen („programmieren“) können. Das erfordert selbstverständlich die Beherrschung zentraler Programmfunktionen, geht aber darüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Mit SQL beschäftigen Sie sich nicht „gestaltend“, indem Sie selbst Datenmodelle aufbauen, sondern nur „nutzend“. Das ist aber durchaus die typische Funktion von Wirtschaftswissenschaftsabsolvent/inn/en. Unternehmen verfügen regelmäßig über Softwaresysteme, die Daten sammeln – und deren Ad-Hoc-Auswertung zur Entscheidungsvorbereitung ist eine unverzichtbare Funktion z.B. im Controlling. Die hier verwendeten Modelle sind bereits etwas komplexer; als Ausgleich sind die angewandten Funktionen sehr beschränkt. Datenbankabfragesprachen weisen erheblich mehr an Funktionalität auf als in diesem Kapitel dargestellt wird.&lt;br /&gt;
Davor werden einige allgemeine Konzepte erläutert, die für beide Teilbereiche anwendbar sind.}}&lt;br /&gt;
__NOTOC__ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Analysieren_EV | Analysieren als Entscheidungsvorbereitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[TabellenkalkutionV | Tabellenkalkulation Vertiefung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Datenbanken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[SQL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<id>https://mussswiki.idb.edu/iv1wiki/index.php?title=Recht&amp;diff=1889</id>
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		<updated>2009-08-13T13:52:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat.}}&lt;br /&gt;
__NOTOC__ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Datenschutz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Nutzung von Programmen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Betrieb einer Website]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Hh</name></author>
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		<title>Betrieb einer Website</title>
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		<updated>2009-08-13T13:52:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Hh: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Kurzform|Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et ac...“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kurzform|Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Überschrift 1 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero eros et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat.   &amp;lt;ref&amp;gt;Johann Höller, Robert Zlabinger, und Manfred Pils, Internet und Intranet: Herausforderung E-Business, 3., Auflage 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überschrift 2 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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=== Quellen ===&lt;br /&gt;
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&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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=== Weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
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